Ich muss meiner Bewunderung kluger, schöner Frauen an dieser Stelle mal wieder freien Lauf lassen. Sie können ja wegklicken.
Jagoda Marinić
Jagoda Marinić, ich weiss nicht, wo sie die Zeit hernimmt für ihre umfangreiche Kolumnenschreiberei. Nicht alle lese ich, mit dem Verdacht, dass ich ja sowieso ähnlicher Meinung bin. Das gilt auch für das, was sie für die taz am Wochenende über die “Vierte Gewalt” schrieb. Meine Kritik an ihrem Text: genau dieser Begriff ist held*inn*enverehrend übertrieben, also falsch. Die Presse ist nach unserer Verfassung aus gutem Grund keine Staatsgewalt, deren Gewalt geteilt werden muss. Sie ist “nur” grundrechtlich geschützt, also ganz im Sinne von Marinić’ ansonsten voll zutreffenden Text, in ihrer ganzen Gefährdung eine schöne Aufgabe für einen wohlverstandenen Verfassugsschutz, der dafür nicht im geringsten als Geheimdienst agieren müsste (und dürfte).
Hazel Brugger
Hazel Brugger hat in FAZ-Autorin Katharina Teutsch, einer gestandenen Kulturwissenschaftlerin, ein Groupie gefunden, die ihrer Bewunderung freien Lauf liess. Ich bin selbst Bewunderer, und mache mir gelegentlich Sorgen. Die Frau ist erst 25! Was soll noch kommen? Ich weiss von Jürgen Becker, wie lange der als damals schon etwas älterer Mann nach seinem ersten Soloprogramm-Hammer “Biotop für Bekloppte” brauchte (7 Jahre), um sich an ein Folgeprogramm zu trauen. Diese Schweizerin dagegen wirkt öffentlich so schmerzfrei, wie ich es kaum für möglich halte. Es gibt an jedem Menschen nichtöffentliche Seiten.
Barbara Siebeck
Eine dolle Geschichte gabs Samstag in der SZ wieder von Willi Winkler. Er erinnert an die kurzlebige Zeitschrift “Twen”. Ich war noch zu klein, habe nur die Titelbilder in den Zeitschriftenauslagen bewundert. Und zur “konkret” erst gegriffen, als Gremliza den bekloppten Röhl entmachtet hatte, wodurch dort auch die nackten Frauen verschwanden. Aber dass Barbara Siebeck, die Witwe von Wolfram, dort ihre berufliche und politische Jugend verbracht hat, das war mir trotz meiner Kochbücher entgangen. Ich verdächtige die Dame, eines der genussvollsten Leben verbracht zu haben, das menschenmöglich führbar ist. Ein Vorbild für alle Hüftknochen-Präsentatorinnen ihres Berufsstandes.
Sibylle Berg
Meiner Verehrung für Sibylle Berg habe ich hier schon mehrmals Ausdruck gegeben. Dieses Mal blieb ich hungrig. Sie gab der SZ-Wochenendbeilage ein ganzseitiges Interview, das mir unzugänglich blieb. Die Zeitung im Bistro beim Essen zu lesen, ist mir zu unhandlich, und je nach Beleuchtung am Platz als Sehbehinderter mittlerweile zu anstrengend. Online ist der Text leider eingemauert. Schade.