Gute Frage aus den Medien an die Medien:
„Können sich Ministerinnen und Minister der Bundesregierung durchmogeln, weil die entscheidenden Fragen ungestellt bleiben?“
Es verwundert, dass der Regierung aus den Medien in diesen Tagen nur sehr wenige Fragen zu Klima, Hitze und Dürre gestellt werden. Das Land ächzt, Schätzungen zufolge sind bereits 12.500 Menschen an der Hitze gestorben, aber klare Nachfragen aus Zeitungen und dem ÖRR an die Politik bleiben weitgehend aus. Warum ist das so? Fehlt die journalistische Kompetenz? Fehlt der Wille, hier kritisch zu sein? Gut, dass mal jemand aus den Medien selbst deswegen bei den Medien nachfragt.

Wo Du diese Frage dankenswerterweise stellst: Ich erinnere, dass vor 2021 – nicht erst nach der Ahrflut – Prof. Dr. Claudia Kempfert gefühlt in jeder zweiten Tagesschau oder “Heute” Sendung vorkam, sie wurde gefragt, mit Ehrungen überschüttet und prägte entscheidend die Expertisen der Öffentlich-rechtlichen Medienberichterstattung über Klimaforschung, die Volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels und der fossilen Energien. Sie ist weiterhin Professorin der Humbpldt-Uni und des DIW. Sie ist gefühlt seit zwei Jahren nicht mehr in den Medien zitiert orden. Dagegen dominieren neoliberale Gestalten wie Monika Grimm. Wer bitte entscheidet das? Was hat sich an der Klimakrise geändert? Wer schaltet im ÖR-Fersehen die Expertisen an und ab?