Doch wer sagts Merkel, Maas und Flinten-Uschi? – Weltweites Impfdesaster
Der Vorteil von Despoten ist, dass mann*frau nur eine Telefonnummer braucht, und glaubt, darüber alles regeln zu können. In Krisenfällen, also wenn der Despot, also nur mal als Beispiel: Erdogan, eine Neuwahl hat, muss die Bundeskanzlerin hinreisen, um ihn öffentlich aufzuwerten, und als “Partner” zu erhalten. Über Kleinigkeiten, wie den Einmarsch in Nachbarstaaten oder die illegale Besatzung des EU-Mitgliedes Zypern muss frau da auch mal hinwegsehen können.
Hauptsache ist doch, dass er Millionen Flüchtlinge einsperrt und festhält. 3 Mrd. € waren dafür aus Sicht der EU ausgezeichnet angelegt. Darüber bestand auf “beiden Seiten” Einvernehmen. Interessen der Betroffenen waren dabei nicht gefragt. Mittlerweile ist auch die gesamte Afrikapolitik der Kolonialmächte Frankreich und Deutschland von diesem paranoiden Denken beherrscht. Und das wissen die Despoten, doof sind sie nicht, natürlich genau. Der marokkanische Feudaldespot محمد السادس بن الحسن ist auch so einer.
Ich vermag kaum aufzuzählen, wieviele Eigentore die EU damit schiesst. Klug wäre, wenn sie den migrationswilligen Menschen legale Wege anbieten würde. Zahllose Menschenleben könnten erhalten werden, kriminelle Industrien würden damit niedergelegt: von Schleppermilizen bis “Küstenwachen”, die heute sogar EU-Förderung erhalten. Funktionierende Migrationsökonomien könnten legalisiert und für die Betroffenen erträglicher gemacht, beide Seiten, ähnlich wie z.B. zwischen Kalifornien und Lateinamerika, könnten profitieren, die Ökonomien der Herkunftsländer durch Transferleistungen der Migrant*inn*en stabilisiert werden. Und “wir” würden von ihnen mehr über die Welt lernen, als viele von “uns” erfahren wollen.
Das Vernageln und Verrammeln wird EU-Europa so zurückwerfen, wie es ihm ansonsten nur durch seine Impfpolitik misslingt. Das angerichtete Desaster ist unbeschreiblich, und z.Z. im ebenfalls von einem Despoten regierten Indien zu besichtigen. Die von der deutschen Bundesregierung diktierte reaktionäre EU-Patentpolitik wird jetzt, auf neuen Höhepunkten einer pharmapolitischen humanitären Krise schwer auf “unsere” globale Geschäftsfähigkeit zurückfallen. Vertrauen wird verloren, kann nur durch Machtausübung kompensiert werden, und verschärft damit das Problem.
Öl- und Gasoligarchien dem Ende nah
Selbst die Internationale Energieagentur (IEA) sieht das notwendige und kommende Ende fossiler Energierohstoffe. Die FAZ verzichtete leider auf einen Link zur Originalquelle, immerhin hat die taz (Bernhard Pötter), was auch bei ihr eine seltene Ausnahme ist, mal einen externen Link gesetzt. Kritisch und fackhundig kommentiert wird die IEA-Studie hier von Wolfgang Pomrehn/telepolis.
Das bedeutet, dass der Reichtum zahlreicher superreicher Emire in wenigen Jahrzehnten ohne Quelle verhungert. Heute noch aktuelle strategische Machtverhältnisse verschieben sich rapide. Statt Kohle, Öl und Gas werden seltene Erden und Metalle die neue Quelle der Superreichen und Mächtigen.
Wie wird EU-Europa dann dastehen? Wird es die Chance nutzen, zum Marktführer des Klimaschutzes zu werden? Nachdem es die Chance zu globaler Impfsolidarität so blindwütig ausgeschlagen hat? Eine notwendige Bedingung dafür wäre, dass die Deutschen sich eine grüne Bundesregierung wählen. Doch welche Strategie werden die haben, wenn die Französinnen (Männer mitgemeint) sich die Grossmutter der AfD zur neuen Präsidentin wählen? Werden Maaßen und Schäuble dann ausgeschickt, um eine neue “Achse” zu bauen? Muss dann Kretschmann mit?
Wird die Welt dann überhaupt mit dem Impfen fertig sein? Sieht nicht so aus.