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Jemen-Krieg: Gefängnis bombardiert

Slavoj Žižek verkündet in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), von der jüngst berichtet wurde, dass sie sich immer mehr der radikalen Rechten zuwendet, die steile These, das Leid anderer zu betrachten mache uns “glücklich”, also “auch Krieg, Hungersnöte und Gewalt”. Das Leid des Herrn Žižek, sich als Hofnarr der NZZ zu verdingen (wie es einst Oskar Lafontaine bei Bild gemacht hat), macht mich jedenfalls nicht glücklich. Aber wenn er Recht hat, habe ich Ihnen hier noch was zu bieten. Vom Jemen-Krieg gab es in den letzten Wochen Meldungen,

Hoffnungszeichen im Jemen-Krieg

Wer oder was hat MBZ zur Vernunft gebracht? Martin Gehlen ist einer der wenigen gut informierten und seriösen Nahost-Berichterstatter deutscher Sprache. Er spekuliert nicht nur, sondern meldet als harte Nachricht, dass die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sich aus dem verbrecherischen, massenmörderischen Jemen-Krieg zurückziehen. Gehlen nennt als Motiv

Bewegung in der Jemen-Kriegspolitik?

Unmittelbar nach der Ausstrahlung der Arte-Dokumentation – an einen Zusammenhang glaube ich bei diesem Minisender nicht, andererseits orientiert er sich eng an der französischen Aussenpolitik – gibt es erste Meldungen, dass von den berüchtigten Prinzen MBZ einige symbolische Züge gemacht hat, die zu einigen Journalist*inn*en durchgestochen wurden. Hier die gestrige Spiegel-online-Meldung, und hier Florian Rötzer/telepolis heute vormittag.

Jemen-Krieg / In Afrika verliert Deutschland Gewicht

Was zu befürchten war, meldet Knut Mellenthin/Junge Welt jetzt: vor möglichen Waffenstillstandsverhandlungen im Jemen-Krieg wird das Morden intensiviert. Für andere Organe scheint das “normal”, sie berichten nicht. In Afrika wird Deutschland, einst führende ökonomische Weltmacht, abgehängt, von China. Das hat jetzt auch, wie immer zu langsam, die Bundesregierung gemerkt. Die hat sowieso andere Sorgen.

Jemen-Krieg / Immobilienkapital irre

Für eine längere Bahnreise erwarb ich gestern eine gedruckte FAZ. Dort machte ich Entdeckungen, die ich bisher nicht online gefunden habe, die somit der Öffentlichkeit weitgehend entzogen bleiben. Im Feuilleton porträtiert Tobias Müller – Update 4.8.: jetzt bei der FAZ auch online – eine jemenitische Menschenrechtlerin namens Radhya Almutawakel. Sie ist im Juni mit ihrem Mann in den Libanon geflohen, nachdem sie zuvor als erste Jemenitin vor dem UN-Sicherheitsrat gesprochen hat. Ihre Analyse (zitiert nach Tobias Müller/FAZ): “Es fehlt einfach das Interesse. Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten sind ein Bündnis mit Saudi-Arabien eingegangen. Sie haben Partei ergriffen in einem Krieg, der auf beiden Seiten auf religiösem Hass beruht. … Die Quelle allen Übels aber ist

Leuchtturm Fromm

Seit Oktober letzten Jahres ist taz-Redakteurin Anne Fromm gewähltes Mitglied des Genossenschaftskonzern-Vorstandes. Schön, dass sie dennoch Zeit zum Recherchieren und Schreiben findet. Denn was selten ist, ist wertvoll – und sie kann es. Das beweist sie in dieser Story über ein Provinzduell in Meck-Pomm zwischen dem Nordkurier und dem Verleger der erfolgreichen Katapult-Magazins. Und wie im wahren Leben gibt es bei Fromm kein Gut und Böse, sondern eine Anhäufung von Widersprüchen, die sich mit Klischees nicht vertragen. Exzellent. Danke.

Impf-Nebenwirkungen?

Küppi gab vorgestern in seinem VouTube-Kanal bekannt, dass er “seit zehn Tagen” geimpft sei. Wie schön, dachte ich. Doch dann das: was er heute auf mein Tablet brachte, erfüllte mich mit Sorge. Da stimmt doch was nicht. Was ist mit ihm los? Welcher Impfstoff mag es gewesen sein? Halluzinationen von einem “Oktoberfest in Dubai”. Bricht sich das antibayrische Gen des BVB-Fans Bahn? Das wäre noch die verständlichste Hypothese.

Hoffnung

Pandemie-Kollateralnutzen? Die Jemen-Kriegsparteien Iran und Saudi-Atabien haben gesprochen, miteinander! Im selbstbespiegelnden Lärm unseres Landes drohte die beste Nachricht des gestrigen Tages unterzugehen. Der – auch wichtige – von Joe Bidens Administration inszenierte Klima-Gipfel musste sich um veröffentlichte Beachtung nicht sorgen. Ebenso die Probleme und Konflikte in und um Russland. Sogar die erneut im Mittelmeer ersaufenden Opfer der EU-Mauerpolitik finden Erwähnung. Die “grösste humanitäre Katastrophe” im Jemen dagegen ist angesichts der Tatsache, dass wir jetzt abends um 22 h eingesperrt werden, ungerechtfertigt in Vergessenheit geraten.

Iran hat gewonnen

Im Jemenkrieg: was wird besser? / Und: Helden-Demontagen: Nawalny vs. Jawlinski / Klopp In mehreren Beiträgen, mehrheitlich eingemauert, analysiert die FAZ die strategischen Rahmenbedingungen des verbrecherischen Jemen-Krieges nach der Wahl Joe Bidens zum US-Präsidenten. Der Wechsel in den USA ist einer zu strategischem Realismus. Die Patenkinder des Iran scheinen, obwohl finanziell und militärtechnologsch unterlegen, politisch klar gewonnen zu haben. So geht es aus Informationen hervor, die FAZ-Korrespondent Christoph Ehrhardt von Beirut aus zusammengetragen hat.

Somalia / Rio / Russland

Es gibt sie noch: Publizistik mit Niveau und ohne Paywall. Afrika-Korrespondentin unter Pandemie-Bedingungen ist allein schon ein respekteinflössender Schwierigkeitsgrad. Unter solchen Bedingungen Material aus Mogadischu zu ergattern, wow. Ich weiss nicht, ob Bettina Rühl selbst dort war. Vermutlich hat sie Verbindungen genutzt, um Informationen und O-Töne zu beschaffen. Denn nach meiner Kenntnis liegt der Security-Tarif für offensichtliche Nicht-Einheimische in Mogadischu bei 1.000 US-$/Tag. Dafür dürfte das DLF-Honorar kaum ausreichen.

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