Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: DFB (Seite 5 von 20)

Korruption – die Rettung des Alten

mit Update 15.12.

Der DFB-Präsident Neuendorf repräsentiert beides: den Entwicklungsstand der politischen Klasse und das Niveau des deutschen Fussballbusiness. Emsig ist er bemüht, das zu zeigen, auch denen, die es gar nicht interessiert. Nach dem sportlichen und politischen Versagen des DFB bei der Fifa-WM wurde eine Krise ausgerufen. Und zwei “Expertenräte”, die sie bewältigen sollen. Die Krisenbewältigung zeigt erst die Tiefe der Krise. Bewältigen wird sie nichts. Weiterlesen

“Experten”-Unwesen

Wie viel Abdankung von Journalismus ist noch zu ertragen?

Der Sportjournalismus ist nur die Avantgarde der Abdankung. Wirtschafts- und Politikjournalismus werden ihm folgen. Auch in diesen “wichtigen” Branchen arbeiten längst mehr und besser bezahlte Menschen in PR-Abteilungen und Denkpanzern (“Thinktanks”), als in unabhängigen Redaktionen. Auch ich selbst habe nie mehr Geld in so kurzer Zeit verdient, wie 2005/2006 als ich mich aus kurzzeitiger Arbeitslosigkeit heraus als Medienberater selbstständig machte. Aber aus aktuellem Anlass noch mal kurz zurück zum Sport. Weiterlesen

Der Kapitalwert sinkt

Das Fussballbusiness in der Moral-Rezession

Der dickste Fisch ist die Champions League der Uefa. Doch er ist nicht mehr frisch und stinkt. Darum hat Sky keine Lust mehr mitzusteigern. Der russisch-ukrainisch-US-amerikanische Oligarch Len Blavatnik (Dazn) hat freie Bahn. Sky hat früher Rupert Murdoch gehört, einem ähnlich widerlichen Oligarchen-Typus. Der hat den Laden aber rechtzeitig verkauft, an den US-Konzern Comcast. Und dort haben sie wohl noch mal alles nachgerechnet. Weiterlesen

Würdiger Repräsentant?

Beim DFB in Doha ging es zu, wie in der Berliner Hauptstadtblase – guter Fussball (ein Mannschaftsspiel!) geht so nicht

PROProfil, Wertkonzept Management GmbH, We Play Forward (“Agentur für Vermarktung im Sport, Social Media und PR”) und BrinkertLueck Creatives (“Werteagentur für gesellschaftliche Kommunikation, Sport und ökosoziale Transformation”), so hiessen nur die prominentesten Bundestrainer*innen, die im WM-Quartier des DFB in Qatar durcheinander quatschten. Weiterlesen

„Ich arbeite lieber in Nordkorea als mit dem DFB“

Die Filmemacherin Cho Sung-hyung hat die deutsche Frauenfußballmannschaft 2011 für einen Dokumentarfilm begleitet. Sie sagt: Der DFB sei intern autoritär strukturiert.

Deutschland ist nach der Vorrunde raus. Nun wird über den Grund für die Blamage debattiert und der Schuldige soll gefunden werden. Es wird über die schwache Mentalität der schwachen Generation gesprochen. Diese sei arrogant und ihr fehle das gewisse, dreckige Etwas, das die Nationalelf unbedingt für den Sieg benötigt. Die Rede ist auch davon, dass es dem Trainer nicht gelungen sei, ein funktionierendes Team zu formen. Hansi Flick sei zu freundlich, er schreie niemanden an … Weiterlesen

Nachwehen

Mit dem Ausscheiden der DFB-Elf hat sich mein sportliches Interesse an der Fussball-WM schlagartig erhöht. Denn ohne eingebauten Nationalismus sind sogar deutsche TV-Anstalten erträglich. So wollte ich gestern sehen, ob dem besten Fussballer der Welt (der Gegenwart) Lionel Messi eine sportliche Krönung seiner Laufbahn gelingen kann (es kann). Käme es zum Finale Argentinien-Portugal hätte ich eine Wette auf ihn laufen. Und darob habe ich gestern glatt vergessen, Ihnen einen Extradienst-Newsletter zukommen zu lassen. Weiterlesen

Teutsche Bayernarroganz?

