Hurricanes, Taifune und keine Wohnung

Von , am Donnerstag, 13. September 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Sind wir schon dran gewöhnt? Hurricanes in den USA, Taifune in Ostasien. Über Erstere wird ausführlich, mal informativ, mal unterhaltsam berichtet, weil dort so viele was-mit-Medien-Leute arbeiten. Auf den Philippinen dagegen gibts keine deutschen Korrespondentenstandorte. Dabei lässt sich heute mit ortsansässigen Wetter-Onlinediensten für jedes Kind der Grausamkeitsunterschied zwischen dem sich abschwächenden Hurricane und dem ostasiatischen Taifun erkennen.
Beide Stürme hätten nur dann ihr Gutes, wenn sie den ortsansässigen Präsidenten wegfegen würden, genau damit ist am wenigsten zu rechnen. Die Todesopfer werden die Ärmsten der Armen und die malochenden Rettungskräfte stellen. Und die Klimapolitik schläft weiter …
Eingenickt ist vor einigen Jahren durch “Schuldenbremse” und öffentliche Wohnungsverkäufe die deutsche Wohnungspolitik. Jetzt will es keiner gewesen sein, und machen kann jetzt angeblich auch keiner mehr was, ausser die Forderungen der Immobilienlobbyisten und Baumafiosi zu erfüllen. Hans Hütt/FAZ hat für uns Maischberger geguckt.

Finanzialisierung von Land

Land ist knappes Gut, kann nicht produziert werden. Das Angebot wird knapper, durch Klimawandel und Versiegelung, die Preise steigen also unendlich. Natürlich hat die Finanzbranche das schon lange bemerkt. Wer hätte gedacht, das US-amerikanische Lehrer*innen und westfälische Ärzt*inn*en davon ihre Renten finanzieren? Ihre Pensionsfonds sind vorne mit dabei. Kathrin Hartmann berichtet im Freitag. Ausführlich zur Finanzialisierung: Lars Grimm hier im Extradienst. Es ist keine Frage von Gut und Böse, sondern ein krankes menschenfeindliches System, das das hervorbringt. Dagegen gäbe es: Politik.

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