Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

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Flüchtlingsaufnahme in Afrika / Sky, Comcast, Murdoch

Christa Schaffmann referiert in der Jungen Welt die Prognosedebatten: wieviele Afrikaner*innen wollen nach Europa? Zwar streiten sich Wissenschaftler*innen, in der Sache ist die Debatte aber spekulativ. Nicht spekulativ ist, wie viele Flüchtlinge bisher aufgenommen wurden: Uganda 1,35 Mio., Sudan 906.000, Äthiopien 889.000, Subsahara-Afrika allein rund 6 Mio.

“Zeitenwende” im deutschen Profifussball

(der Herren) Das sieht nicht gut aus. Krieg vernichtet jede Sicherheit, auch die Planungssicherheit. Zwischen der Deutschen Fussball-Liga, dem Kartell der 36 Vereine der 1. und 2. Liga, und dem Sportstreaminganbieter Dazn, dem Medium des ukrainisch-russischen-US-amerikanischen Oligarchen Blavatnik, ist Krieg. Der gewöhnlich aus Frankfurter Fluren bestens informierte Sportchef der FR Jan Christian Müller formuliert es so: “Gerade sieht es aber verdächtig danach aus, als sei das Tischtuch zwischen DFL und DAZN nicht nur zerrissen, sondern […]

Warum will die DFL “Sky” retten?

Die eingebetteten Medien verhalten sich verhältnismässig ruhig, und werden durch den Bundesligaspielbetrieb beschäftigt und abgelenkt Darüber hinaus sind alle besoffen von der Tatsache, dass demnächst fast die Hälfte der Bundesligisten in der sog. “Champions” League mitspielen, bzw. vor allem: mitkassieren darf, und Uefa-Milch-und-Honig sich über den deutschen Profifussball der Herren und seine angeschlossenen Anstalten ergiesst. Wenig beachtet bleibt, dass die zahlenden Anstalten und das Vereinskartell DFL sich den Krieg erklärt haben.

Schlechte Nachricht für die DFL

Überteuerte TV-Rechte am deutschen Profifussball der Jungs bringen alle Beteiligten in Bedrängnis Die Deutsche Fussball-Liga, die jüngst mit einer extrem knappen Abstimmung pro Einstieg von Investor*inn*en u.a. Haifischen die Fussballfans brüskiert hat, bemüht sich derzeit um die Kapitalabsicherung ihres überteuerten Spielbetriebs. Keine leichte Aufgabe. Ausser im irren Brexit-England gibt es kein Land auf der Welt mehr, in dem das Grosskapital bereit ist, (noch) mehr in dieses Business zu investieren als bisher. Die wichtigste Einnahmequelle sind […]

Dealer

Weitgehend unbemerkt, selbst von der Sportöffentlichkeit, findet derzeit wieder eine spektakuläre Pokerpartie zwischen privaten und öffentlichen TV-Konzernen um die TV-Lizenzen für Spiele der Deutschen Fussballliga (DFL) statt. Die haben zuletzt stark an Wert verloren. Jede Saison geht seit Jahrzehnten gleich aus, weil die sportliche Konkurrenz durch Kapitalüberlegenheit ausgeknipst ist. Und in der Corona-Pandemie hat sich das deutsche Fussballkartell zusätzlich über alle Maßen blamiert und schmerzfrei präsentiert.

Menschenrecht Weltmeistersein

Wer sich vor der Welt abschliesst, kann nicht gewinnen Mein Amüsement wird jedes Mal gefördert und befeuert, wenn “Doitschland” schlecht Fussball spielt. Jetzt ist es mal wieder so. Spätestens seit 1974, die meisten aber schon seit 1954, sind deutsche Medien weit mehrheitlich der Ansicht, dass Weltmeistersein für Deutsche das Selbstverständlichste von der Welt ist. Wenn es dann mal nicht so ist, wie 1958, 1962, 1966, 1970, 1978, 1982, 1986, 1994, 1998, 2002, 2006, 2010, 2018 […]

Panik der Fussballbosse

Wenn der Spielbetrieb der Bundesliga endet, spielen sich im deutschen Fussbalbusiness die wahren, die entscheidenden Dramen ab. Mit objektiver Information durch deutsche Medien müssen Sie dabei nicht rechnen. Die sind Teil des Problems. Ihr Interesse, die Sache aufzublasen, ist verschwindend gering. Die Fakten könnten die (Fussball-)Bevölkerung verunsichern und beunruhigen. Der Kern des deutschen DFL-Problems, ihrer – dank aufmerksamer “Ultra”-Aktionen – nicht mehr verborgenen Investoren-Panik ist: die gemolkene Kuh scheidet still und leise dahin.

