Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Uncategorized (Seite 2 von 7)

Digitaler Wochenrückblick 29. KW 2025

Stellen wir uns vor, Social-Media würde funktionieren, wie ein wanderndes Plumpsklo. Wenn der Eimer voll ist, kommt es komplett weg, ein neues Loch wird ausgehoben und wir fangen ganz von vorne an. Ganz allgemein hat so ein Plumpsklo tatsächlich mit Social-Media sehr viel gemein. Im alten Rom waren es auch weniger stille Örtchen, sondern eher ein geselliges Beisammensein, es gab gleich mehrere Schusslöcher, ganz ohne Trennwände konnte über Grenzen hinweg philosophiert werden oder übers Geschäft geplaudert, bei Wikipedia nachzulesen.

Leider ist aber Social-Media kein wanderndes Plumpsklo, wir können also niemals neu anfangen und so wird die Weiterlesen

Digitaler Wochenrückblick 27. KW 2025

Mach’s weg, ein Klick genügt: WhatsApp – hinterlässt keine Streifen und befreit nachhaltig von diesem digitalen Völlegefühl.

Macht aber niemand, ist ja nicht so schlimm, haben alle anderen ja auch, ich hab nix zu verstecken, ist doch verschlüsselt. Richtig! Tatsächlich interessiert es Facebook nicht, wenn Schüler ihre Lehrerin KI-gesteuert nackt vor der Tafel tanzen lassen.

Dennoch: wir sollten uns an dieser Stelle die Nordamerikaner zum Vorbild nehmen und WhatsApp verbieten! „Der Verwaltungschef des US-Repräsentantenhauses hat die Mitarbeiter des Kongress Weiterlesen

Digitaler Wochenrückblick 26. KW 2025

Erna“ (Name von der Redaktion geändert), „Erna“ rufe ich, „Was ist das denn für Klopapier?“, und ich höre von meiner Frau (Name von der Redaktion geändert), das sei das neue Klopapier: „das ist viel geschmeidiger und wischt furchentief!“ und ich rufe „ich will aber das alte Klopapier, das riecht anders und fühlt sich besser an!“ und sie: „Du nimmst das jetzt, basta!“ Wenn Erna was entschieden hat, gibt es kein Zurück, also nehme ich das, auch wenn ich es nicht will – naja, geht ja nicht anders.

So fühlt sich das an, wenn Microsoft das neue Outlook reindrückt, ob Windows  oder auch für Weiterlesen

Abwesenheitsnotiz

20.6.-11.7.

Die Anleitungen für eine E-Mail-Abwesenheitsnotiz von Apple sind für mich Doofie zu kompliziert. Darum teile ich Ihnen auf diesem Wege mit: vom 20.6.-11.7.25 lese ich keine Emails, und beantworte also auch keine. Mein Handy habe ich hoffentlich nicht vergessen und dabei. Die Nummer wird selbstverständlich nicht verraten.

Wohnungseinbruchsversuche sind zwecklos. Nichts wertvolles da (ist alles im Keller, Rotwein, Fahrrad von 1998, also älter als der Wein etc.), und Nachbar*inne*n, Hausmeister und Freund*inn*e*n passen auf.

Die Böcke gärtnern

Innenminister Dobrindt hat am Pfingstdienstag eine überraschende Erkenntnis geäußert: Die Zahl der Rechtsextremisten, die der Verfassungsschutz zählt, ist 2024 um ein Viertel auf 50.250 gestiegen – wer hätte das gedacht? Nach einem Wahlkampf, in dem die CDU/CSU reihenweise rassistische und fremdenfeindliche Forderungen der AfD und der Rechtsextremen aufgenommen und enttabuisiert, sogar mit der AfD im Bundestag abgestimmt hat und nun umsetzt – verwunderlich? Weiterlesen

Digitaler Wochenrückblick 24. KW 2025

Ich dachte erst, hübsch, reicht für ein E-Bike, kommt aber besser, ich denke, ein Kleinwagen springt noch raus. Glaubt mir zwar niemand, aber ich habe ein paar Aktien, von Microsoft. Fettes Polster!

So ein Monopol ist eine Geldpumpe, im Grunde unseres Herzens sind wir doch alle kleine Kapitalisten. Alle, die nun vor ihrem Computer brüten und grübeln, wann sie auf Windows 11 umsteigen müssen: zögert nicht! Kloppt die Kohle raus! Weiterlesen

Eine Debatte am Rand der Unmenschlichkeit

Der Deutsche Bundestag hat heute über den Gesetzentwurf der Koalition oder besser das Ansinnen der Union debattiert, den Familiennachzug für Flüchtlinge für zwei Jahre auszusetzen. Die Diskussion machte deutlich, dass es der Union – noch extremer, als schon bei der inzwischen als rechtswidrig per Gericht festgestellten Zurückweisung von Asylgesuchen an der Grenze – hier ausschließlich um symbolische Politik geht. Die Union “gibt die Afd”, ohne die Rassisten und Rechtsextremisten damit befrieden zu können. Weiterlesen

Welche konkreten Ergebnisse gab es denn?

