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Journalismus und politische Agenda

Welchen Einfluss übt die politische Agenda auf die Berichterstattung aus? Wer setzt Themen und was passiert, wenn die SPD-Spitze an dem Tag, an dem ein ihr besonders wichtiges Gesetz im Bundestag verabschiedet wird, einen Krisengipfel wegen eines Verfassungsschutzbeamten ansetzt?  Experten erörtern die Frage, wie eigentlich poltische Themen zustandekommen, die sich zum “Hype” entwickeln, welche Wertungen, Perspektiven in Berichterstattung einfließen, aber auch wessen Interessen und warum die Themen der AfD derzeit im Mittelpunkt von Diskussionen stehen, obwohl gar keine Vertreter der Rechtsextremen beteiligt sind. Was die Professoren Kepplinger und Lutz Hachmeister, die Journalistin Gemma Pörzgen und der Berater Johannes Hillje da diskutieren, muss man nicht alles teilen – der Aufklärungswert ist jedoch erfreulich hoch. Sowas gibt es heute selten. Einfach hörenswert.

Über den/die Autor*in: Roland Appel

Roland Appel ist Publizist und Unternehmensberater, Datenschutzbeauftragter für mittelständische Unternehmen und tätig in Forschungsprojekten. Er war stv. Bundesvorsitzender der Jungdemokraten und Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbandes, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP bis 1982. Ab 1983 innen- und rechtspolitscher Mitarbeiter der Grünen im Bundestag. Von 1990-2000 Landtagsabgeordneter der Grünen NRW, ab 1995 deren Fraktionsvorsitzender. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Radikaldemokratischen Stiftung, dem Netzwerk ehemaliger Jungdemokrat*innen/Junge Linke. Er arbeitet und lebt im Rheinland. Mehr über den Autor.... Sie können dem Autor auch im #Fediverse folgen unter: @rolandappel@extradienst.net

Ein Kommentar

  1. Martin Böttger

    Der Schluss des von mir als medienstrategischer Denker sehr geschätzten Hachmeister, ganz am Ende, vom “Journalismus der Reichen und ihrer Stiftungen” war mir etwas zu bitter-realistisch. Wir sind ja ungefähr gleichalt: es ist ein bisschen arm, wenn uns mehr dazu, zur Zukunft, nicht mehr einfällt. “Journalismus der Reichen” hatten wir in der Vergangenheit schliesslich auch: es waren die Zeitungsverlegerclans, die vermutlich Mitgliedsbeiträge in den Bund zur Vermeidung des Steuernzahlens geleistet haben.

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