Peak überschritten

Der Profifussball der Herren in der Überproduktionskrise Die Nachricht ist weit bedeutender als die Frage, wann Marco Reus wieder Tore schiesst. Das Kartell der deutschen Profifussballvereine, die Deutsche Fussball-Liga (DFL), hat ihren ersten Postcorona-Wirtschaftsreport vorgelegt. Benjamin Fischer, Westerwäldler wie unsere Oberbürgermeisterin, hat ihn gelesen, und in der FAZ eine der wenigen Presseveröffentlichungen dazu geliefert. Ergebnis: es ist nicht geworden, wie es früher einmal war.

Abstieg?

Welche Relevanz wird der Fussball noch haben? Deutschland hat bei der Qatar-WM eine negative Sonderrolle gespielt. Unter dem Druck der hierzulande besonders kritischen Fanszene (#boycottqatar2022), hat sich der Deutsche Fussballbund (DFB) sportlich und politisch nach Strich und Faden blamiert. Während Frankreichs Präsident Macron im Finale publikumswirksam mitfiebern durfte – mutmasslich von Qatar so inszeniert, weil es in Frankreich volle Narren- und Investorenfreiheit geniesst, und mutmasslich die politische Klasse im Portemonnaie verstaut hat – musste sich […]

Sperrmüll

Die moralische Insolvenz des Profifussballs hat ganz materialistische Folgen in der Medienindustrie Heute morgen war vor meiner Haustür Sperrmüll. Ziemliches Getöse wie immer, mit dem abschliessenden Lärm der Müllabfuhr. Auch in München-Unterföhring steht noch was auf dem Bürgersteig herum: ein Pay-TV-Sender, zufällig der grösste Finanzier der Deutschen Fusballliga (DFL), die den Spielbetrieb der ersten und zweiten Bundesliga betreibt und sich daran ungehemmt zu bereichern versucht. Profifussball und Pay-TV sind in Deutschland zwei Geschwister, die beständig […]

Der Kapitalwert sinkt

Das Fussballbusiness in der Moral-Rezession Der dickste Fisch ist die Champions League der Uefa. Doch er ist nicht mehr frisch und stinkt. Darum hat Sky keine Lust mehr mitzusteigern. Der russisch-ukrainisch-US-amerikanische Oligarch Len Blavatnik (Dazn) hat freie Bahn. Sky hat früher Rupert Murdoch gehört, einem ähnlich widerlichen Oligarchen-Typus. Der hat den Laden aber rechtzeitig verkauft, an den US-Konzern Comcast. Und dort haben sie wohl noch mal alles nachgerechnet.

Sport ist Gewalt

Leistungs- und Profisport ist potenzierte Gewalt Die #metoo-Bewgung hat gelehrt, wie massives Machtgefälle Gewalt hervorbringt, gemäss der Klassengesellschaft immer von oben nach unten. Oben sind meistens mächtige reiche Männer. Unten nicht immer, aber oft, unterlegene Frauen. Mit #metoo haben sie sich neuerdings solidarisiert und ihr selbsterworbenes PR-Knowhow endlich mal zur Anwendung gebracht. Aber ihr Weg ist noch weit, wie der Mediensport derzeit vorführt, in dem sich nicht nur Schwule wie im Gestern und Vorgestern fühlen, […]

Erpressbarer Kanzler?

Weglassungen erregen meine Aufmerksamkeit Gestern lief auf ARTE eine Wirecard-Dokumentation (halbes Jahr Mediathek). Zweifellos sehenswert. Interessante Zeug*inn*en aus aller Welt. Doch irgendwas erregte mein Missfallen. Die Musik, wie immer, vor allem am Schluss. Der Versuch eine Dokumentation dramaturgisch in eine Held*inn*engeschichte zu verwandeln? Produzentin Gabriela Sperl, geboren in Bad Godesberg, hatte in ihrer Zeit vor ihrer Selbstständigkeit, als sie beim Bayrischen Rundfunk Fernsehspiel-Verantwortliche war, mit einer “Süßholz-Offensive” für TV-Filme öffentliche Prominenz gewonnen.