… war die Frage von Moderatorin Ellen Ehni an Friedrich Merz zum Besuch bei Trump im Weißen Haus. Also: 90% der Zeit schwafelte Trump, 10% durfte Merz reden. Er übergab als Geschenk die goldgerahmte Geburtsurkunde von Trumps Opa in der Pfalz. Und er konnte auf Trumps Weltsicht auf den Ukrainekrieg als einer Schulhofprügelei von Kindern entgegnen, dass dabei aber normalerweise keine Zivilpersonen durch Bomben sterben. Ein Desaster nach üblichen Maßstäben, ein “ohne große Fehler durchgekommen” unter den gegebenen Umständen eines Verrückten im Amt. Weiterlesen

Diskurswürdiges Friedenspapier

In der SPD wird – im Gegensatz zu den Grünen, wo das zumindest nicht lesbar ist, außer in internen Foren – noch über Friedenspolitik unter den veränderten Umständen der Lage in Europa seit dem Überfall Putins auf die Ukraine diskutiert. Die SPD-Friedenskreise – Johannes Rau-, Erhard Eppler-, Willy Brandt-Kreis – debattieren über die aktuelle friedenspolitische Situation. Damit haben sie den Grünen etwas voraus, bei denen zwar viele Mitglieder nach wie vor Bauchschmerzen mit der Politik der Bundesregierung und dem Aufrüstungskurs haben, es aber keine qualifizierte außenpoltische Diskussion gibt – abgesehen von der Initiative rund um den baden-württembergischen Minister Winnie Herrmann.  Weiterlesen

Flinten-Uschi – Dä!

Das hat Merkel kommen sehen

Update mittags: der Medienskandal Winterhoff

Martin Sonneborn erzählt der dpa: „Ich bin praktisch tot“. Mit 60. Was soll ich dann sagen? Mir wird er in Erinnerung bleiben. Aber vielleicht erinnert er sich selbst nicht daran, weil seine Mitarbeiterin Claudia Latour die ganze Arbeit gemacht hat. Möglich isses. Denn Flinten-Uschi haben sie ein Bein gestellt, wie es die Ex-Bundeskanzlerin, als sie noch amtierte, vielleicht gerne selbst gemacht hätte. Ging aber nicht, weil sie mit drin hing. Weiterlesen

Die Befreiung vom Faschismus?

Der 8. Mai 1945 wurde erstmalig von Bundespräsident Richard von Weizsäcker als “Tag der Befreiung” von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft bezeichnet. Das war am 8. Mai 1985. Vierzig Jahre hatte es gedauert, bis ein Bundespräsident diese klare Bezeichnung des 8.Mai fand. Seine damalige Rede ist bis heute vorbildlich, er erkannte die Verbrechen der Nationalsozialisten an und machte den Widerstand dagegen zur Pflicht und Normalität. Das war 1985 keineswegs üblich, und schon gar nicht “normal”. Weiterlesen

Endlich Regen

In Beuel jedenfalls. Alle Flachwurzler atmeten auf. Gegen die Dürre reichte es noch nicht aus. Und es soll in absehbarer Zeit auch nichts mehr nachkommen. Was soll das für ein Sommer werden? Rheinpegel Bonn 215cm.

Dem Papst hat es gereicht, Er hat sich Ostermontag verabschiedet. Dazu mehrere Beiträge. “Wer sagts der Tagesschau?”, dass die Mehrheit des Publikums konfessionslos ist. Henning Venske war es mehr als genug: “Me absolvo”. Und André Dahlmeyer ruft aus Argentinien etwas in Erinnerung, was niemand mehr wissen oder gar veröffentlichen will: “Francisco, der Gotteskrieger”. Weiterlesen

Raser, Rinder und Renditen

Finanzskandal erschüttert Uruguays Agrarsektor

Was für ein toller Krimiplot! Ein angesehener Unternehmer kommt bei einem aufsehenerregenden Unfall ums Leben, im Nachgang folgen Enthüllungen über milliardenschwere Geschäfte im rechtlichen Graubereich. Millionen sind in Steueroasen verschwunden, die Behörden haben bewusst weggesehen. Obendrein wird dahinter Geldwäsche für die Narcos vermutet. Das Problem: Es ist kein fiktiver Plot. Vielmehr sind dies Vorgänge, die im Zusammenhang mit dem Kollaps eines großen uruguayischen Agrarfonds stehen. Weiterlesen

Zwangspause überstanden

Eine Störung bei Netcologne, Internetanbieter in der Köln-Bonner Bucht und Aachen, erzwang eine kurze und intensive Digital-Detox-Therapie für mich. Doch hier bin ich wieder. Und das war unser Programm gestern und heute.

