mit Update
Es ist noch nicht so lange her, gefühlt als wäre es gestern gewesen, dass der Bonner General-Anzeiger aus dem Besitz der Familie Neusser in den Besitz von 5 Verlagsfamilien bei der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft übergegangen ist. Die Neussers hatten sich zuvor mit der Milliardärsfamilie DuMont zerstritten, und beeilten sich, so lange noch jemand Geld für den Besitz gedruckter Zeitungen zahlt. Gerade rechtzeitig. Denn die Konflikte gehen weiter und verschärfen sich.
Nun ist es die Erbenfamilie Arnold, Nachfahren eines ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten von NRW, die aus einer Kombination von Ärger und Torschlusspanik raus wollen. Wenn es noch möglich ist, den Besitz zu Geld zu machen, ist er auch leichter unter den vielen Erb*inn*en aufzuteilen. Ein Dienst namens Medieninsider, der fürs Lesen Mitgliedwerden verlangt, hat das gemeldet. Ein Dienst, der “Mitglied” ist, hat es dann abgeschrieben. Nun wissen es alle, die es wissen wollen. Der leidgeprüften und gestressten Belegschaft des General-Anzeigers wünsche ich noch viel Glück. Sie brauchen es.
Update vormittags: nur hinter Paywall berichtet der GA über den TV-Auftritt von OB Katja Dörner zur Wohnungspolitik. Das können Sie auch billiger und direkter haben, bitte hier entlang. Mir sind 75 Minuten Plasberg auch zu lang. Sie können ja vorspulen. Ich habe gestern von “Barnaby” aus mal reingezappt, und war mit ihr einverstanden. Update Ende
Der Dienst, der Mitgliedschaft verlangt, meldete gestern übrigens auch digital offen zugänglich, dass diverse Medien, u.a. die Herren Küppersbusch und Böhmermann, Nachrichten/Gerüchte/Vermutungen über Drogenmissbrauch des Springer-Milizenchefs Julian Reichelt verbreitet hätten. Nä, watt für’ne Sensation. Überraschender erscheint mir, dass der Springerkonzern tatsächlich deswegen eine “interne Untersuchung” eingeleitet haben soll. Wenn die einmal damit anfangen – wann wollen die denn damit fertigwerden?