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Fußballfans machen fit

Das Beste an diesem Fußballwochenende waren die Fanproteste. Hier gibt es eine schöne 10-teilige Fotostrecke der SZ aus den Stadien, die mir heute morgen sehr geholfen hat, bester Stimmung in den Tag zu starten. Hier dazu die dpa-Meldung aus der FAZ. Der von der Financial-Times-Deutschland gekommene Spiegel-Kolumnist Thomas Fricke weiss sie intelligent und treffend gesellschaftspolitisch einzuordnen. Es sind leider nicht viele, die das können.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger@extradienst.net

3 Kommentare

  1. Roland Appel

    Ja, die Banner wurden auch erfreulich kritisch. Leider wird das Corona-Virus der neuen Kommunikation einen Strich durch die Rechnung tragen. Nachdem Spahn heute empfohlen hat, dass alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abgesagt werden sollen wird es wohl auch die Bundesliga treffen. Entweder Soiel vor leeren Rängen oder Ganzabsage. Das Argument, dass an der freischen Luft in den Stadien die Ansteckungsgefahr weit geringer ist, als z.B. bei Chorproben, im Karnevals-Schunkelsaal oder in Fitnesscentern, wo gemeinsame Atemluft tief eingeatmet wird, Besonders skurill: Desinfektionstrupps, die im Freien Mittel versprühen. Nach dem Virologen Virchow zerfallen die Viren im Freien unter Wind, Regen, UV-Strahlung nach spätestens vier Stunden….
    Am schlimmsten, dass der FC wahrscheinlich so schnell keine Gelegenheit erhält, in seiner derzeitigen Superform M’gladbach zu schlagen…SPAHN is schuld!

  2. Martin Böttger

    Da das Fussballbusiness den weltweiten Terminkalender einhalten, und damit in erster Linie die Kapitalzirkulation,weiterlaufen lassen will; ist von sog. “Geisterspielen” auszugehen: wichtigster Geldgeber ist sowieso das TV. Die Virusverbreitung wird dadurch in die Pay-TV-Kneipen verlagert – und damit beschleunigt. Je enger der Raum, umso mehr Virus – voller Bus oder volle Fussballkneipe ist da egal. Die Schweiz ist rigoroser und konsequenter. Da muss sich der Fussballterminkalender nach der Regierungspolitik richten, und nicht umgekehrt. Hierzulande soll dann ein Oberbürgermeister gegen die grössten Arbeitgeber seiner Stadt vorgehen.

  3. Der Maschinist

    Ich glaube mit dem Bus, Zug oder der Straßenbahn zum Stadion zu fahren ist das größere Ansteckungsrisiko im Vergleich zur Teilhabe an der Veranstaltung im Stadion… Aber wie auch immer solche Spiele da ausgehen mögen – in dem Punkt bin ich ganz heftig anderer Meinung als der geschätzte Fußballfreund aus der Stadt mit der großen Bahnhofskirche – Geisterspiele an sich verschieben die Kräfte innerhalb (beileiben nicht nur) des Fußballs ganz ehrheblich. Die Konzerne mit hohem Anteil an (Pay-)TV Vermarktung werden zwar Verluste machen, doch im großen und ganzen in ihrer Existenz nicht in Frage gestellt. Einnahmen von zahlenden StadionbesucherInnen sind aber die Haupteinnahmequelle für alles von der 2. Bundesliga abwärts… und da wird es ganz schnell eng, wenn Gehälter nicht mehr gezahlt werden können… ganz wie im “richtigen Leben”: Die großen bleiben groß und die kleinen werden verschwinden – oder müssen sich einen Hurensohn suchen, der den Laden übernimmt.

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