Wundersame Bahn LXXIII / Der Herr “Lasché”
Was schiefgehen kann, geht schief. Das ist die Devise des Bundestagswahlkampfes … welcher Partei, raten Sie mal. Ein laffer Scherz. Am wenigsten geht schief, wenn mann nichts macht und unbemerkt bleibt. Wenn Sie also heute mal gut unterhalten werden wollen, lesen Sie, was FAZ-Hauptstadtkorrespondent Eckart Lohse über den Wahlkampf der letzten Volkspartei in der Hauptstadt berichtet.
Zur Vorbereitung der Kanzlerschaft des Herrn Lasché plant die Deutsche Bahn, in deren Vorstand sein Landsmann Pofalla amtiert, eine Sprinterverbindung zwischen Köln und Westberlin. So berichtet Peter Neumann/Berliner Zeitung. Dabei kommt der Lasché aus Aachen. Aber das wäre wohl zu viel verlangt für eine Sprinterverbindung. Stattdessen sollen wir in Bonn was davon abkriegen. In erster Linie ist dieser Plan eine offizielle Verachtung des grössten deutschen Ballungsraums, doppelt so gross wie dieser Fleck Berlin mit nichts drumrum, des Ruhrgebiets. Dort ist zwar die neue Emscher fast fertig (ausser in Essen, da sieht sie noch so aus wie immer, und riecht auch so), aber das ist ja kein Grund, dort Züge halten zu lassen. Die pleitesten Städte Westdeutschlands könnten ja welche “bestellen”.
Normal müsste der Herr Lasché sich darum kümmern. Denn im Hauptberuf ist er Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Und wenn ich richtig gelesen habe, braucht er noch ein paar Wähler*innen*stimmen. Im Ruhrgebiet gibts 5 Millionen davon. Aber die hat die CDU schon aufgegeben, wie die Deutsche Bahn.