Volker Wissing war einer der Architekten der Ampel-Koalition. In seiner Heimat Rheinland-Pfalz hatte er eine Blaupause, wie diese Konstellation gut funktionieren kann. Im Bund wurde das Modell vom Egomanen Lindner mutwillig zerstört. Weiterlesen
Volker Wissing war einer der Architekten der Ampel-Koalition. In seiner Heimat Rheinland-Pfalz hatte er eine Blaupause, wie diese Konstellation gut funktionieren kann. Im Bund wurde das Modell vom Egomanen Lindner mutwillig zerstört. Weiterlesen
Es ist schon auffällig, wie oft man Christian Lindner in der Nähe von Crashsituationen findet. Wo er ist, da ist Abbruch im Gang.
Die Nähe zum Crash und der gezielte Absprung – das exerziert er nun schon zum vierten Mal durch. Als politisches „Bambi“ und junger Möllemannschüler verließ er das IT-Unternehmen, dessen Geschäftsführer er war (man stellte „Avatare“ her, also Kunstfiguren für die Internetspielewelt) – wenige Monate vor der Insolvenz des Unternehmens und war fein raus. Weiterlesen
Der „Beleidigungskünstler“ Tony Hinchcliffe, der mit seinem Auftritt bei Trumps Wahlkampfveranstaltung in New York für einiges Aufsehen sorgte, zeigt, wie eine lässige und „coole“ Faschisierung auf den Weg kommt. Die unterste Schublade des Rassismus nicht wutschnaubend herausgebrüllt, sondern dem Publikum in scheinbaren Zufallssätzen und Versprechern schmackhaft gemacht. Gute Analyse dieser Art des „Humors“, von dem erste Ausläufer auch schon in der deutschen Comedy-Welt angekommen sind, heute in der SZ (Paywall).
Zahlreiche namhafte Wissenschaftler veröffentlichen gemeinsam in „BioScience“ einen weiteren, sehr dramatischen Warnruf in Sachen Klimakrise. Die Sprache, in der sie warnen, gehört zur heftigsten, die man aus seriöser Wissenschaft überhaupt hören kann. Weiterlesen
In der Politik gibt es Menschen, bei denen viele sagen: Er/sie hat zwar eine andere Meinung, ist aber trotzdem nett. Das ist manchmal der Anfang von langen Freundschaften.
Kaum jemand im inneren System kommt allerdings so richtig gut mit Scholz aus. Und auch drüber hinaus finden ihn nicht so viele richtig nett. Das Gleiche gilt für Merz. Da sind nicht gerade Obersympathen an der Spitze von Union und SPD. Zudem können sich beide auch wechselseitig nicht riechen. Oft bewiesen. Schwierige Situation. Weiterlesen
Einmal mehr übernimmt Merz ein rechtspopulistisches Narrativ, um den politischen Gegner niederzumachen.
Mal unabhängig davon, dass ich Lindgren, Kästner oder Ende als KinderbuchautorInnen für nicht unwichtig in der Literatur erachte, erscheint mir Merz´ Sprecherposition selbst als ziemlich brüchig. Weiterlesen
Indem Woidke androhte, das Schiff zu verlassen, wenn die SPD nicht stärker werde als die AfD, hat er alles auf diese besondere Konfrontation ausgerichtet. Das ging für ihn selbst auf. Denn Landtagswahlen gehören zu den stark personalisierten Wahlen. Ein bekannter und beliebter Kandidat kann unabhängig von den sonstigen politischen Orientierungen der Wählerschaft überdurchschnittlich viele Stimmen für sich ziehen. Genau das steht für Woidke nun auf der Haben-Seite. Weiterlesen
Der Ex-CSU-General Blume hat recht, wenn er der Union davon abrät, die AfD beim Thema Migration „überstinken“ zu wollen. Der jahrelange Versuch von Seehofer, genau das zu tun, hat die AfD seinerzeit aus einem Umfragekeller wieder nach oben geholt. Weiterlesen
Wer als Kind zu den Kämpfen von Muhammed Ali aufgestanden ist, für den waren die 3.00 MEZS heute morgen bei Trump/Harris keine so schwere Übung. Schwer verdaulich war eher – wie allerdings auch zu erwarten – das Auftreten Trumps. Weiterlesen
Sozialpolitik ist ein besonderes Politikfeld. Es ist vom Umfang her riesig groß, auch was den Anteil am Staatshaushalt angeht – die Etats sind mit einigem Recht ziemlich groß. Auch die Politikmenschen, die sich hier engagieren, bilden eine eigene „Spezies“, die man irgendwie schon von weitem erkennt. Ich denke an Karl-Josef Laumann, Regine Hildebrandt, Norbert Blüm oder ganz früher an Marie Juchacz von der SPD. Weiterlesen
