insa bestätigt Forsas Erdbeben nicht – eigene Agenda

Von , am Dienstag, 19. Juni 2018, in Fußball, Medien, Politik.

Heute wurden von der sogenannten Zeitung Bild Sonntagsfragen-Daten des AfD-nahen insa-Instituts veröffentlicht. Sie bestätigen das von Forsa diagnostizierte Erdbeben nicht, weil hier – Überraschung! – die CDU-Verluste von der SPD, man glaubt es kaum, ausgeglichen werden. Aber eine andere rechte Agenda wird sichtbar.
Der Chef des Insa-Instituts ist ein Netzwerker im Zwischenraum von CDU/CSU und AfD. So, wie Manfred Güllner Strategien des rechten SPD-Flügels unterstützt, machen in diesem Fall seine Freunde bei der FAZ durchsichtig, auf was sie hinaus wollen. Mit Insas steiler These, bei einer Trennung von CDU und CSU käme die eine auf 22, die Andere auf 18%. Zusammen 40, na also!
So verschieben sie alle zusammen den politischen Diskurs nach rechts. Eine alternative linke Agenda, gar ein strategisches Zentrum in Berlin (oder woanders), das sich um Gegendruck mit eigenen Themensetzungen kümmert, ist dagegen nicht erkennbar. Das Prinzip der asymmetrischen Demobilisierung setzt sich weiter durch, gegen Links. Und kehrt sich vielleicht bald gegen seine führende Vertreterin.

Studieren Sie mal die Fussball-Parallelen

Deutsche Bräsigkeit, Langsamdenken – gut, das ist alles Jammern auf hohem Niveau. Es wäre halb so schlimm, wenn wir uns damit nur selbst schaden. Die Verantwortung ist leider grösser.
Die Probleme der Flüchtlingsaufnahme, der Integrationspolitik, das Fördern statt Bekämpfen von Fluchtursachen, das schadet nicht nur uns selbst, sondern kostet nicht wenige Menschenleben.
Wir scheinen unfähig, unsere einst weltweit bewunderte Bürokratie zeitgerecht zu modernisieren, lassen stattdessen unser öffentliches Eigentum von privaten Grossinvestoren ausplündern. Auch deutsche Grosskonzerne, nicht nur der Staat, wissen nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht; jetzt wandern sogar Einzelne von ihnen in den Knast.
Da ist das Taumeln der DFB-Elf in Russland ein echtes Brennglas, in dem wir die Symptome studieren können. Beeindruckend scharfe Analysen liefert Jan Christian Müller in der FR (hier und hier), wofür die SZ doppelt so viele Mitarbeiter benötigt (Selldorf und Kneer). Die Herren haben wohl bei der Trainingslager-Belagerung miteinander diskutiert.

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