Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Rhein

Quecksilber und Ampeln

Neuer Umweltskandal hier bei uns? – Kennen Sie eine beeinflusste Ampel?

Quecksilber-Grenzwert mal 11 – das ist die Belastung des Rheins hier bei uns, gemessen in Bad Honnef. Da hat es das Quecksilber bis Beuel nicht mehr weit. So meldet es die Deutsche Umwelthilfe, die Kommunal- und Landespolitiker*innen mit mangelhafter Umweltkompetenz immer wieder in Aufregung zu versetzen weiss. Unter denen hat gewiss schon ein Wettrennen begonnen. Weiterlesen

Nicht dabeigewesen?

Viele wollen derzeit in den letzten Jahren ganz weit weg vom Berliner Lokalsender RBB gewesen sein. Es wird geheuchelt, dass sich die Balken biegen. Verantwortlich jedoch für das Desaster, das, seien wir ehrlich, so ähnlich an sehr vielen Orten der Medienproduktion aussieht, sind im Falle öffentlich-rechtlicher Anstalten die Länderparlamente, die schlicht und einfach überhaupt keine Medienpolitik gestalten, obwohl es ihre grundgesetzliche Aufgabe ist. Darüber rege ich mich auf: “Wer zurücktreten müsste …”.

In “Beweise” geht es um neue, bzw. alte aber lange zurückgehaltene Dokumente zu Stuttgart21, um Ausspracheprobleme eines professionellen Stadionsprechers, sowie um einen guten Beitrag im WDR-Magazin “Westpol”. Dieser gelobte Beitrag behandelt das Politikthema Wasser.

Der Rhein legt wieder leicht zu, in Bonn auf Pegelstand 130 cm. Aber es regnet nicht. Und soll es auch laut Voraussagen die nächsten Tage nicht, nicht in Beuel, nicht in Bonn. Es ist furchtbar.

Achten Sie auf sich.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Klima, mach’ ma’ langsam!

Der Bundesverkehrsminister ist nicht so schnell: 9-Euro-Ticket-Bilanz und giftige Flüsse – Wundersame Bahn CXX

Die DLF-Sendereihe “Hintergrund” bestätigt ihren guten Ruf. Während sog. “Leitmedien” fleissig digital vermauern, haben Katharina Thoms und Dieter Nürnberger eine frei zugängliche umfassende Analyse vorgelegt: Bilanz und Zukunft des 9-Euro-Tickets – Mehr als 38 Millionen verkaufte Tickets: Das 9-Euro-Angebot für den deutschen Nahverkehr ist ein Erfolg, auch wenn es den Autoverkehr wohl nicht wie erhofft massiv verringert hat. Ein Nachfolgemodell wird gefordert, doch das Bundesverkehrsministerium will erst mal evaluieren.” Weiterlesen

Relaunch

Manche denken an Toblerone. Bei mir kein Gedanke. Ich esse nur qualitativ hochwertige Schokolade. Ich dachte eher an Paramount (“Der Pate”). Stecken Sie all diese Bilder weg, die Sie auf Ihrer persönlichen Festplatte im Kopf gespeichert haben. Es ist Zeitenwende. Der neue Berg sieht jetzt so aus. Schön ist was Anderes. Das denke ich oft, wenn wieder irgendwo verrückte Designer*innen “moderne” Relaunchs machen. Weiterlesen

Unter 80 – Pegelstände Bonn

7-Tage-Inzidenz: 77,3 (-7,9 zum Vortag)
Neuinfektionen/Tag: 25 (-29 zur Vorwoche)
stationäre Behandlung: 71 (Stand vorgestern, -14 zu zwei Tage zuvor)
Rhein: 8,30 m (14.15 h, “gleich”, rheinaufwärts “fallend”)
Schnee in Beuel: 0 cm (14.30 h)

Anti-Depressivum Wetter

… ist gleichzeitig ein Klima-Zeichen an der Wand? – weiter unten: Messenmenschhaltung
Als ich gestern – zum wiederholten Mal – mit einer Freundin am Beueler Rheinufer lustwandelte, konnten wir das Glück kaum fassen. Was wäre, wenn wir in dieser Phase sozialer Distanzierung und Isolation, Digitales hin oder her, jetzt auch noch ein Wetter hätten wie früher? Regen, Sonne, und dann wieder Regen, mit nicht wenig Wind. Die Älteren erinnern sich: es nannte sich “Aprilwetter”. Weiterlesen

Pokerernst

Als Kind habe ich beim Westerngucken gelernt: Pokern ist kein Spiel. Es endet meistens mit einer Schiesserei, oft mit Todesopfern. Als ich das einmal bei einem Jungdemokraten-Schülerseminar in der Jugendherberge Münster ironisch brach, mit Klopapierblättern (!) statt Bargeld als Einsatz, folgte, in prophetischer Weitsicht auf heutige Zustände, ein Hausverbot. Das war Ende der 70er Jahre. Jetzt ist die Zeit, in der überall – unter Ausschaltung demokratischer Öffentlichkeit – um die Ausgangspositionen für die Post-Corona-Zeit gepokert wird. Weiterlesen

