Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Politik (Seite 51 von 472)

Linksgewinde weitergedreht

Ein kleiner Hinweis an die unterwürfigen deutschen Rundfunkanstalten: bereits stattgefundene Gespräche und Diskussionen sind transskribierbar. Wahrscheinlich gibt es schon mit entsprechender preisgünstiger KI angefüllte App-Shops bei denen Sie sich bedienen können. Obwohl: sicher ist sicher, wenigstens ein*e Redakteur*in sollte alles nochmal korrekturlesen. Das wäre ein signifikanter konstruktiver Beitrag zur Informations- und Meinungsfreiheit in dieser Republik. Weiterlesen

Digitaler Wochenrückblick 07. Dezember 2025

Marco Rubio, Außenminister der USA ist erzürnt! Sehr erzürnt, die Strafe der EU-Kommission gegen X (vormals Twitter) über 120 Millionen Euro, versteht er als „Angriff auf die amerikanischen Menschen“. Uups, der Blödel meint hoffentlich nur die Nordamerikaner. Elon Musk ist etwas versöhnlicher, spricht von „Bullshit“ – im Gegensatz zu mir, zahlt er das aus der Portokasse – wenn überhaupt. Er legt aber noch einen drauf, denn die EU müsse abgeschafft werden und die „Souveränität zu den einzelnen Staaten zurückübertragen“. Kleiner Querdenker… Weiterlesen

Fachkräfte rein, Facharbeit raus

In Scharen rennen junge, gebildete Menschen aus dem bevölkerungsreichsten Land der Erde auch nach Deutschland. Gleichzeitig lagert ein weiterer deutscher Konzern nach der Güter-Produktion auch die geistige Arbeit nach China aus. Der Autor berichtet aus Dehli.

„Ich komme aus Mumbai (alter Name Bombay)“, antwortet die 30-jährige indische Hautärztin entschuldigend auf die Frage, warum sie ihre neue Heimat Essen weniger mag als Köln. Die bis zu zehn unbezahlten Überstunden pro Woche standen dafür in den Arbeitsverträgen der Praxen in beiden Städten, sagte sie und setzte hinzu: „Aber in Indien waren es noch viel mehr Stunden.“ Weiterlesen

Genug gearbeitet

Die Regierung will 13-Stunden-Tage legalisieren, Gewerkschaften schlagen Alarm – und Studien zeigen: Kürzere Arbeitszeiten machen produktiver, nicht fauler

Wie wollen wir arbeiten? Die Frage danach ist immer auch mit der Frage verbunden: Wie wollen wir leben? Derzeit diskutiert Deutschland wieder einmal die Zukunft der Arbeitszeit – der aktuelle Stand ist: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will das Arbeitszeitgesetz umbauen, weg von der täglichen 8-Stunden-Höchstgrenze, hin zu einer reinen Wochenarbeitszeit von 48 Stunden. Damit wären offiziell Arbeitstage von bis zu 13 Stunden erlaubt. Weiterlesen

Linksgewinde fest

Demokratische Wissenschaft: Ist Martyna Linartas ein gutes oder schlechtes Beispiel?

Die Dame fällt mir schon länger auf. Sie macht einen guten Job. Ihr taz-Interview mit Stefan Reineke und Anna Lehmann (und der Kollege Olschanski) bringen mich drauf:

“Politologin über soziale Ungleichheit: ‘Ich habe die Extreme kennengelernt’ – Ungleiche Verteilung von Vermögen kennt Martyna Linartas aus ihrer Familie. Ein Gespräch über Erben und Gerechtigkeit, Wahnsinn, Neid und die AfD.” Weiterlesen

Britischer Realismus

Im TV-Dreiteiler “The Tower”, verfügbar bis 6.3.26, sind alle gegenwärtigen Probleme Britanniens exzellent dramaturgisch verdichtet. Zum Plot heisst es bei Arte: “Ein altgedienter Polizist und ein junges Mädchen stürzen von einem Londoner Hochhaus in den Tod – ein fünfjähriger Junge und die Polizeischülerin Lizzie Adama bleiben als Zeugen zurück. Sonderermittlerin Sarah Collins wird beauftragt, den Fall zu untersuchen.” Weiterlesen

KI bringt Unruhe

… erhöht aber nicht die Produktivität

Auch wer sich beruflich mit moderner Technik beschäftigt, schaut mit Sorge auf die rasante Entwicklung bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI). Das zeigen die Ergebnisse einer ver.di-Befragung unter Beschäftigten der Branche Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) nach dem DGB-Index Gute Arbeit. Daran beteiligten sich 13.437 Kolleg*innen, davon 65 Prozent aus dem Bereich Telekommunikation, 33 aus der Informationstechnik und zwei Prozent aus der Spieleindustrie. Weiterlesen

Linksgewinde locker

Irgendwie ist langsam eine Schraube locker bei der Linkspartei. Merz kritisieren, sich gleichzeitig bei ihm Anbiedern und ihn stützen, und das dann sozusagen mit der Drohung versehen, ihn zu stützen, und neben diesen Taktikspielchen inhaltlich einem faulen und nicht zukunftsfesten Rentenpaket zustimmen – und damit die Älteren letztlich Schlechterstellen und gleichzeitig die Solidarität mit den Jüngeren ganz aufkündigen – die Partei rast nicht von Sieg zu Sieg, sondern von nicht seriös zu noch unseriöser. Traurig.

