Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Lesebefehle (Seite 17 von 133)

Wo die Milliarden sind

Zu intonieren nach der Melodie dieser vielleicht grössten Künstlerin, die Deutschland jemals dieser Welt geschenkt hat (neben Inge Meysel vielleicht). Warum liegt die AfD in Umfragen vor der CDU/CSU? Weil der heutige Bundeskanzler seine Wähler*innen, nicht mich, nach Strich und Faden belogen hat. Ich wusste es ja vorher. Auch, dass er die AfD vervielfacht statt “halbiert” – war Ihnen das etwa nicht vorher klar? Haben Sie ihn auch schon mal gewählt? Dummheit muss bestraft werden. Weiterlesen

Warum so dumm?

Wir Demokrat*inn*en und unsere Medien

Können Sie es noch hören (oder lesen)? Das Gegreine über die Fiesigkeit dieser und jener Rechten, Faschist*inn*en und all dieser heuchelnden Brückenbauer*innen zu ihnen? Ich nicht. Ich weiss das alles seit 55 Jahren, seitdem ich mich mit 13 begann zu politisieren. In den Jungdemokraten bildete ich mich weiter. Ich versuche mich auch heute permenent weiterzubilden. Vor allem aber über die Frage: warum bauen Demokrat*inn*en, Konservative, Liberale und Linke so viele Unfälle und leisten den Rechten so viel Vorschub? Mit zunehmendem Alter schmerzt es mich körperlich. Weiterlesen

Absehbar

Nichts an der Pflegekatastrophe kommt überraschend – alle wissen es längst

Mit meinem Herzinfarkt konnte ich mich pflegeökonomisch gut weiterbilden. Ohne Deutschlands Migrant*inn*en wäre ich längst tot. Das Krankenhaus, in dem ich erfolgreich und effizient operiert wurde, wäre geschlossen – die dortige Notarztpraxis wurde schon von der Kassenärztlichen Vereinigung des Rheinlandes längst geschlossen. Ergebnis: die Notaufnahme des Krankenhauses wird umso mehr belastet (auch von mir). Zweimal hat die Notrufnummer der KAV 116117 mich absolut fachgerecht dorthin verwiesen. Weiterlesen

Sadisten im Verein

Der deutsche Fussball, der DFB und all seine Vereine haben ein Problem – eine journalistische Arbeit, die wieder niemand bemerken will

Immerhin: der Kicker berichtet auch. Eine Verlinkung zum Original konnte ich jedoch nicht entdecken, obwohl doch erst kürzlich die alte Chefredaktion gefeuert und vom Verlag mit angeblichen Experten für “Digitalisierung” ersetzt wurde. In Wirklichkeit geht es wohl um Ökonomisierung. In der Sache geht es um massenhafte sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, also etwas, wo eine Mehrheit gerne die Todesstrafe und die Klapsmühle zurückwünscht. Aber gleichzeitig die Fakten lieber gar nicht erst wissen will. Weiterlesen

Trump-Schüler*innen und “Märtyrer*innen”

“Märtyrer” im metaphorischen Sinne war ich zweimal in meinem Leben, beide Male aussergewöhnlich erfolgreich. Einmal bin ich mit grosser Öffentlichkeit als Schülervertreter aus der Schulkonferenz zurückgetreten, weil mich das NRW-Schulgesetz seinerzeit zur “Verschwiegenheit” verpflichtete, und die Vorgänge dort mir so skandalös waren, dass ich das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte. Beim zweiten Mal hatte mich ein am rechten Rand der CDU angesiedelter Politikprofessor der Uni Bonn – hinter dem rechten Rand der CDU kam damals nur noch ein Nichts, schöne Zeit – zusammen mit fünf weiteren gewählten Fachschafter*inne*n wegen “Hausfriedensbruch und Nötigung” angezeigt. Weiterlesen

Redford sein?

Ich kenne keine Frau, die nicht um ihn trauert. Vielleicht nur die Heterosexuellen? Weiss ich nicht. “Woher kennst Du ihn so gut?” fragte ich heute eine. Immerhin war er Schauspieler, hat also das Rolle spielen gelernt. OK, ich hatte eine sehr nette und nicht minder attraktive Arbeitskollegin, die wiederum mit seiner Gattin befreundet war. Was sie aus gemeinsamen Skiurlauben erzählte, benannte auch keinen Nachteil. Ob es ihr Blick war? Weiterlesen

Die Wehrlosmacher

Indizien für die gegenwärtige Irrelevanz der Linken

An analytischer Schärfe und Intelligenz fehlt es schon länger. Aber noch mehr fehlt es an der daraus zu folgernden strategischen, bündnis- und organisationspolitischen Intelligenz. Die ist der anstrengendste Teil und wird auch von den kritischsten Geistern gemieden, als wenn sie Angst haben, sich damit zu infizieren. Drei tagesaktuelle Beispiele. Weiterlesen

Ich wäre gestorben

Wundersame Bahn CCXX – Wie gefährlich ist die Bahn?

