Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Bonn (Seite 10 von 31)

Wer hängt hier wen ab?

Wundersame Bahn CLXXXII und Bonn

Im Generalanzeiger ist ein Kommentar erschienen, den ich aufgrund der fabulösen Paywall und des Ausfalls meines Paywallbohrers nicht in seiner vollständigen Differenziertheit zur Kenntnis nehmen kann. Der Teaser – nicht zwangsläufig von der Autorin selbst formuliert – lautet so: “Kommentar zur Bahn-Infrastruktur: Bonn als abgehängte Stadt – Bonn · Der Beueler Bahnhof ist schon für den Nahverkehr unzumutbar, aber erst recht für Fernreisende, die eher ein Gepäckstück mehr dabeihaben. Bonn präsentiert sich Bahnreisenden als abgehängte Stadt, findet unsere Autorin.” Das ist zugleich richtig und falsch. Weiterlesen

Bauernschlau Straftaten begehen

Die gegenwärtigen Bauernproteste sind genauso daneben, wie der “Streik” der niedergelassenen Ärzte nach Weihnachten 2023. Die Streiterei um den Argardiesel ist uralt und die Subventionen, die die Bauern kassieren, sind grenzenlos und unberechtigt. Ihre Ansprüche, die sie äußern, sind maßlos. Keine andere Berufssparte hat im vergangenen Jahr von Gewinnsteigerungen um durchschnittlich 16% profitiert, der Bauernverband selbst feiert das beste Jahr der Geschichte. Weiterlesen

Die schlechten Nachrichten

SZ ruft zu den Waffen – Wundersame Bahn fährt immer weniger – Wohin mit Ihrem Geld?

Die schlechteste Nachricht zum Jahresende ist gewiss diese, von der Florian Rötzer/overton nur der Überbringer ist. Die SZ lese ich nicht (Paywall), und Stefan Kornelius würde ich aus gesundheitlichen Gründen selbst ohne Paywall nicht lesen. US-Militärkoalition gegen Huthis riskiert Eskalation, Bundesmarine soll auch dabei sein – Bis auf Bahrain hat sich bemerkenswerter Weise kein arabisches Land angeschlossen. In der SZ wird gegen die Huthis, die irgendwie mit ‘Putin, Hamas und ihren schiitischen Ziehvätern’ unter einer Decke stecken sollen, der Einsatz militärischer Gewalt gefordert.” Weiterlesen

Wie die “Ampel”

Unanständige Heckenschütz*inn*en im Bonner Stadtrat

Niemand ist gezwungen mit ihm einer Meinung zu sein. Ich arbeitete noch für die Grüne Stadtratsfraktion, als die Grünen nach Bewerber*inne*n für seinen Job suchten. Eine Bonner Ampelkoalition unter OB Dieckmann war eine Amtsperiode zuvor noch an der Besetzung dieses Jobs zerbrochen, als die Oberbürgermeisterin persönlich es ablehnte, dieses zweifellos wichtige Amt durch eine*n Grüne*n besetzen zu lassen. Als Helmut Wiesner dann Jahre später gefunden war, waren erstmal alle froh. Mir war noch, als ich im Job war, nicht entgangen, dass innerhalb der Grünen selbst, wie bei allen anderen Stadtämtern auch, sofort nach Amtsantritt Gemotze gegen die Person begann. Denn immer gibt es viele Leute in den “eigenen” Reihen, die meinen, dass eigentlich sie selbst den Job viel eher verdient hätten. Weiterlesen

Hafencity-Odeur in Beuel

Schiffe dürfen sich mit Treibstoffen fahren lassen, die vermutlich keine Zulassung für Müllverbrennungsanlagen bekommen dürften – Sondermüll, besonders gefährlicher. Als die schöne Hafenstadt Hamburg die Luxuswohnungen in ihrer Hafencity errichten liess, mit diesem unbezahlbaren Blick auf das Wasser und sein lustiges Treiben, da keimte unter den sich ansiedelnden Millionären schnell der Wunsch nach Landstrom. Und da Hamburg nach Einschätzung eines Mannes mit schlechtem Erinnerungsvermögen “nicht gegen die Elbchaussee” regiert werden kann, wurde das von der Hamburg Port Authority auch zügig erledigt. Ja, das geht. Weiterlesen