Mehr zum Autor hier.

Taumelnd

Kapital frisst Fussball – Männer fressen Frauenfussball

Ach herjeh, wie sie sich über den analfixierten Infantino noch erregen können. Wie viele Jahre ist das Thema schon durch? Für manche ist es noch eine Nachricht, dass der “grösste Sportverband der Welt”, der Deutsche Fussballbund (DFB) eifrig dabei mitmacht. Bei dem war Mitmachen schon immer Tradition. Sportlich, ökonomisch und politisch ist weit spannender, was sich im Frauenfussball tut. Weiterlesen

Die Fußballwunder von Curaçao

Zu den WM-Qualifikationsrunden in Lateinamerika und der Karibik

Durch die Aufstockung der Fußball-WM der Männer auf 48 Teams werden 2026 so viele Mannschaften wie nie zuvor aus Lateinamerika und der Karibik an einem WM-Turnier teilnehmen. Während es bei der letzten WM 2022 sechs Team aus Lateinamerika waren, werden es im Juni/Juli 2026 mindestens acht sein. Hinzu kommen außerdem noch zwei Mannschaften aus der Karibik, die um den WM-Titel spielen. Zudem haben Bolivien, Jamaika und Suriname bei einem internationalen Play-off-Turnier im März in Mexiko noch die Chance, sich für die letzten beiden Startplätze zu qualifizieren. Weiterlesen

Fröhliche Weihnachten mit Melania

Ausnahmsweise hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung etwas Wichtiges mitzuteilen: Wie Melania Trump, First Lady der USA, das Weiße Haus für Weihnachten drapiert. Ihr diesjähriges Motto lautet “Zuhause ist, wo das Herz ist”. Es fragt sich somit, wo das Herz der Präsidentengattin zu suchen wäre. Will die gebürtige Slowenin ihre Heimatlosigkeit beklagen? Oder subtil an Jeffrey Epstein erinnern, dem sie die Integration in ihre neue Umgebung, sprich: ihren Ehemann verdankte. Wie dem auch sei, für das Weiße Zuhause ließ sie 50 Weihnachtsbäume, 200 Meter Girlanden und 55 Kilo Lebkuchen anfahren. Weiterlesen

Bayer, Monsanto und Glyphosat

Täuschen, tarnen und fälschen. Worüber berichtet wird und worüber nicht berichtet wird

I.

Die Bayer AG hat 2018 die Firma Monsanto gekauft, deren bekanntestes Produkt das unter dem Namen „Roundup“ verkaufte Pflanzenschutz- bzw. Pflanzenvernichtungsmittel Glyphosat war. Nicht nur ökologisch Interessierte waren damals erstaunt, weil die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation schon 2015 festgestellt hatte, dass das Mittel „wahrscheinlich krebserregend“ ist. Weiterlesen

Offener Brief

Offener Brief: Solidarität mit Sophie von der Tann!

Derzeit läuft eine Diffamierungskampagne gegen unsere Kollegin Sophie von der Tann, Korrespondentin im ARD-Studio Tel Aviv. Die Anschuldigungen gehen längst über sie als Person hinaus. Auch deshalb stellen wir uns hinter sie.

Wir, das sind Nahostkorrespondenten sowie andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutscher bzw. deutschsprachiger Medien mit Bezug zur Region. Viele von uns berichten seit Langem aus Israel, den Palästinensischen Gebieten und der Region. Weiterlesen

Juristen-Foulspiel für Milliardär*inn*e*n

Roland Appel schrieb eben über Vorgänge im Bundesland Hessen: “Wer die Verteidiger der Demokratie, die für unser Grundgesetz eintreten und eine gesichert faschistische Jugendorganisation gleichsetzt, sendet klare Signale. Die hessische Landesregierung hat sich für den Schutz der Gründung einer neonazistichen Jugendorganisation und gleichzeitig die Kriminalisierung von Demokraten und Verteidiger:innen der Grundrechte entschieden.” Das tun sie nicht nur in Hessen. Sondern alle Bundesländer tun es. An ihrer Medienpolitik sollt ihr sie erkennen. Weiterlesen

Unfähig

Fraktionsvorsitzende einer Regierungsfraktion müssen eine gewisse Grundqualifikation mitbringen. Sie müssen nicht nur reden und überzeugen können, sie müssen ihren Regierungsmitgliedern den Rücken freihalten und die Fraktion “auf Linie” bringen können, sich auf jede und jeden einstellen, sie kennen, um intern Führung zu zeigen. Sie müssen spüren, wie die Mitglieder der Fraktion ticken, wo Risiken liegen und wer “gepampert” werden muss. Sie müssen das Gras wachsen hören und sich nicht zu schade sein, auf jede/n Einzelne/n zuzugehen. Sie sind die “ersten Diener:innen” ihrer Fraktion. Denn die Zeiten der “Zuchtmeister”, wie Herbert Wehner als SPD-Fraktionschef genannt wurde, sind endgültig vorbei. Weiterlesen

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