Wassernot kommt näher

Ich dachte, ich wäre früh. Um 10 betrat ich meinen Supermarkt um die Ecke, um mich mit Mineralwasservorräten einzudecken. Der Laden war rappelvoll, um mich herum wohnen Rentner*innen*massen, die beim Frühaufstehen nicht zu schlagen sind. Als ich den Getränkeraum betrat, fragte eine Verkäuferin bereits ihren Kollegen: “Haben wir hinten noch Wasser?” – “Nein.” Der Laden hat bis 20 h geöffnet. Für meinen Singlebedarf reichte es noch …
Der Rhein hat noch Wasser. Die meisten erinnern sich dennoch an die Vorjahre, Weiterlesen

Pendlerprotest im Norden grüsst “Schwarze Null”

Gibt es in Schleswig-Holstein schon Oberleitungen? Als ich mir Sylt noch leisten konnte, endeten sie an der Hamburger Stadtgrenze. Heute, in der Immobilienblase kann sich kein normaler Mensch mehr Sylt leisten, aber viele müssen dort arbeiten, als Dienstleister*in für die Milliardäre und Multimillionäre (viele von letzteren aus Hamburg). Diese Dienstleister*innen müssen aus strukturschwachen, vom herrschenden Kapitalismus verlassenen Dörfern nach Sylt anreisen. Das geht nur über den “Hindenburgdamm“, mit der Bahn.

Die Bahn schafft das aber nicht. Weiterlesen

Rechtsrheinisch flussabwärts – Köln-Mülheim

von Wolfgang Hippe
aus dem Kalender “mülheim dreimal anders

Och, wat wor dat fröher schön doch in Müllem … Klingt wie die Einladung zu einer kleinen Zeitreise. Man schlendert gemächlich die Frankfurter Straße entlang, nimmt im Japanischen Teehaus am Stadtgarten einen Tee, quert dann den Oscar-Platz Richtung Rhein, biegt auf der Suche nach der Strunde in die Bachstraße ein und findet sich auf der Freiheit wieder, die letzte der Strunder Mühlen hinter sich, das Plätschern des Baches noch im Ohr, neben sich an der Ecke das Haus »auf der Brücke«. Die große Brücke ignorieren wir jetzt einfach. Rechts erum und dann links grüßt St. Clemens, wir machen Stopp beim Kino in der Regentenstraße. Drehen uns wieder zum Rhein, irgendwo dahinten lächelt August Bebel. Davor hat sich in der Nummer 110 die Künstlergruppe »Mülheimer Freiheit« eingerichtet, den Namen kreierte der Galerist. »Es gab nie ein Manifest, wir haben uns nie als echte Gruppe verstanden, wir waren nicht die Sex Pistols der Malerei. Obwohl wir dauernd Musik gehört haben«, erinnerte sich der Maler Walter Dahn an seine Zeit als »junger Wilder«. »Wir waren einfach Leute, wo der eine diesen kannte, und der andere kannte jenen. Weiterlesen

Bonn – die Fluglärmstadt

Vor einigen Wochen hatte ich hier bereits ein willkürlich bestimmtes Stundenprotokoll veröffentlicht. Als ich heute mittag von einem Frühstück in Porz zurückkam, wäre das unnötig gewesen. Es gab über eine gute Stunde überhaupt keine Unterbrechung mehr. Hinzu kam in der abgelaufenen Woche, dass die Startroute am Flughafen Köln/Bonn so gewählt wurde, dass für Menschen, die bei offenem Fenster schlafen, an eine Nachtruhe nicht mehr zu denken war. Das Problem seitens des überflüssigen und unnötigen Flugplatzes Hangelar hat sich spürbar verschärft, seit dort eine “Hubschrauberschule” angesiedelt wurde, deren Piloten nicht von A nach B wollen, sondern mehr oder weniger im Kreis fliegen. Es ist ja am Rhein so schön.

Was kann nun die Konsequenz sein? Besonders sauer ist dieser Apfel für die blühende Immobilienwirtschaft. Weiterlesen

Kunst – Essen-Werden & Bonn

Ein feines Statement in dieser Zeit setzt eine private Hausgemeinschaft in Essen-Werden.

Bonn hat es in die FAZ geschafft, das bringt Sonderseiten im Pressespiegel der Bonner Stadtverwaltung. Andreas Rossmann berichtet über zwei Rhein-Ausstellungen, in der Bundeskunsthalle und im Rheinischen Landesmuseum. Rossmann lebt heute als NRW-Feuilletonkorrespondent der FAZ – ja sowas gibt es (noch) – in Köln und liebt, wie ich, das Ruhrgebiet, und obwohl ich dort aufgewachsen bin und er nicht, kennt er es viel besser 😉

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