Hofexperten im GA

Die heutige Preisfrage: Warum veröffentlicht eine an sich angesehene bürgerliche Tageszeitung wie der Bonner General-Anzeiger eine Promi-Story über fünf Spalten mit dem Titel: „Gerüchte um Liebesaffäre der Königin“. Heute so geschehen. Es handelt sich um die spanische Königin namens Letizia (aus dem lateinischen: die Freude) – ein schöner Vorname übrigens, freilich in der Bundesrepublik nur einige hundert Mal als Vorname vergeben, was, so viel ist sicher, nicht an der Ampel liegt. Weiterlesen

Kunst im Bonner Raum

Im real existierenden Kapitalismus gibt es immer wieder Ökonomiegenies, die sich darauf spezialisieren, öffentliche Kassen zugunsten privater Profite zu leeren. Öffentliche Verwaltungen sind so verarmt und intellektuell ausgedünnt, dass sie sich mit billigen Mitteln ausnehmen lassen. Bauunternehmer tun das, Immobilienspekulanten. Und auch in der Branche des Schönen, Wahren und Guten, also der Kultur, gibt es solche Experten. Auch bei uns in Bonn hat das immer wieder gut funktioniert. Meistens verbindet sich das mit dem Akteur Walter Smerling. Weiterlesen

Nix geht mehr

Cyberangriff in Siegen

In den Verwaltungen von Siegen und den benachbarten Kreisen und Gemeinden geht seit Wochen nichts mehr online. In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 2023 gab es einen Ransomware-Angriff auf die die Südwestfalen-IT (SIT) den dortigen Online-Dienstleister der Kommunal-Verwaltungen. Auf heise-online wurde vermutet, dass die die Cybergang “Akira” dahinter steckt. Weiterlesen

Klares Denken

“Es ist lächerlich, dass wir nicht in der Lage sind, klar zu denken.”

Diesen Satz finden Sie in einem Interview, das Amy Goodman und Juan Gonzales/Democracy Now/telepolis mit Marione Ingram, einer jüdischen Friedensdemonstrantin und Holocaust-Überlebenden führten: ‘Nie Wieder’: Holocaust-Überlebende verurteilt Gaza-Bombardierung, verlangt Frieden – Bundestag gedenkt Pogromnacht. Jüdin Marione Ingram erzählt vom Hamburger Bomben-Horror. Warum sie Biden mitverantwortlich macht für Gaza-Tote.” Weiterlesen

Verdreifachung der Reisezeit

Wundersame Bahn CLXX – Zwischen Duisburg und Düsseldorf

Dass die Bahn bauarbeitet, auch und gerade am Wochenende, ist gut und bemerkenswert. Mein Vater gestern beim Anblick von Gleisarbeiten an der Essener Stadtbahn: “Guck’ mal, eine Baustelle, an der gearbeitet wird.” Der gute Mann ist 91. Und selbst ich muss mich immer wieder fragen, welche segensreichen Folgen solcher Bauarbeiten ich überhaupt noch erleben werde. Wir in Bonn haben jeden Glauben an die S13 schon fahren lassen … Weiterlesen

50 Jahre UN-Mitglied

Vor 50 Jahren, am 18. September 1973, trat die Bundesrepublik Deutschland den Vereinten Nationen bei. Mittlerweile ist sie zu einem einflussreichen Mitgliedsland und wichtigen Beitragszahler geworden. Aufgrund der Teilung Deutschlands und der Einbindung der beiden deutschen Staaten in unterschiedliche Bündnissysteme hatte es bis 1973 keine Chancen für einen Beitritt zu den UN gegeben. Entweder die Westmächte oder die Sowjetunion hätten einen Beitrittsantrag der BRD oder der DDR mit ihrem Veto im Sicherheitsrat blockiert. Weiterlesen

Worte und Gedanken in Bilder verwandelt

Er verwandelte Worte und Gedanken in Bilder – Abschied von Hans-Georg „Aldi“ Aldenhoven (1960-2023)

Wenn es jemanden gab, der das Gesicht der ila geprägt hat, dann war es Hans-Georg Aldenhoven, den alle nur Aldi nannten. Über mehr als 20 Jahre hat er nahezu jede Titelseite der ila gestaltet und war in der Zeit unser aktivster und produktivster Layouter. Als er Ende der Achtzigerjahre zur ila kam, war er in der linken Szene Bonns bekannt wie ein bunter Hund. Wann immer es für eine Veranstaltung einer Initiative ein Plakat oder ein Transparent zu machen gab, hieß es, „Fragen wir doch Aldi“. Weiterlesen

