Gestern war ich in Dortmund, einem der zwei “NRW-Drehkreuze” zur Verteilung von Flüchtlingen. Und ich habe erlebt, wie diese Stadt mal wieder an die Grenze der Belastung ihrer Infrastruktur getrieben wurde.

80.000 Menschen reisten an einem einzigen Tag an. Deutsche Bahn, Dortmunder Verkehrsbetriebe, das Straßennetz (“Ruhrschleichweg”) – alles pfiff aus dem letzten Loch. In ihrer Verzweiflung setzte die DB eine ICE-Garnitur als “Ersatzzug” für einen billigeren IC ein. Das macht sie gewiss nicht freiwillig, sondern nur unter Zwang. Die alten Zugwagen vom Sperrmüll sind ihr in Anbetracht der zahlreichen Flüchtlingssonderfahrten offensichtlich schon ausgegangen.

Einheimische versicherten mir, dass solche Sonderbelastungen sich mindestens alle zwei Wochen wiederholen, oftmals sogar mitten in der Woche (aktuell überwiegend donnerstags). Kaum zu fassen, wie diese vom Strukturwandel sowieso schon gebeutelte Stadt das aushält.

In Dortmund ist es zur städtischen Folklore geworden, die Zuwanderer in schwarz-gelbe Kleidung zu stecken. Das gehört zu den Schikanen des Asylbewerberleistungsgesetzes: verstärkt wird den Zuwanderern eine völlig übertriebene Menge Bargeld abgenommen (bis über 100 Euro), für ein Kleidungsstück, dessen Herstellung in Bangladesh weniger als 2,50 Euro kostet. Während ich persönlich solcher uniformer Kleidung kritisch gegenüberstehe, schienen mir die menschlichen Kleidungsständer völlig begeistert bis hin zu glasigen Augen davon zu sein. Kostenlos werden sie gezwungen, für Großkonzerne wie Evonik Reklame zu laufen, ohne dafür bezahlt zu werden, im Gegenteil wurde ihnen noch Geld dafür abgepresst. Das nennt man gewöhnlich Sklaverei.

A propos glasige Augen. Bereits bei der Anreise zum Drehkreuz Dortmund nehmen zahlreiche, vielleicht sogar die Mehrheit der Zuwanderer, kontinuierlich Drogen zu sich. An im Ruhrgebiet zahlreich vorhandenen Piratenstandorten werden sie auch dafür ausgiebig ausgeraubt. Einige wenige artikulieren dagegen gelegentlich Unmut, auf mitgeführten Transparenten oder auch mal mit niedrigschwelligen mitgeführten Waffen – “bengalische Feuer”, vielleicht in Anlehnung an die Herkunft ihrer Kleidungsstücke. Die Dortmunder Polizei beobachtet das regelmässig und leidgeprüft mit stressiger Hochspannung. Wie lange wird das noch gutgehen?

Die Dortmunder Erstaufnahmeeinrichtung, in der die Zuwanderer zusammengeführt werden, heisst im Volksmund “Westfalenstadion”. Dort halten sich die 80.000 meistens über vier Stunden auf – ein Unterhaltungsprogramm auf der in der Mitte platzierten Rasenfläche soll ihnen die Langeweile vertreiben. Doch auch hier sind mittlerweile Niveauverluste zu beklagen. Bei einem kürzlichen Gastauftritt der Dortmunder Unterhaltungskünstler in einem Aufnahmelager in Sinsheim hatte es erste Kritik an der Darbietung gegeben, die sich am Sonntag im Westfalenstadion erneut bestätigte.

Diese Unterhaltungsprogramme werden, das wissen Kritiker der herrschenden Asylpolitik seit langem, von einer global agierenden Mafiaorganisation mit Sitz in Zürich und einer deutschen Dependance in Frankfurt organisiert. Wegen der zunehmenden Kritik wird erwogen, die Programme der ersten fünf Veranstaltungstage nachträglich für ungültig zu erklären. Sowohl in Dortmund als auch in einem geringfügig kleineren Lager in Mönchengladbach sei es zu irregulären Ergebnissen gekommen.

Wie lange wird das Volk sich solche Manöver noch gefallen lassen? Wird die Stimmung kippen? Wird das System der mehrmals wöchentlichen Massentransporte am Widerstand der Bevölkerung zusammenbrechen? Es ist fast Übermenschliches was hier geleistet wird. “Unser Herz ist weit, aber unsere Möglichkeiten sind endlich” sagte unser alarmierter Bundespräsident dazu ganz richtig.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger@extradienst.net