Porsche und VW rechnen sich CO2-Ausstoß schön
Porsche verlässt den CO2-Pool von VW, weil es mit dem hohen Kraftstoffverbrauch seiner Verbrenner den Durchschnittsausstoß für die ganze VW-Flotte verhagelt. Alleine müsste Porsche aber sehr hohe Strafzahlungen leisten. Der clevere (?) Ausweg: das Unternehmen rechnet sich den Ausstoß schön und tut sich mit dem chinesischen E-Autohersteller Xpeng zusammen – schon sinken die von der EU auf Porsche angerechneten CO2-Emissionen. So geht Klimaschutz heute! Aus ähnlichen rechentechnischen Gründen päppelte Daimler-Benz übrigens mal den Kleinwagenhersteller Smart.
Sollte man statt solcher Rechentricks – oder der Forderung nach Absenkung der CO2-Grenzwerte – nicht nach einem guten Ausweg aus dem Problem suchen? Der beinhaltete eine wirklich tragfähige E-Autostrategie, die sehr breit angelegt sein muss, mit forciertem Ausbau von Ladestationen, Kostensenkungen bei der Produktion, Wiedererlangung der Innovationsführerschaft (Vorsprung durch Technik, nicht bloß durch Schön-Rechen-Technik!), gezielte Kaufanreize für europäische E-Autos, Antidumping-Maßnahmen gegen chinesische Produkte und Währungsmanipulationen, Überwachung von Lieferketten auf sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse und Umweltdumping und vieles andere mehr.
Go, Porsche, go! Es gibt Wege in der realen, und nicht bloß in der schöngerechneten Welt.

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