Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Medien (Seite 19 von 261)

Perlen des Tages

Gestern: Schwarze Boxer und Käse

Ursula Trüper hat eine schöne kleine Geschichte geschrieben: Black History Month: Der wirkliche Mister Amerika – Schwarze Boxer waren in den USA stets eine Provokation für die rassistische Mehrheitsgesellschaft – und Vorbilder für den Kampf um Gleichberechtigung”. Schade eigentlich, dass die in ein paar Tagen in einem Paywall-Archiv verschwindet. Und einen schweren Fehler habe ich entdeckt, in Fussnote 18. Weiterlesen

Den Reichtum wahren!

Nachrichten aus Nordrokea

Mein guter alter Freund deng-ma-mit hat in unserem Kloster gu-lag-um-deng Aufnahme gefunden. Dies ist verständlich: er hatte sehr viele falsche Informationen geglaubt und deshalb seinen Pfad verloren. An seinem Beispiel kann man sehen, wie gefährlich die ausländischen und boshaften Falschmeldungen auf einen kleinen Teil unseres Volkes wirken können. Weiterlesen

Kameras retten nicht – nur Menschen

Trauer um Serkan C. – Wundersame Bahn CCXLII

Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Ich kriege immer zuviel, wenn ich mehr oder weniger prominente Nasen sehe, die sich vor Tagesschau-Kameras stellen, um Trauer zu demonstrieren (oder zu simulieren). Mehr Respekt habe ich vor solchen, die handeln. Dazu ein paar Vorschläge – wobei offenbleiben muss, ob sie diesen Mord/Totschlag/Unfall verhindert hätten. Kameras jedenfalls nicht. Weiterlesen

Niemand will das sehen

Der Profifussball (der Herren) hat seine Grenzen längst erreicht

Da habe ich ja nochmal Glück gehabt. Hätte die Bundesregierung sich in der WM-Boykottdebatte konstruktiv positioniert, hätte das in meinem Inneren tiefe Verunsicherung ausgelöst. Muss ich meine Meinung überdenken, wenn Friedrich Merz sie teilt? Keine Gefahr. Obwohl: dass die Bundesregierung ihre Position durch eine Staatssekretärin mitteilen lässt, die keine*r kennt, zeugt nicht von kollektiver Selbstsicherheit, sondern dokumentiert: “niedrig hängen!” Niedriger geht es kaum. Weiterlesen

Toxische Norweger

Derzeit findet Norwegen Eingang in deutsche Nachrichtensendungen. Ein Tuppes aus dem dortigen Königshaus soll versucht haben, Jeffrey Epstein nachzumachen. Da hat er sich offenbar verhoben und steht nun vor Gericht. Gut so. Hat er als vorgeblicher Erwachsener vielleicht zu viel “Exit” geglotzt? Möglich ist das. Dort ist zu sehen, wie norwegische TV-Produzent*inn*en sich das Leben junger Männer aus der herrschenden Klasse vorstellen. Hier und hier von mir nach der deutschen Erstausstrahlung rezensiert. Weiterlesen

Dr. Clarissa Vogler: Tulpen im Januar

Manchmal bekomme ich Texte zur Durchsicht, nichts was die Welt bewegt. Selten fällt es aus dem Rahmen, erstaunt oder erheitert. Um so irritierter war ich, als mich eine Bekannte, von der ich sehr lange nichts hörte, fragte, was ich von einer Liebesgeschichte halte.

Nichts natürlich, es wäre allerdings unhöflich genau das zu sagen, ohne es zu kennen. Also stöbere ich in der Kurzfassung über die ersten drei Kapitel. Sehe sie vor mir, brünett, nicht groß, nicht klein, eine Brille auf der Nase, ein strenger Blick – in der Gesamtkomposition eher spröde – fernab der Zeilen, die ich vor mir habe. Weiterlesen

Die “Autismus”-Pandemie

Eine gefährliche Falle für die bürgerliche Demokratie

Gestern korrespondierte ich mal wieder mit einem guten politischen Freund über die grassierende sinkende Medienqualität. Ich erwähnte einen US-Korrespondenten der SZ, und zwar einen Gutwilligen, der eine landesweite Mobilisierung für millionenstarke Anti-Trump-Demos nicht bemerkt hatte, und eine Woche vorher von einem gemeinsamen Freund darauf hingewiesen werden musste. Hier in Beuel kannte ich das Thema schon einen Monat lang. Ich mache dem Kollegen keinen Vorwurf – obwohl: objektiv ist es schon einer. Die Arbeitsverdichtung ist weit fortgeschritten, die Verlegerclans sparen die Redaktionen nieder, die Allgemeinbildung wird nicht besser … Und der Gute ist ja kein Einzelfall, sondern Repräsentant eines verbreiteten Problems. Weiterlesen

Der Straßenbahninstandsetzer

Lukas Lorenz — 33 Jahre, Schreiner bei den Kölner Verkehrsbetrieben – Wundersame Bahn CCXLI

“In der dritten Generation bin ich Schreiner in meiner Familie. Wie mein Opa und mein Vater. Und genau wie sie arbeite ich auch bei den Kölner Verkehrsbetrieben. Zu uns in die Hauptwerkstatt im Stadtteil Weidenpesch kommen alle Straßenbahnen mit schweren Schäden und zu größeren Inspektionen. Wenn ich um 6 Uhr 45 in der Werkstatt ankomme, teilen wir im Team die Arbeiten auf. Aktuell baue ich eine neue Theke für den Museumshop. Das macht mir großen Spaß. Weiterlesen

Dienstagnacht: Kino-Oldies

Ist die Gegenwart nur eine Operette? – Früher war nicht alles besser, aber manches

