Kürzlich hatte ich hier eine Idee für das Parteiprogramm der Verbotspartei vorgestellt. Deutsche Öffentlichkeit erregt das ja leider kaum. Und unsere tolle Regierung hält ihre Waffenkunden auf der arabischen Halbinsel für “Anker der Stabilität”. Im Mediengeschäft ist herrschende Meinung, dass komplizierte Politikstrukturen nicht vermittelbar seien. Es gehe nur über klare Konfliktkonstellationen und Personalisierung – z.B die tapfere, schöne junge Frau gegen den fiesen, hässlichen italienischen Innenminister.
Nun naht auch Hilfe für uns Rüstungsexportgegner*innen: die mit dem Herrn Muhammad Bin Raschid Al Maktoum zwangsverheiratete jordanische Prinzessin Haya Bin Al Hussein ist abgehauen. Natürlich nicht zu den Eltern in Jordanien, die sie nach Dubai verkauft haben, sondern mglw. ausgerechnet nach Deutschland, den tapferen Waffenlieferanten ihres gewalttätigen Gatten. Ihr ist mehr Erfolg zu wünschen, als Herrn Maktoums Tochter aus einer seiner zahlreichen anderen Ehen, Latifa Bint Muhammad Al Maktoum – die hat er in einer aufwendigen verbrecherischen Aktion wieder eingefangen.
Ich vermute ja, das gibt beim Aussenminister in seinem yellowpresserfahrenen Zuhause ein – hoffentlich reinigendes – Gewitter, Sozialdemokraten bleibt halt nichts erspart. Frau Wörner, viel Erfolg!