Und: USA / Geheimdienste&Djihadismus
Woher kommt der – weltweite! – Verschwörungsglaube gegen Impfer und Big Pharma? Die Antwort ist einfach: daher, dass sie erwiesenermassen bereits grosse Verbrechen, wer mag kann sie auch als Verschwörungen bezeichnen, begangen haben. Wer also Impfungen mit Impfstoffen global aufgestellter Pharmakonzerne durchsetzen will, ist besonders begründungspflichtig. Die Latte liegt höher: für die Fachlichkeit der Begründung, wie für den kommunikativen Transport derselben. Es sind für mich derzeit nicht viele zu erkennen, die diese grundsätzlich lösbare Aufgabe bewältigen.
Peter Decker/telepolis beschreibt eingängig die staatsmonopolistischen Tendenzen zur Ökonomisierung der Impfpolitik. Seine politische Herkunft von der Zeitschrift Gegenstandpunkt ist für mich Anlass, sie intellektuell nur mit “spitzen Fingern” anzufassen. Die Vorläuferorganisation dieser Zeitschrift und dieses Verlages galt zu meiner Unizeit als Camouflage-Gründung des Inlandsgeheimdienstes, um den linken Organisationen Personal und intellektuelle Potenziale abzusaugen. Die sog. “MGs” waren gekennzeichnet von neunmalkluger Besserwisserei, die dem kapitalistischen Staat eins sicher garantierte: absolute Folgenlosigkeit in der politischen Praxis. Ob diese damalige Analyse dieser Sekte heute noch stimmt, weiss ich nicht. Sie war mir nicht mehr wichtig genug, das weiter zu verfolgen. Mittlerweile sind so viele unwissend nachgewachsen, dass ich diese Erläuterung an dieser Stelle in diesen unübersichtlichen Zeiten für erforderlich halte.
USA
Jörn Schulz/Jungle World lotet die ökonomischen Reformperspektiven einer zukünftigen Biden-Administration aus. Passende Ergänzung dazu ist Thomas Panys/telepolis Analyse zu den Aussichten einer Wiederaufnahme des Atomabkommens mit Iran, die gegenwärtige Akteure nach Kräften zu erschweren versuchen.
Geheimdienste&Djihadismus
Matthias Jakubowski/Jungle World beschreibt auffällige Parallelen zwischen dem jüngsten Wiener Attentat und dem Berliner vor vier Jahren. Ich kann in diesem Gefüge zwischen Wien und Berlin nur raten: vergesst mir den Fritsche nicht! Es geht immer wieder um Täter, die “den Sicherheitsbehörden gut bekannt” waren, und Verschwörungstheorien nahelegen, dass Geheimdienste die Djihadistenkreise so infiltrieren, dass sie mit ihnen spielen können. Das eskalierende Kriegsgeschäft nützt beiden; sie gewinnen jedes Mal Ressourcen hinzu.
Meine Befürchtung ist eher, dass ihnen das viel zu viel Intelligenz unterstellt, und es, wenn mann und frau es so will, es schlimmer ist: sie sind so dumm und bräsig (und damit das Geld ihrer Auftraggeber*innen in keiner Weise wert), dass das alles unter ihren Augen vorbereitet werden kann, und sie merkens nicht …. Aber wer braucht sie dann? Wofür?
Vielleicht dafür?