Ich darf ja nicht über Fußball schreiben, wenn es nach meinem Herausgeber geht, aber ich teste mal die “innere Pressefreiheit” aus. Was haben die Zeitungen und das Fernsehen, das die Gebührengelder statt für guten Journalismus  für diese peinlichen Ballklopper mißbraucht und verschleudert hat, in den letzten Tagen für arroganten Blödsinn geschrieben: Sch’land hatte gegen Spanien unentschieden gespielt und schon tat man so, als wäre es nun ein Kinderspiel, in der WM weiter zu kommen. Weiterlesen

Ist Brinkert schuld?

Die Sündenbock-Suche des DFB nach dem WM-Desaster gestaltet sich kompliziert und vielfältig

Der Werbefuzzi und -berater Raphael Brinkert kam im Extradienst bisher zweimal vor. Das ist quantitativ wenig, war aber immer von hoher Bedeutung. Er war bei der Havarie einer CDU-Wahlkampagne dabei (Europawahl 2019). Und wurde in den dortigen inneren Machtkämpfen zum Sündenbock erwählt. Danach wechselte er die Seite zur notleidenden SPD – beide erlangten 2021 einen Sensationserfolg. Erfolge haben viele Väter. Und Bescheidenheit in diesem Geschäft wäre geschäftsschädigend – so sieht es Brinkert auch. Weiterlesen

Glaubwürdig? Wo?

Die ARD spielt sich bei der WM Knoten in die eigenen Beine

mit Update am Vormittag: Minus 17 Mio.

Sie konnten nachlesen, wie ich das grandiose 1:2 des DFB gegen Japan verbracht habe. Als ich in den Nachrichten das Endergebnis vernahm, konnte ich nicht anders, als die Glotzkiste einzuschalten – ich wollte einfach all die langen Gesichter sehen. Denn für alle, die zu sehen sind, nicht nur “die Mannschaft”, läuft das Geschäft schlecht, wenn der DFB schlecht spielen lässt. Weiterlesen

Boykottstatistik

#boycottqatar2022 habe ich schon gratuliert. In diesem Jahr war diese Bewegung radikaler Fussballfans in der Disziplin Agendasetting die erfolgreichste unserer Republik. Klassearbeit. Hier die Resultate von gestern:

14 h Dänemark-Tunesien: 2,7 Mio. – mit einem 0:0 gerecht bestraft
17 h Mexiko-Polen: 4,1 Mio. – ebenfalls mit einem 0:0 bestraft
20 h Frankreich-Australien: 5 Mio. – 4:1 könnte ein gutes Spiel gewesen sein. Weiterlesen

Die “Helden” von Katar

Was haben sie alle die Backen aufgeblasen, die Funktionäre des DFB, die Finanzmillionäre auf dem Rasen und ihre Büchsenspanner, Wasserträger und Profiteure im Fußballgeschäft. Die “One-Love”-Armbinde wollten sie tragen – nicht etwa die klare Regenbogenbinde, das Symbol von diversem Leben individuellen Freiheitsrechten. “One Love” war bereits eine halbe Distanzierung, ein Menschenrechtlein, denn kein Regenbogen enthält in der Mitte Schwarz, Rosa neben Grün, Knatschblau neben Gelb – auch optisch eine einzige Geschmacksverirrung! Weiterlesen

Schweizer Tatort

Beckenbauer wars (Update 17.11.)

