Wolfgang Storz nimmt Robert Habeck auseinander
Mir war das entgangen. Politiker*innen-Bücher interessieren mich – mit sehr wenigen Ausnahmen – nicht. Schon gar nicht, wenn sie “pünktlich” zu einem Wahlkampf erscheinen, Marketingetöse. Im Schatten des entsprechenden Rohrkrepierers von Annalena Baetbock war mir entgangen, dass der Schriftsteller Robert Habeck ebenfalls ein Werk auf die Gabentische hat bugsieren lassen. Wolfgang Storz/bruchstuecke.info ist das nicht entgangen, und er hat es für mich gelesen. Das sieht nicht gut aus.
Ich muss gestehen, dass ich dieses politische Instinktgefühl bei Habeck schon habe, seitdem er als öffentliche Person bekannt ist. Als Schriftsteller war er mir nie aufgefallen, bis er als Politiker mit dieser Berufsangabe auftrat. Vielleicht hatte ihn ja “nur” die Liebe zu seiner mutamsslich starken Frau Andrea Paluch zu diesem ungestümen Berufsleben verführt. Immerhin scheint ihn das vor den schweren handwerklichen Fehlern bewahrt zu haben, die bei Baerbocks Buch offenbar reihenweise begangen wurden. Nun wird ein – bereits im Zwergstaat im Norden erprobtes – Ministerleben in einem Haifischbecken folgen. Für gute Ehen gefährlich.
Wolfgang Storz, den ich seit er Mitbesitzer des Freitag (bis 2008) war, als guten und klugen Journalisten-Kollegen kenne, gibt meinem Gefühl nun eine empirische Grundlage. Neben dem öffentlichen politischen Handeln Habecks. Meine Sorgen verkleinert das nicht.