Beueler-Extradienst

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Schlagwort: No-Go-Areas

Tierwerden oder Menschbleiben – Volkstanzverteidigen oder Weltenbrandvermeiden?

An einem Wochenende, an dem uns die Hauptstadtmedien mit dem AfD-Parteitag berieseln, kann mensch durchaus in Verzweiflung geraten wie Sibylle Berg. Sie tut was sie kann, und das ist klasse. Es hilft aber nur begrenzt, allenfalls um der/dem Leser*in zu zeigen: Du bist nicht allein.

Weiter führte dagegen schon heute morgen dieser Essay von Marleen Stoessel: Gastfreudschaft – ein Kulturerbe der Menschheit. Menschliche Kultur ist eine Gegenwehr gegen die Evolution, der Unterschied zwischen Mensch und Tier. Den ja auch einige, die sich für “links” halten, gerne mal bestreiten.

Wenn Sie Donnerstag “Monitor” gesehen haben, sind Ihnen vielleicht wie mir Zweifel daran gekommen. Angesichts der unüberseh- und -hörbaren Versuche, unser Land zu einer rassistischen No-Go-Area für Schwarze umzubauen. Weiterlesen

Afro.Deutschland

Vor einigen Jahren organisierte ich im Rahmen des Bundestagswahlkampfes der Grünen-MdB Katja Dörner im Beueler Brückenforum eine Veranstaltung zum Thema “Schwarz in Deutschland”. Heute wird von vielen deutschen Medien kenntnisfrei über “No-Go-Areas” gejammmert, wo die Kriminalität angeblich überhand nehme. Schwarze Menschen in Deutschland dagegen sind äusserst fachkundig, was solche “No-Go-Areas” betrifft, weil sie es von Kindesbeinen an lernen.
Damals im Brückenforum waren der beste Freund und Laiendarsteller des ermordeten Oury Yalloh, Moussa Conde, die Bonnerin Aicha Moumouni und die im DDR-Dessau als Kind einer weissen alleinerziehenden Mutter aufgewachsene Kölnerin Amina Johannsen (heute u.a. stellv. Mitgl. d. WDR-Rundfunkrates) zu Gast. Es war, auch was den Besuch durch Afrodeutsche betraf, eine im ambivalenten Sinne einmalige Veranstaltung.
Jetzt hat sich erfreulicherweise die Deutsche Welle des Themas “Afro.Deutschland” angenommen. Der gleichnamige Dokumentarfilm ist abrufbar und wird in den nächsten Tagen durch mehrere öffentlich-rechtliche TV-Programme wandern. Sie sollten ihn nicht verpassen.

Die Nazis von Dorstfeld treiben unsere Enteignung des Fußballs voran

Viel dummes Zeug ist schon über “No-Go-Areas” im Ruhrgebiet geschwätzt, geschrieben und gesendet worden. Essen-Altenessen oder Duisburg-Marxloh sind es jedenfalls nicht, davon habe ich mich persönlich an hellen und dunklen Tagesstunden überzeugt. Bei Dortmund-Dorstfeld bin ich mir dagegen nicht mehr so sicher. Das haben sich deutsche Nazis als bevorzugte Wohngegend ausgeguckt. Und weder Sicherheitsbehörden, noch die Stadt Dortmund, und anscheinend auch der BVB haben bisher Mittel gefunden, ihr Terrain von diesem menschenfeindlichen ideologischen Dreck sauberzuhalten.
Dafür nehme ich als glaubwürdige Zeugen: Klaus Bittermann in der Jungen Welt, und Friedrich Küppersbusch in der taz: “Das Spiel gegen ‘RedBull’ zu nutzen, um zur Gewalt ‘… gegen die Bullen!’ aufzurufen, ist so richtig schön offene Hose. Bin wieder Monate von jeder ‘SÜD’-Romantik geheilt.” Beide sind berühmt-berüchtigte BVB-Fans.

Der Spin der Berichterstattung geht bisher aber mit keiner Silbe gegen rechte Gewalttäter. Nichts mit einem Rechtsstaat zu tun hat beispielsweise die Leipziger Aufforderung, der BVB solle die Gewalttaten aufklären. Der BVB weist das nicht zurück, sondern teilt im Gegenteil mit, schon damit befasst zu sein. Weiterlesen

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