Wegen unzumutbarer Wetterbedingungen – ein herzlicher Dank an alle, die trotzdem gearbeitet haben – die ich aus gesundheitlichen Gründen konsequent bestreiken musste, haben Sie einige Tage, knapp eine Woche, keine Newsletter des Extradienstes erhalten. Ich will Sie nun nicht mit einer langen unübersichtlichen Liste der in dieser Zeit erschienenen Texte quälen. Einen Geamtüberblick können Sie sich hier selbst verschaffen. Hier meine subjektiven Hervorhebungen zur vergangenen Woche:
Christoph Habermann wirft die zentrale Verfassungsfrage der gesellschaftlichen Gegenwart unserer Republik auf: “Eigentum verpflichtet – Das Grundgesetz ernst nehmen – Eingangsstatement zum ‘Forum Sozialstaat’ beim ‘Generationentreffen’ des Radikaldemokratischen Bildungswerks e.V. am 27. Juni 2026 im Gustav-Stresemann-Institut Bonn”. Derselbe Autor zu einer fehlgeleiteten deutschen Mediendebatte: “‘Entbürokratisierung’ – Gegen den Schutz von Mensch und Natur . Die ‘Leopoldina’ schlägt wissenschaftlichen Alarm”.
Carla Siepmann/netzpolitik zu den Meta-Brillen: “Who’s your Big Brother?” Chris Köver/netzpolitik zur Social-Media-Verbotsdebatte: “Expert*innen-Kommission schlägt Alternativen zum Social-Media-Verbot vor”. Constanze Kurz/netzpolitik zur Palantir-Debatte: “Grüne: Palantir nein, Datenanalyse ja”. Zur Debatte um KI/AI: “Die Abschaffung des Denkens – Menschenhass/Selbsthass ist das Leitmotiv des ‘modernen’ Faschismus”.
Und hier die beste Mediathekperle: “Britischer Bullenrealismus – Eine preisüberhäufte harte Polizeiserie wird vor jugendlichem Anblick geschützt.”
Unser Gastautor Henning Venske hat uns sein Schreiben an den Westend-Verlag, in dem u.a. das von mir häufig zitierte overton-magazin erscheint, zur Weiterverbreitung überlassen. Es lautet so: “Moin Markus – dass Dein Verlag in seinem Newsletter Reklame für Herrn Poschardt macht, ist schon schlimm genug. Dass diese Reklame als Überschrift Erich Mühsams wahrscheinlich berühmteste Zeile missbraucht – Sich fügen heißt lügen +++ Das von vielen heiß ersehnte und bereits vor Erscheinen viel diskutierte neue Buch von Ulf Poschardt ist nun da: Bückbürgertum ist seit Montag im Handel und hat einen fulminanten Start hingelegt – das ist haarsträubend und unentschuldbar. henning”.
Der Rheinpegel Bonn ist gesunken auf 132cm. Einzelne Schiffe sind bereits auf Grund gelaufen. Das Ökosystem des Flusses ist gefährdet. Ist das wichtig?
Freundliche Grüße
Martin Böttger

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