Silvesterkrawall 19/20 (II)

Von , am Samstag, 4. Januar 2020, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass der überforderte Bundesinnenminister endlich zurücktreten muss, dann lieferte er ihn selbst mit seiner und seiner rechten Spiessgesellen missratenen Inszenierung. Dieses Jahr sollte endlich mal wieder nach ungezähltem und gerne ignoriertem rechten Terror gezeigt werden, dass Links ja genauso schlimm ist. In Leipzig-Conneweitz wurden, wie überall in Deutschland, in der Silvesternacht die mit Feuerwerkskörpern bewaffneten männlichen Strassen-Irren gefunden, um für die Videodesperados des AfD-nahen Springerkonuzerns kostengünstiges Bildmaterial zu produzieren. Das sie in irgendwelchen westdeutschen Strassenzügen genauso hätten finden können.
Aber nur in Sachsen gibt es wohl noch genug Mitwirkende in den infiltrierten Polizeibehörden und eine für diesen Zweck angemessen inkompetente politische Führung – obwohl: wäre Hessen nicht auch eine schöne Alternative gewesen? Andrej Reisin/uebermedien beschreibt sehr schön das Inszenierungsdesaster. Aber selbst, wenn es geglückt wäre. Hätte nicht mal jemand dem Seehofer erklären können, was der Unterschied zwischen Leipzig-Connewitz und dem Kölner Dom ist? Ungefähr der zwischen einem Sack Reis und dem Weltuntergang. Mitleidserregend, wie die CDU/CSU-Stallwachen den Sack aufzublasen versuchen – der Sack ist undicht.

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