B. Höcke erschien nicht zur Hauptwahlkampfdebatte im TV und viele rätselten, was Sache ist. Er habe schlecht geschlafen, sagte sein Einspringer. Na ja, Schlaf und Freizeit werden vielleicht überschätzt? Wir wissen relativ wenig über das AfD-Personal. Wir haben diese VertreterInnen noch nie unter harten politischen „Wettkampfbedingungen“ gesehen. Weiterlesen
Die Wagenknecht/Lafontaine-Partei ist nicht „links“, sondern agiert faktisch als Vorfeldorganisation der AfD. Ihr könnte das gelingen, was einzelnen, sehr weit rechts stehenden Ideologen in der Union bisher nicht gelungen ist, nämlich die Brandmauer zur AfD einzureißen. Unter der Losung „Die Dinge differenziert sehen“ bereitet Wagenknecht das Feld für eine Kooperation mit der AfD. Ganz abgesehen von der Phalanx der Putinversteherei, die von Wagenknecht über Lafontaine, Schröder und Kretschmer bis Höcke und Weidel reicht. Hier breitet sich eine Psychologie des Autokratismus aus. Bedrohlich. Weiterlesen
Nachdem ich nun viele Jahre studiert habe: Philosophie, Politik, Literatur und, ach, sogar Musikwissenschaft, möchte ich doch auf diesen diesen Clip von James Taylor hinweisen. Was man kritisch dazu sagen könnte, ahne ich schon. Weiterlesen
Sehr wahrscheinlich ist es, dass die ukrainische Armee nach Westen (nach links) vorstoßen wird, um auch die Orange umzeichnete Fläche zu besetzen. Das ist leicht möglich, weil im Norden davon ein relativ breiter Fluss liegt, über den nur drei Brücken Richtung Süden führen. Die erste davon ist bereits zerstört. Weiterlesen
Hillary Clinton machte 2016 mit der Losung: „When they go low, you go high“ gegen Trump Wahlkampf. Das war nobel und in der besten Tradition einer demokratischen Auseinandersetzung. Die Beleidigungen der Gegenseite mit Vernunft und Argumenten beantworten: Lobenswert – aber im Fall von Trump leider erfolglos. Nun taucht bei den Demokraten it Blick auf Trump das Wort „weird“ auf, die wohl mildeste Form, jemanden als irgendwie außerhalb von Vernunft und argumentativer Logik stehend zu bezeichnen. Weiterlesen
Jetzt, in diesem Moment, sind wahrscheinlich ca. 50 Privatdetektive – oder wie immer man diese Menschen nennen soll – unterwegs, um jedes skandalisierbare Detail aus dem Leben von Kamala Harris auszukundschaften. Die Ergebnisse werden wir dann bald in den Trump-Reden vorgeführt bekommen.
Wir sind hier auf dem denkbar primitivsten Niveau des Politischen angekommen. Alle, die gerade „Those about to Die“ (an allen Litfasssäulen beworben) über den römischen Populismus gesehen haben, sollten dessen eingedenkt sein – dass es immer noch eine Spur primitiver geht: Trump! Weiterlesen
Trumps Problem in diesem Wahlkampf sind die Wähler der Mitte, die seine hetzerische Sprache ablehnen. Die könnte er nun als „geläuterter Friedensengel“ zu erreichen versuchen. Das ist zwar gegen sein dunkel-triadisches Naturell (Narzissmus, Macchiavelismus, präklinische Psychopathie), aber man wird sehen, wie weit seine Schauspielkünste reichen. Jemand anderen zu spielen als „sich selbst“, also das, was tief eingelebter Habitus ist, kriegen meist nur wirkliche Schauspieler hin. Weiterlesen
So sprechen führende Mitglieder der Jugendorganisation von Melonis Partei, wenn sie vermeintlich unter sich sind:
„Die Juden sind eine Kaste, sie machen ihr Geld wegen des Holocausts. Es gibt zu viele von ihnen. Ich verachte sie als Rasse, denn objektiv sind sie eine Rasse. Es gibt die arische Rasse, es gibt die jüdische Rasse, es gibt die schwarze Rasse.“ Weiterlesen
Wer die Übertragung mit Simultanübersetzung gesehen hat, bekam Bidens Probleme mit seinem Alter nicht so drastisch mit. Da war auch sein großer Kompetenzvorsprung gegenüber Trump zu sehen – eine Umstand, der in den Debatten über die Debatte nur eher am Rande auftaucht. Weiterlesen
Kevin Kühnert, der kein ganz Dummer ist, hat ein Wort geprägt, das ihn auf seinem Karriereweg nun lange begleiten wird: „Kontaktschande“ – was für eine Semantik!? Weiterlesen
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