Gewitter-Vorzeichen

Von , am Samstag, 1. Dezember 2018, in Lesebefehle, Politik.

Trump und Russland
Wenn Felix Sater in Medien auftaucht, ist das für niemanden ein gutes Zeichen. Auch nicht für den mächtigsten Mann der Welt. Sein Ex-Anwalt Cohen hat begonnen beim Sonderermittler Mueller zu singen. Und dieser Sater soll in diesem Gesang eine tragende Rolle spielen. Das spricht zwar nicht für Seriosität, aber gewiss auch nicht dafür, dass der mächtigste Mann der Welt unabhängig handeln kann. Näheres hier und hier bei Frauke Steffens/FAZ.

Nächster Gipfel beim Mörder
In der internationalen Presseschau des DLF (bisher nicht online) hörte ich heute morgen ein Zitat aus einem arabischen Blatt, das darüber jubilierte, der nächste G20-Gipfel werde in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens ausgetragen. Ist das der Grund für die “Flugzeugpanne” der Bundeskanzlerin? Dass sie später sagen kann, bei diesem Beschluss sei sie “nicht dabeigewesen”? Wenigstens wäre dort nicht mit Gegendemonstrationen wie in Hamburg und Buenos Aires zu rechnen. Widerständler, egal ob friedlich oder gewalttätig, werden in Riad als Terroristen betrachtet und zügig erschossen.

Geldwäsche destabilisiert das Finanzsystem
Im Zentrum der öffentlichen Politshows steht die Verschuldung Italiens, unbegründet. Nun wackelt aber Dänemark. Nicht wegen seiner Nationalökonomie, sondern wegen internationaler Geldwäsche bei der Danske Bank. Über 24 Stunde dauerte eine Razzia bei der Deutschen Bank, die mit drinhängen soll. Ich würde empfehlen, auch mal in Österreich vorbeizuschauen. Aber wenn die Dänische Notenbank jetzt schon davor warnt, dass mehr zusammenbrechen kann, als nur die eine oder andere Bank, werden gewiss auch Staatsanwält*inn*e*n ängstlicher.

Atmen bleibt gefährlich
Da ist es ja fast schon eine Kleinigkeit, dass wir lieber unsere Kinder vergiften als die deutsche Autoindustrie, eine weitere Zusammenbruchs-Kandidatin. Jürgen Resch/Deutsche Umwelthilfe hats heute morgen noch mal für die Begriffstutzigsten zu erklären versucht.

IT-Konzerne und willfährige Kommunalpolitik
Bonn wurde im WCCB-Skandal von Investor*inn*en betrogen, die kein echtes Geld dabei hatten. Wenn es im Überfluss vorhanden ist, muss es auch nicht besser laufen. Diese Erfahrung macht gerade San Jose in Kalifornien mit Alphabet/Google.

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