Freitag brach ich einen Bahnreiseversuch ins Ruhrgebiet ab. Es lag nicht an der Bahn (nur 8 min. Verspätung), sondern an mir und meiner körperlichen Verfassung nach einem Herzinfarkt vor gut 3 Monaten. Vorsicht ist besser als kollabieren. Wie kommichdrauf? Weil ich hier mit ziemlicher Sicherheit den Herztod gestorben wäre, auch ganz ohne mein Borussia-Trikot: Weiterlesen

Verräterisches Agendasetting

Dummheit der Demokrat*inn*en rollt dem Faschismus den Teppich aus

Habe ich dem Aufmarsch des britischen Faschismus in den gestrigen TV-Nachrichten zugeguckt? Nein, habe ich nicht. Mir reicht die heutige NRW-Kommunalwahl. Und zwar völlig. Akutes Warnzeichen: die taz war schon wieder in Gelsenkirchen. Bei der klassisch hauptstadtberlinischen Schlagzeile war das Schlimmste zu befürchten: “Alles guckt nach Gelsenkirchen – Bei der Bundestagswahl holte die AfD dort die meisten Zweitstimmen. Am Sonntag ist in NRW Kommunalwahl. Vertrauen die Ar­bei­te­r:in­nen der SPD nicht mehr?” Weiterlesen

Kein Mitleid

Eine weitere Nachhilfestunde des Fussballs für die Politik

Die von mir hochgeschätzte Kollegin Alina Schwermer analysiert die Bürgerkriegslage beim mich massiv desinteressierenden Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum: “FC Bayern und das Hoeneß-Problem: Ohne Vision aus der Zeit gefallen – Vereinspatron Uli Hoeneß verschleißt beim FC Bayern mit Sportvorstand Max Eberl die nächste Topkraft. Das Problem ist auch eine überholte Klubkultur.” Wie immer analysiert sie völlig zutreffend. Allein bei ihrem Mitleid mit Max Eberl kann ich ihr schon lange nicht mehr folgen. Weiterlesen

Archivpolitik

Wer die Geschichtsschreibung vernachlässigt, tut es auch mit der Zukunft

Mein persönliches Jungdemokraten-, Anti-Apatheids-Bewegungs-, VDS-(= Vereinigte Deutsche Studentenschaften) und Friedensbewegungsarchiv aus dem vorigen Jahrhundert ist dort, mitsamt aller meiner damaligen Zeitschriften-Abos. Nun werden sie 40 Jahre alt: das “Archiv für alternatives Schrifttum”. Viele Freund*inn*e*n aus diesen Bereichen sind seitdem meiner entsprechenden Empfehlung gefolgt. Und alle äusserten sich erfreut bis begeistert über die dort vorgefundene Professionalität. Weiterlesen

„Russland: Ende einer Weltmacht“

Eine Rezension des Buches von Felix Jaitner

Das allgemeine Wissen über die politischen Abläufe und vor allem über die wirtschaftlichen Strukturen und über die innenpolitischen Machtkonstellationen sowie über die Entscheidungsfindungsprozesse in der Regierung Russlands ist hierzulande gering und meist oberflächlich. In der öffentlichen Debatte – verschärft durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine – ist Putin ein diktatorischer Schurke, der autokratisch und seinem ideologisch verbrämten „Imperialismus“ entsprechend entscheidet. In den Medien überwiegend und in der Politik der meisten europäischen Staaten (nicht mehr allerdings von Trump) wird Russland als ein „totalitärer“, „imperialer“ Terrorstaat mit einer gewissenlosen und kriminellen Clique um den mit einem Gewaltapparat (Geheimdienste, Polizei, Armee) herrschenden Putin beschrieben. Weiterlesen

Negative Campaigning

Der “Bärendienst” von Baerbock und Habeck für den NRW-Kommunalwahlkampf

Tierfeindlich will ich hier nicht rüberkommen. Und vorausschicken, dass es in der WAZ-Gruppe einst einen ähnlichen Deal gegeben hat, wie jetzt im faschistennahen Murdoch-Clan. Als die starke und tapfere Anneliese Brost 2010 starb, liess sich ihre Erbengemeinschaft vom Funke-Clan herauskaufen. Dort schwingt jetzt Funke-Erbin Julia Becker das Zepter, und hat ihr Konzernmanagement kürzlich mit abgehalfterten CDU-Männern aufgefüllt. Weiterlesen

Wiener Wunder?