Zuerst, und eh ichs vergesse, möchte ich der vielleicht besten deutschen Schauspielerin der Gegenwart Corinna Harfouch zu ihrem Ausstieg aus dem “Tatort” gratulieren – ein weiser Entschluss. Selbst der Laienzuschauer (und auch die Zuschauerin) erkennt längst die Kürzung der Drehtage, von den Drehbüchern ganz zu schweigen. Wenn die ARD diesen Fehler bemerkt, wird es zu spät sein. Derweil erreicht die Epstein-Affäre den Chef der nächsten Olympischen Spiele (L.A. 2028) und den Tony-Blair-Spezi Peter Mandelson. Überraschungen sind was Anderes. Einfacher wäre eine Liste derer, die damit nichts zu tun haben … Hier meine Tipps, wie Sie von alldem nicht belästigt werden. Weiterlesen

Digitaler Wochenrückblick 01. Februar 2026

Es gibt kein Überleben, ohne das Böse. Microsoft selbst verzweifelt an der miesen Qualität der eigenen Angebote und verspricht Besserung, wie The Verge”  herausgefunden hat. Allerdings nur das, was technisch daneben geht, zum Beispiel bei den Zwangsupdates und weiteren Pannen, die bei fast jeder Umstellung Notfall-Updates erzwingen. Zwischendurch bleiben Drucker auf der Strecke, die Netzwerkverbindung lahmt und nicht zuletzt haben sie es wieder bis zum Blue-Srceen-Of-Death”  gebracht – rien ne va plus, nichts geht mehr. Im geschäftlichen Umfeld der Horror, privat gehört das zum Leben eines Beta-Testers. Weiterlesen

Ähnlich schlechte Gefühle

Der kritische Fanjournalismus erarbeitet sich eine Feldüberlegenheit

Seit Monaten fällt mir auf, dass die engagiertesten Fussballfans gegenüber dem Profifussball (der Herren) einen kritischeren Blick pflegen, als die, die eigentlich dafür bezahlt werden. Die Journalist*inn*en arbeiten in ihrer Mehrheit lohnabhängig. Und von denen ist wiederum die Mehrheit bei oligarchisch geführten Medienkonzernen angestellt, die die ökonomischen Ernährer dessen sind, was dargestellt werden soll. Das bedeutet, der Profijournalismus zum Profifussball ist klassisch eingebettet. Und nicht frei. Und alle, die was davon verstehen, haben es längst gemerkt. Weiterlesen

Die Fallen des Agendasetting

Einige Fragen zur Medienkompetenz derer, die das heute beruflich machen

mit Update “Hausaufgabe”

Jeden Sonntag ärgere ich mich aufs Neue, dass das Radioprogramm meiner Wahl in seinen Nachrichten das Agendasetting des zwischen CDU und AfD sich positionierenden Springerkonzerns übernimmt. Vermutlich, weil sie wie immer dpa-Meldungen vorlesen. Dabei können sie auch anders. Marc Mölders: Die Weltverbesserer: Wie Organisationen um die Lösung großer Krisen konkurrieren – Die Welt ist voller Krisen und Probleme. Zugleich gibt es zahlreiche Organisationen, die sich als Problemlöser präsentieren. Sie alle konkurrieren um Aufmerksamkeit, Ressourcen und politische Energie. Aber was tun die genau?” Sehr interessant. Einerseits. Weiterlesen

Faktenbasierte Kommunikation zur Arbeitsmoral

Der Bundeskanzler sieht in der Telefon-AU den Grund für zu viele Tage der Arbeitsunfähigkeit, an denen die dringend benötigen Produktivkräfte nicht produzieren. Auch der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung pflichtet bei: „Merz hat völlig recht: Deutschland hat im internationalen Vergleich einen sehr hohen Erkrankungsstand.“ So ist die Ausgangslage. Im Raum steht die Vorstellung, viele Arbeitnehmer in Deutschland blieben der Arbeit fern, ohne Rechtfertigung, die Ärzte schrieben zu schnell und zu viel krank und die telefonische Arbeitsunfähigkeitsmeldung sei der relevante Treiber dieser Situation. Weiterlesen

Am Wochenende gehts

Aktuelle Probleme meiner Mediendiät

Linda Bresonik, Fussballweltmeisterin 2003 und 2007, ist in ihrer alten Heimat Essen öffentlich aufgetreten. Und mein Paywallbohrer funktionierte wieder nicht. Ihre grössten sportichen Erfolge errang sie, als die Mehrheit des Publikums noch gar nicht wusste, dass es leistungsstarken Frauenfussball gibt. Ich dagegen verehrte sie schon, als sie im Mittelfeld Regie führte. Erst später wurde sie zur offensivstarken Aussenverteidigerin umgeschult, scheiterte aber bei der Heim-WM 2011, die erstmals komplett im TV lief, an den späteren Weltmeisterinnen aus Japan. Keine Ahnung also, was die Gute heute zu erzählen hat. Die Funke-Mediengruppe hält es verborgen. Weiterlesen

“Adolf Hitler in seiner Umwelt”

Kommt ein junger nordrhein-westfälischer IT-Experte in mein Arbeitszimmer. Den Drucker soll er in Ordnung bringen. Das ist ihm gelungen. In wenigen Minuten. Er brauchte sich gar nicht zu konzentrieren. Lässig, mit der linken Hand nur an dem Gerät bastelnd, liess er den Blick durchs Zimmer schweifen. Über die Wände. Über die Bücher. „Waren Sie“, fragte er, „vielleicht einmal Reporter beim Stern?“ Weiterlesen

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