Facebook erinnert mich irgendwie an die deutsche Autoindustrie: das Image wird ruiniert, es geht abwĂ€rts. Es scheint eine GesetzmĂ€ssigkeit bei allen, die “an die Börse gehen”. Das bedeutet im Kern: Kasse machen, bevor es zu spĂ€t ist, “Silly Money” einsacken, bevor es Andere tun. Facebook ist seit geraumer Zeit an der Börse, und jetzt im Fahrstuhl nach unten. UntrĂŒgliches Symptom: der Technikteil der FAZ veröffentlicht eine engagierte Gebrauchsanweisung von Michael Spehr, wie Sie mit möglichst wenig Datenspuren aus Facebook (und seinen Töchtern Whatsapp und Instagram!) rauskommen. Ich kann nicht beurteilen, wie die QualitĂ€t dieser Anleitung ist, weil ich nie drin war (ĂŒber fahrlĂ€ssig ungeschĂŒtzte Adresslisten meiner Freund*inn*e*n aber wahrscheinlich doch gekidnappt bin) – wĂŒnsche auf jeden Fall viel Erfolg beim Aussteigen! Auch Du kannst es schaffen!
Die Berliner taz-Redakteurin mit Duisburger Migrationshintergrund Anja KrĂŒger nimmt sich seit geraumer Zeit der Deutschen Bahn an, heute z.B. hier und hier. Ich habe keine Stelle entdeckt, an der sie falsch liegt.
Die berĂŒhmte Frankfurter Schule von Adorno, Horkheimer u.a., deren praktizierender SchĂŒler Dieter Bott freundlicher- und ehrenvollerweise einer meiner Mitautoren ist, heisst korrekt Institut fĂŒr Sozialforschung. Dort gibts jetzt einen Leitungswechsel, Axel Honneth geht in den Ruhestand. Aus diesem Anlass gab es eine öffentliche Tagung unter dem Titel “Paradoxien der Gegenwart”, ĂŒber die in der FR Andrea Pollmeier berichtet. Schöner wĂ€re, die VortrĂ€ge wĂŒrden online gestellt. Aber vermutlich soll damit der Suhrkamp-Verlag genĂ€hrt werden.