Die Klassenfrage unserer Zeit
Seit mehreren Tagen keimte in mir das Bedürfnis, Jacobin zu beschimpfen. Kein Text war mehr öffentlich zugänglich, ohne – wie bei den meisten feudalkapitalistischen Datenkriminellen – seine persönlichen Daten kostenfrei abzuliefern – die harte Währung der Digitalisierung. Heute endlich fand ich zwei Texte zugänglich, die ich Ihrer persönlichen Weiterbildung dringend empfehle.
Paolo Gerbaudo: “Sanchez’ progressive Regierung scheitert an der Wohnungsfrage – Spanien boomt, doch für viele Mieterinnen und Mieter wird das Leben unbezahlbar. Während Pedro Sanchez vor den Immobilienfonds zurückschreckt, wächst der Widerstand – und mit ihm eine neue Mieterbewegung, die sich auf Klassenkampf und Organisierung beruft.”
Dieses Scheitern haben die spanische Regierung und die sie tragenden linken Parteien bekanntlich nicht exklusiv. Hierzulande wird die Brisanz und Explosivität dieses Politiksektors noch konsequenter ignoriert. So erklärt sich die politische Lage dieser Republik, wie sie ist. Das ist keine Gesetzmässigkeit, wie Sie hier lesen können:
Johan Hartle: “Wie das Rote Wien die Wohnungsfrage beantwortete – Im Jahr 1919 eroberten Sozialisten das Wiener Rathaus und gingen neue Wege, um die dramatische Wohnungsnot in der Stadt zu beheben. Das Rote Wien kann auch heute noch als Inspiration für linke Stadtpolitik dienen.”
Wo es dann aktuell um die “Vergesellschaftung in Berlin” gehen soll, rasselt die Datenraub-Bezahlwand von Jacobin wieder runter. Aber hier werden Sie in gleicher Sachfrage geholfen. Und werden von uns nicht gespeichert.
Im ins-eigene-Knie-schiessen will sich die deutsche Linke von niemandem übertreffen lassen.

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