“’Gotcha’: wer kommt zuerst?” behandelt geglückte und missglückte PR-Arbeit im aktuellen Wahlkampf.

“Der Wahlakt in Beuel” – so gings zu im Wahlbüro im Beueler Rathaus.

“Doppeltes Recht” von Heiner Jüttner problematisiert das doppelte Wahlrecht bei der doppelten Staatsbürgerschaft.

Helmut Lorscheid kündigt mit “Neue Passanten für Beuel” neue Kunst am Beueler Rathaus/Konrad-Adenauer-Platz an.

Reinhard Olschanski ärgert sich immer noch über das, was er im öffentlich-rechtlichen TV sieht: “Hegemonie isch over – Der Schwanengesang der beiden ehemaligen Volksparteien ist bemerkenswert”. Darüber bin ich hinweg: “ZDF wirbt für ‘Die Linke’ – Aber anders als gedacht”.

“Bildschön” war eine NDR-Doku über zwei Alte Herren und eine Dame im Kreisligafussball: Fin Bartels, Anja Mittag und Erik Durm. “USA verstehen?” ist ein Spielfilmtipp, 20 Jahre alt und immer noch frisch, “L.A. Crash”, verfügbar bis 11.3.

Und jetzt zum Fussball – Champions-League-Relegation.

Rheinpegel Bonn 317cm.

Freundliche Grüße

Martin Bötger

Komödie des Geldes, 9. Dezember 2024: Solo

In dem Moment flog die Tür auf. Drei stämmige Afro-Amerikaner mit Pilotensonnenbrillen standen blitzartig mitten im Raum, wie bestellt und nicht abgeholt. Klaus holte sie ab, bzw. begrüßte den größten von ihnen, den im geblümten Hawaii-Hemd, mit besserem Englisch, als bislang vermutet. Der größte war Louisiana Red. Dahinter stand seine nicht minder raumfüllende Frau und Managerin. Der etwas Schmalere war sein Sohn, der das Tour-Auto fuhr. Wo die Bühne sei, fragte Louisiana Red etwas unwirsch. Klaus zeigte sehr verhalten auf die vier Quadratmeter freie Fläche neben der Theke. Weiterlesen

Komödie des Geldes, 4. Dezember 2024: Raus

Die Kopfschmerzen wurden in der Nacht schlimmer, da half auch kein Kulenkampff mit einem Gedicht von Eugen Roth – etwa das von dem, der sich ein Kotelette briet, bemerkt, dass dieses im missriet, doch da er es sich selbst gebraten, tat er, als wäre es ihm geraten und so weiter – danach erklang ein versöhnliches Chopin-Nocturne als Ohrenyoga zum Sendeschluss und schließlich regierte das Testbild die Mattscheibe mit der akustischen Summe aller möglichen Frequenzen, genannt: Weißes Rauschen. “So muss es wohl im Mutterleib geklungen haben,” war Alwys letzter Gedanke vor dem Tiefschlaf. Weiterlesen

Viele nicht “auf Linie”

Einstellungen und Meinungen zur Aussen- und Sicherheitspolitik in Deutschland: Viele sind nicht „auf Linie“

I.

Das „Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ hat am 25. November die Ergebnisse seiner jährlichen repräsentativen Umfrage zu Fragen von Sicherheit und Verteidigung veröffentlicht.

In den Medien war über diese Studie „Zwischen Kriegsangst und Kriegstauglichkeit“ kaum etwas zu lesen. Am häufigsten transportiert wurde die Botschaft, dass die Mehrheit der Männer im Falle eines militärischen Angriffs bereit wäre, Deutschland mit der Waffe zu verteidigen. Weiterlesen

FDP 10 Prozent? Guter Witz!

Wolfgang Lieb hat es in seinem Artikel aufgezeigt: das “Scheidungspapier” der FDP war der Versuch Lindners, seiner an die Wand gefahrenen Partei so etwas wie das Mäntelchen einer fadenscheinigen Begründung für  ihr von Anfang an  destruktives und asoziales Verhalten in der Ampelkoalition zu verschaffen. Es ist aber – im Gegensatz zum “Lanmbsdorff-Papier” 1982 – nicht in irgendeiner Weise in Einklang mit der historischen Problemstellung zu bringen. Denn diese ist im Gegensatz zu 1982 nicht so, dass der damals westdeutsche Kapitalismus für die Ankurbelung der Wirtschaft aus dem Vollen schöpfen konnte. Damals steckte hinter “Reaganomics” die schon damals falsche Annahme,  wenn die Reichen mehr hätten, ginge es automatisch auch allen besser.  Weiterlesen

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