Warum die (Medien-)Aufregung um Berliner Linke? Weil “es” geht – eine Kerze im Meer des Irrsinns
mit Update nachmittags
Sind Sie heute schon in Ihren VW gestiegen? Wie schön, dass Sie es überlebt haben. War das auch die sog. “Die Linke” schuld? Übertreiben wir es mal nicht. Die Politiklaberei, die gestern ihre Heimat bei ZDF hatte, wollten weniger als 1 1/2 von 84 Mio. ertragen. Es geht selbstverständlich nicht um “Antisemitismus”, den Sie selbstverständlich in allen Parteien und der deutschen Gesellschaft wiederfinden werden – wie übrigens auch die “organisierte Kriminalität”, dazu fragen Sie am besten hier nach. Worum es im Kern geht, ist das.
Im Kern geht es um das Grundgesetz, seine Artikel 14 und Artikel 15. Ihre Lektüre enthüllt: überall, wo die billige Antisemitismus-Instrumentalisierung und die organisierte (Immobilien-)Kriminalität ist – da ist auch blanke Verfassungsfeindschaft. Oder warum kriegt so einer Preise umgehängt?
Wie Küppi gestern schon erklärte, gibt es zwar die BRD schon seit 77 Jahren. Aber diese Grundgesetz-Artikel – hat sie die schon jemals angewandt? Es geht!
“Die Überführung der Wohnungsbestände in Gemeineigentum ist ohne Landeszuschüsse wirtschaftlich und fiskalisch tragfähig: Die AöR (“Anstalt öffentlichen Rechts”) bzw. die LWU (landeseigenen Wohnungsunternehmen) erwirtschaften trotz dauerhafter Mietpreisbindung einen jährlichen Reinertrag, der die jährlichen Zins- und Tilgungskosten für die eigenen Kredite und die Kreditaufnahme des Landes vollständig abdeckt.”
Dä, wie gemein muss jemand sein, das nicht nur herauszufinden, sondern auch zu publizieren? Das verbreitet doch Angst und Schrecken unter allen Milliardär*inn*en, die ihr knappes Geld in Investmentfonds angelegt haben. Und die das bisschen Kapital in Haus und Grund (und davon viel, gerne auch in Berlin). Die Antwort heisst: IMK, nein nicht “Innenministerkonferenz”, sondern Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung, bei der übrigens eine frühere Bonner Jungsozialistin heute wissenschaftliche Bossin ist.
Darum die ganze Aufregung. Gute Arbeit. Danke!
Update nachmittags
Die Gegenseite: der medienindustrielle Komplex
Wie der sich organisiert und den Faschismus wissentlich fördert und alimentiert, das analysiert Ralf Heimann (ein sehr guter Mann)/MDR-Altpapier:
“Wovon träumt eigentlich Peter? – Der Investor Peter Thiel bekommt einen Preis, auch für seine Verdienste um die Demokratie. Das ist vieles, aber kein Missverständnis.”

Dank dir lieber Martin, das zumindest der Extradienst nicht beim Thema: Wahlerfolg der Linken, durchdreht.
Das Springer, Nius und Co eine Kampagne aufziehen: geschenkt. Aber das auch die bürgerlichen Medien da mit machen, beschämt. Beschämt, weil einfach die Vorwürfe Eins zu Eins weitergegeben werden ohne zu informieren, also das was Medien machen sollten: Der “Clan” Chef zum Beispiel wurde sofort rausgeschmissen, als er auf der Wahlparty der Linken erkannt wurde. Zudem stellten schon Linke-Abgeordnete den Kollegen Ferat Kocak zur Rede wegen seiner Naivität im Umgang
mit den Mails mit dem Sohn des “Clan”chefs.
Unter dem Strich wird für mich nur eins noch klarer: Auch die bürgerlichen Medien sind in Panik. Neben ihrem Einfluss stirbt langsam alles Gewohnte für sie aus: Auch die Kontakte zu hohen Mitgliedern der alten Volksparteien werden immer wertloser, da diese immer Einfluss loser. Klimawandel, Mietenwahn, Rechtsruck, finanzielle Ungleichheit: Klar gab und gibt es auch bei den alten Medien tolle Journalstinnen, aber im Goßen wird immer erst aufgeschrien, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und dann wollen auch nur sie die Lösungen verkünden. Hat großartig geklappt!
Nun hat eine Partei zumindest einen Lösungsansatz um das Mietenproblem anzugehen, ausgerechnet eine Partei dessen Mitglieder eine Gehaltsobergrenze
für ihre Abgeordneten beschlossen haben, also mit guten Beispiel voran geht. Was kommt aus den alten Medien: Nur Geschrei, statt einer wirklichen Diskussion.
Selbst vereinzelte Leserkommentare unter Artikel der alten Medien sind anrender, wenn da vorgeschlagen wird, es vielleicht bei den Enteignungen, es erst einmal eine Nummer kleiner zu versuchen, um zuschauen, ob die Politik das stemmen kann.
Bin ich froh, dass du dich bei so vielen Themen für uns durch die alten Medien kämpfst, um uns die Perlen vorzustellen.