Die Wohnungsfrage ist im real existierenden Immobilienkapitalismus Mittel- und Westeuropas die Klassenfrage unserer Zeit. Immer wieder geht der Blick jener, die Alternativen zur misslichen Wirklichkeit suchen, dabei nach Österreich. Österreichische Freunde, wie z.B. mein alter Journalistenfreund Adalbert Krims, den ich in den 70ern in Bonn kennenlernte, wehren sich mit einigem Recht und profunder Sachkenntnis gegen die Verherrlichung österreichischer Realitäten. Der frühe Aufstieg der dortigen FPÖ, in vielem der deutschen AfD als Vorbild dienend, spricht sehr dafür, dass vieles, was in deutschen Augen glänzt, innen böse morsch geraten sein muss. Wie ist das z.B. mit Alterlaa? Weiterlesen

Ex-Beuelerin ist sauer, sehr

mit Update 6.9., 8.9. und 11.9. = der Schaden ist angerichtet

Regelmässig hätte ich Annika Schneider im Edeka treffen können, weil sie mal hier um die Ecke gewohnt hat. Gelegentlich hörte ich sie im Medienmagazin des DLF @mediasres, dessen Stammhörer ich bin. Ob die dort ihre Hörer*innen alle persönlich kennen? Möglich. Die medienpolitische, und erst recht die medienjournalistische Szene ist so übersichtlich, dass sich eines Tages alle untereinander kennen. Wie in einem übersichtlichen Dorf. Auch die Rollen für Deppen, Rechtsradikale und Nichtsversteher*innen sind irgendwann verteilt und zugeordnet. Aber wer war Bert Donnepp? Und erst recht “sein” Preis? Weiterlesen

Flinten-Uschi und die böse Wahrheit

Angela Merkel hat immer gewusst, dass dieses Verhältnis gestört ist. Sie wollte sie aus dem Bundesverteidigungsministerium weghaben, weil sie dort maximalen Schaden verursachte, mehr, als Andy Scheuer jemals anrichten konnte. Und tatsächlich, das hat Merkel absolut richtig eingeschätzt, konnte sie nicht aufhören. Was soll Martin Sonneborn darüber noch scherzen, wo Sie den Witz lange suchen können? Weiterlesen

Zander ist nur ein Beispiel

Das Ende der Radiokunst ist nah

Dass Hans Conrad Zander vom WDR abgeschoben wird, ist nicht sein materieller Schaden. Er hat ein sehr erfolgreiches Berufsleben gelebt, und ist insofern der seltene Fall von sozialer Gerechtigkeit im Medienkapitalismus. Ich hoffe für ihn, dass er bei seinen Spesenabrechnungen im von Bertelsmann vernichteten Gruner&Jahr-Verlag nicht gespart hat. Den Schaden haben wir Hörer*innen. Wer hört noch Radio? Bin ich einer der Jüngsten, die es noch tun? Heute hole ich meinen über 40-jährigen Sony-Receiver aus der Werkstatt (75 €). In Beuel haben wir noch eine. Weiterlesen

Mörderpack

Im Rahmen meiner Mediendiät umgehe ich weitgehend den breitgetretenen Quark, den die meisten Medien zu Merkels “Wir schaffen das” ausbreiten. Eine Ausnahme habe ich nur bei taz-Redakteur Christian Jakob gemacht, dessen Würdigung jedoch in der Jungle World erschien:

“Blick zurück auf zehn Jahre »Sommer der Migration« und »Wir schaffen das«: Willkommen war gestern – Das Jahr 2015 war in Deutschland geprägt durch den sogenannten Sommer der Migration und den Satz: »Wir schaffen das.« Zehn Jahre später ist von dem Taumel der damals beschworenen Willkommenskultur wenig geblieben.” Weiterlesen

KI vorweggenommen

Künstliche Idiotie wirkt schon als Fantasie

Ich kenne Leute, die meinen heute ernsthaft, “das Internet” habe einstmalige Medienvielfalt kaputtgemacht. Die alten Männer, die das meinen, dokumentieren damit in erster Linie ihr nachlassendes Erinnerungsvermögen. Im real existierenden Kapitalismus hatte Meinungsvielfalt und -freiheit schon unter Rendite- und Profitstreben gelitten, als sich noch niemand Emails ausdrucken lassen konnte. “Enteignet Springer!” wurde 1967/68 gefordert – da hatten viele noch Probleme mit ihrem Matritzendrucker. Wenn sie denn überhaupt über einen verfügten. Weiterlesen

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