Schönschwätzer

Haben Sie Olympia geguckt? Ich zum ersten Mal in meinem Leben nicht. Abgesehen von Rom 1960, da war ich 3. Keine Livesekunde, weder nachts noch morgens. Die TV-Anstalten, die unser Haushaltabgabengeld dieser Veranstaltung und ihrem dubiosen Veranstalter hinterhergeschmissen haben, behaupten nun “aber der Marktanteil” sei besser gewesen als in Rio 2016.

WM-Boykott ist machbar

Dass politischer Sportprotest zunehmend choreographiert erscheint, ist nicht zwingend schlecht. Die Glaubwürdigkeit einer von Verbänden und Werbeagenturen, einem inzestuösen System, ausgedachten Inszenierungen ist naturgemäss begrenzt. Es zeigt aber, dass selbst diese selbstreferentiellen Systeme grosser Kapitalzirkulation nicht völlig unabhängig von unserer Welt hier draussen agieren können. Sie müssen emanzipatorische Kämpfe, die an Durchsetzungskraft gewinnen, von #metoo über Black Lives Matter bis zur Klimabewegung rezipieren, und die Klügeren versuchen sie, so gut sie es können, zu inkorporieren. […]

Er ist alt und braucht das Geld

Und: Paolo folgte Diego / Fußball abschalten? – passiert schon! Das habe ich an Francis Ford Coppola – neben seinen genialen Filmen – immer bewundert: wie er die profitgeilen Hollywood-Bosse lang gemacht hat. Es ist neben der Herstellung von Filmen die grösste Regisseur*innen*kunst: der Kunst den Sieg über Rentabilitätsrechnungen zu verschaffen. War es unter diesen Vorzeichen Glück oder Pech? Bei “Der Pate” gingen Kunst und Profit eine glückliche Beziehung ein. Darum “mussten” drei Teile hergestellt […]

Trump&Murdoch sind auseinander

Und: Fußball als Event verschwindet In ihrer Paywall berichtet die FAZ über das Zerwürfnis zwischen dem 89-jährigen Medientrump Rupert Murdoch und seinem langjährigen im Vergleich zu ihm geradezu jugendlichen Donald. Für was-mit-Medien-Leute, sofern sie Kompetenz besitzen, ist das keine Überraschung. Es wundert eher, wie lange Murdoch ihn stark machte. Ein Murdoch-Biograph soll behauptet haben, der Greis sei noch imstande gewesen, Trump realistisch für einen “Idioten” zu halten – spätestens seit dessen desaströsem Umgang mit der […]

Wankende Riesen

Das dicke Ende kommt noch. Die Wirtschaftskrise, die auf die Coronakrise folgt, wird gewaltig sein. Erste Zeichen sind schon zu erkennen, während das Virus noch gar nicht weg ist. Die kleinen Zusammenbrüche sind überall sichtbar, aber werden von der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, weil sie – aus volkserzieherischen Motiven? – (noch) nicht breitgetreten werden. Das Eiern der Ministerpräsident*inn*enkonferenz mit der Bundeskanzlerin, und die hier und hier spürbare Erregung des rechtschaffen-ehrlichen Bodo Ramelow (Die Linke), verraten, […]

Fußballstadien abreissen

Logische Folge der Abschaffung des “12. Manns” – Neue Begrünungs- und Wohnungsbaupotenziale Bei Sky in München haben sie zurecht Angst um ihre Arbeitsplätze. Sie gehören seit einiger Zeit dem Comcast-Konzern in den USA. Der ist nicht so reaktionär-missionarisch gepolt, wie der Vorbesitzer und Trump-Buddy Rupert Murdoch (88), und also “nur” an Profit interessiert. Das ist für abhängig Beschäftigte immer gefährlich. Also prahlen sie mit gut 3 Mio., die gestern Fußball geglotzt hätten. Mager.

Pokerernst

Als Kind habe ich beim Westerngucken gelernt: Pokern ist kein Spiel. Es endet meistens mit einer Schiesserei, oft mit Todesopfern. Als ich das einmal bei einem Jungdemokraten-Schülerseminar in der Jugendherberge Münster ironisch brach, mit Klopapierblättern (!) statt Bargeld als Einsatz, folgte, in prophetischer Weitsicht auf heutige Zustände, ein Hausverbot. Das war Ende der 70er Jahre. Jetzt ist die Zeit, in der überall – unter Ausschaltung demokratischer Öffentlichkeit – um die Ausgangspositionen für die Post-Corona-Zeit gepokert […]

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