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Corona, Hass-Fans, Hopp

In der Corona-Krise findet sich auch Gutes. Die Spiele der Fußballbundesliga fallen vorerst aus. So bleiben den Fußballfreunden die hässlichen Tiraden erspart, mit denen die Hass-Fans auf den Rängen das Spiel auf dem Rasen immer wieder missbrauchen. Jüngst nutzten sie die Aufmerksamkeit, die der Fußball findet, um Dietmar Hopp, den Mäzen des Klubs TSG 1899 Hoffenheim, wieder einmal zu beleidigen und zu bedrohen. Die Hass-Fans behaupten, sie kämpften gegen die Kommerzialisierung des Spiels. Wohl aber wollen sie Fußball auf höchsten Niveau sehen, das nur mit viel Geld zu erreichen ist. Dass die Hass-Fans diesen Widerspruch nicht bemerken, gibt zu denken. Ihre Aktionen fanden große Resonanz, die scharfe Ablehnung, auf die sie stießen, ebenfalls. Von Konsequenzen für die Hass-Fans aber ist so gut wie nichts zu hören. Was tun sie nun am Wochenende ohne Fußball? Sie sollten Zeitung lesen. Dann könnten sie erfahren: Der Milliardär Hopp, den sie so sehr hassen, fördert nicht nur den Klub Hoffenheim, sondern auch das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac. Es forscht nach einem Impfstoff gegen das Corona-Virus, das sogar den Fußballbetrieb und die Hass-Fans lahmgelegt hat. Die Forschung der Hopp-Firma gilt als vielversprechend. Es könnte durchaus passieren, dass Hopps Unternehmen den Impfstoff findet, der das Coronavirus unschädlich und den Besuch im Fußballstadion auch für die Hopp-Hasser wieder ungefährlich macht. Sie stünden dann noch belämmerter da als schon heute. Ob sie das begreifen?

Dieser Beitrag ist eine Übernahme von post-von-horn.de, mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Über den/die Autor*in: Ulrich Horn (Gastautor)

Dieser Beitrag ist ein Crosspost aus "Post von Horn", dem Blog von Ulrich Horn. Wir bedanken uns für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe seiner Beiträge im Beueler-Extradienst.

2 Kommentare

  1. Gert Samuel

    Schöne heile Welt dank Dietmar Hopp, Herr Horn? So reimen Sie sich das alles zusammen und damit ballern Sie voll daneben. Wenn ich etwas von der Fan-Kritik der vergangenen Wochen verstanden habe, geht es dabei nicht um die Person des Dietmar Hopp, sondern Hopp als Symbol für eine Entwicklung im Fußball, die ein großer Teil der Fans ablehnt, und deren Zahl ist jedenfalls größer (zumindest um mich) als die derjenigen, die als “Ultras” den Protest organisiert führen. Hass ist leider in unserer Gesellschaft so verbreitet, dass es unbedingt erforderlich ist, seiner Weiterverbreitung entgegenzutreten und einen Riegel vorzuschieben. Das tun Sie mit Ihrem Kommentar leider gar nicht – im Gegenteil. Differenzieren ist besser als mit dem Vorschlaghammer rumzukloppen.

  2. Ulrich Horn

    Herr Hopp ist kein Symbol, sondern ein Mensch. Einen Menschen ins Fadenkreuz zu bringen, verbietet sich generell, besonders aber unter Sportsfreunden. Wohin es führen kann, wenn Menschen ins Fadenkreuz genommen werden, zeigte sich jüngst unter anderem in Halle und Hanau. Der Profifußball und Teile des Amateurfußballs leben vom Kommerz. Wie sehr, zeigt sich in der Corona-Krise. Sie kann viele Profivereine in die Pleite treiben. Wer den Kommerzfußball nicht mag, sollte nicht zu Bundesligaspielen gehen, sondern zu den Spielen in den Kreisklassen.

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