Trump&Erdogan / British Infowar / SPD

Von , am Mittwoch, 19. Dezember 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Es wäre unterhaltsam und amüsant, wenn es nicht so ernst wäre und dabei mit zahlreichen Menschenleben gespielt würde. Die autoritären Charaktere Donald Trump und Recep T. Erdogan haben sich hilflos und inkompetent in den Fallstricken der politischen Wirklichkeit verheddert, und wissen nicht mehr, wie sie da raus kommen. Vordergründig geht es um den Sektenführer Gülen, tatsächlich aber um ihre Geopolitik im Nahen Osten, und akut in Syrien. Zur Amtsenthebung Trumps wird das Ganze nicht führen, es würde auch nur ein Pyrrhus-Sieg. Besser, er würde abgewählt, in zwei Jahren. Oder meinetwegen auch: er wird politisch zu einem Wiederkandidaturs-Verzicht genötigt. Wenn Sonderermittler Robert S. Mueller das schafft, könnte er stolz auf seinen Lebenswerk zurückblicken. Lesen Sie aktuell Jürgen Gottschlich/taz und Frauke Steffens/FAZ.
Was die Russen können, können die Briten auch: Informationskrieg. Spätestens seit der Skripal-Affäre weiss das jedes Kind. Ein Land, in dem eine Figur wie Boris Johnson Aussenminister werden konnte, ist im Kern eigentlich nicht mehr satisfaktionsfähig. Was sein Aussenministerium ausgeheckt hat, spielt in der disparaten Zündler-Liga der Herren Trump und Putin. Da müssen wir froh sein, dass die freiwillig aus der EU rausgehen. Ich wüsste da noch ein paar Kandidaten ….
Die SPD gibt es auch noch. Herrjeh, ist das alles traurig. Was habe ich sie (im Ruhrgebiet!) gehasst, als sie noch gross und stark war. Gestern las ich hier, was dem Genossen Klaus Vater noch zu ihr einfällt. Auf einem einst hochangesehenen Blog Carta, der erste Eintrag seit 1 1/2 Monaten Grabesstille. Politisch ist es das Brutalste, was im Angebot ist, aber ich habe: Mitleid.

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