Slowfood-Magazin über Bonn

Das Slowfood-Magazin hat Ira Schneider Bonn und das Ahrtal bereisen und beschreiben lassen. Und was soll ich sagen: wir in Beuel haben noch mal Glück gehabt. Bei uns ist es nämlich schon voll genug, jedenfalls so lange die Bürgersteige hier überall mit Autoblech vollgerümpelt sind. Und Frau Schneider hat um unseren schon viel zu gentrifizierten aber ansonsten lebensfreundlichen Stadtteil einen ausreichend grossen Bogen gemacht. Weiterlesen

SWB-Chef – 373.000 Euro im Jahr

Die Bonner Stadtwerke – und nicht nur die – haben finanzielle Probleme. Bedingt durch die Ausfälle in Folge des 49-Euro-Tickets. Die Fahrpreise sollen um 10 Prozent erhöht werden. Gleichzeitig erhält der Chef der Stadtwerke Olaf Hermes 400.000 Euro im Jahr, macht 33.333,33 im Monat. Marco Westphal, Arbeitsdirektor und Geschäftsführer der Stadtwerke-Holding erhält 294.000 im Jahr, davon 49.000 als erfolgsabhängige Tantieme. Anja Wenmarkers Geschäftsführerin der Stadtwerke Bonn Verkehrs GmbH, bekommt 265.529 Euro im Jahr. Weiterlesen

Lob der Stadtverwaltung

Nachtschicht beim Emails-beantworten zum Verkehrschaos auf Gehwegen

Neulich an der Kreuzung Rheindeich/Kaiser-Konrad-Str./Prof.-Neu-Allee: aus jeder Richtung ein Fahrrad. Ich das Einzige, das eine Abbiegeabsicht nach links vom Rheindeich in die Kaiser-Konrad-Str. anzeigt (= ausgestreckter Arm). Eine*r biegt rechts ab, eine*r biegt links ab, nur eine*r fährt geradeaus. Ich überquere die Kreuzung als Letzter. Das ärgert mich nicht. Was mich ärgert ist, wenn eine*r seine Abbiegeabsicht nicht anzeigt. Radfahrer*innen regen sich zurecht auf, wenn Autos das nicht oder zu spät tun (in der Kurve statt vorher). Weiterlesen

Immer humorloser

Sonneborn & Lucke / Open Source & Geld

Die sexuelle Orientierung von Martin Sonneborn MdEP kenne ich nicht. Darum weiss ich auch nicht, ob es daran liegt. Aber die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen ruft in meinem Inneren ähnlich aggressive Reflexe auf, wie Sonneborn sie von sich artikuliert. Ein Rätsel bleibt für mich, warum er dafür ein asoziales Netzwerk nutzt, aber nunja, ein Medium berichtet. Weiterlesen

Karin Robinet – sie wird fehlen

Als ich sie kennenlernte, es war in den 90ern als Bonn noch Hauptstadt war, nahm ich sie eher als anstrengend wahr. Sie arbeitete in der Bundestagsfraktion und vertrat auch innergrün die dort vorherrschenden Positionen, ich war im Kreisvorstand und Mitarbeiter von Roland Appel, und zählte mich zu den Linken in den Grünen. Ich meine auch heute noch, dass “links” und “rechts” markante Unterschiede bezeichnen – da löst sich überhaupt nichts auf, solange die Klassengesellschaft existiert. Und die wird in der Gegenwart noch extremistischer, als sie jemals war. Weiterlesen

Beschleunigung

Was geht schneller: Beethovenhalle sanieren oder Linie 66 beschleunigen? – Wundersame Bahn CLXII

In der Politbranche, der ich selbst in meinem Berufsleben angehörte, hiess eine Weisheit, “Grausamkeiten” immer am Beginn einer Wahlperiode zu begehen, auf dass sie zum Wahltermin nicht mehr in Erinnerung seien. Ich wäre allerdings auch dafür gewesen, die einfachen Dinge, die jede*r im Alltag schnell bemerkt, und deren symbolischer Wert darum nicht zu unterschätzen ist, sofort anzupacken. In der Kommunalpolitik ist nun Halbzeit. Weiterlesen

Müssen ist schlecht fürs Spielen

Die deutschen Fussballerinnen dürfen nachhause. Ob sie wissen, dass das Wetter hier genauso schlecht ist? Die richtigen Gesichter dafür machten sie schon während ihres 1:1 gegen Südkorea – immerhin nicht verloren wie die Jungs 2018. Die Welt zieht an unserem Land vorbei, auch die des Frauenfussballs. Dass es die Fussballgrossmächte Italien und Brasilien auch erwischt hat – um einen Pfostentreffer fast auch die Titelverteidigerinnen aus den USA – ist kein Trost. Weiterlesen

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