Der Schweizer Tatort wird in der TV-Kritik immer wieder als Schwachpunkt dieser TV-Krimireihe angesehen. Ich halte mich da raus, weil ich zuwenig davon sehe. Aber mein Verdacht ist, dass die Schweizer ihre besten Stoffe gar nicht in diese TV-Krimireihe lenken. Einen davon habe ich gestern auf 3sat gesehen: “FIFA – Das Monster – «Le monstre», das Monster – so nennt der langjährige FIFA-Präsident Sepp Blatter den Weltfussballverband. SRF DOK hat anlässlich der WM-Katar 2022 die Geschichte der FIFA aufgearbeitet.” (Video 92 min; 1 Monat Mediathek). Weiterlesen

Halluzination im Combahnviertel

Drehte die Fifa oder der DFB ein Werbevideo in Beuel?

War das echt? Ich bin mir nicht sicher. Ich trat nach dem Mittagessen aus dem gut besuchten l’Olivo (bis auf einen alle Tische besetzt), nach einem wie immer guten Pasta-Mahl mit einem übergut gefüllten Glas Primitivo. Vor dem Lokal gastiert eine Wanderbaustelle, die die Fahrbahndecke der Rheindorfer Strasse erneuert. Samstag, die Arbeit ruht, alles ist mobil abgesperrt. Und dann sehe ich da was, mitten auf der verkehrsberuhigten Kreuzung Rheindorfer / Kaiser-Konrad-Strasse. Weiterlesen

In der Vorrunde ab nach Hause?

Die Fußball-WM in Katar wirft ihre menschenverachtenden Schatten voraus. Und Regierungen der Demokratien, die FIFA, die nationalen Sportverbände und die Medien verhalten sich, wie bei der Olympiade Hitlers 1936. Gute Miene zum bösen Spiel ist angesagt, um so mehr als der Westen, Deutschland und Europa Katar wegen der Flüssiggaslieferungen zur Kompensation von Putins Aggressorengas brauchen. Allein die Diskussion um die Regenbogen-Kapitänsbinden, wie sie Manuel Neuer und andere tragen, hat deutlich gemacht, dass hier ein ganz foules Spiel droht. Weiterlesen

Online last

Einige schlechte und wenige gute Beispiele für deutschen Onlinejournalismus

Den Beueler Extradienst gibt es jetzt sechs Jahre öffentlich, inkl. nicht öffentlicher Übungsphase 8 Jahre. Geld ist keins geflossen, weder rein noch raus. Es war nicht furchtbar und es ging. Seine grösste Zierde sind die unbezahlten Autor*inn*en, die schreiben, weil sie es für richtig halten und/oder weil es ihnen Spass macht. Mir auch. Umso mehr elendigliche Gefühle überwältigen mich, wenn ich das Treiben der Profis betrachte. Einige aktuelle Beispiele. Weiterlesen

Genauso beschissen

mit Update 13.8.

Skandale in einem Lokalradio kommentieren? Hatte ich bisher keine Lust. Aber wie bei Waldbränden hat es sich schnell ausgeweitet zu einer Debatte über Medien im öffentlichen Besitz. Kein Wunder, die meisten Verlagsmedien in Milliardärsbesitz kacken alle ab, in unterschiedlicher Geschwindigkeit, aber kontinuierlich. Die wollen halt möglichst viel ins Nirwana mitnehmen. Die deutschen Linken und Liberalen waren bisher doof genug, die Grundsatzdebatte über öffentliche Medien zu scheuen oder gar zu ignorieren. Zur Strafe wird sie nun von Rechts aufgezogen. Weiterlesen

17.900.000

“Wie die Nationalfrauschaft Interviews gibt, Fouls weg­atmet, bündig torjubelt, macht Medienschaffenden ein schlechtes Gewissen. Allein für phrasenarme schlaue Statements und die ehrliche Freude an der medialen Wahrnehmung lohnt es sich, nach Abpfiff weiterzuschauen. Und zu ahnen: Je erfolgreicher die werden, desto böser wird das abgeschliffen.” Weiterlesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Beueler-Extradienst | Impressum | Datenschutz

Theme von Anders Norén — Hoch ↑