Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Jeffrey Epstein (Seite 1 von 3)

Epstein und Norwegen

Keine Ahnung, warum sich hierzulande immer noch die Legende hält, in Skandinavien sei irgendwas sozialer und fortschrittlicher. Wegen der Radwege in Kopenhagen? Oder weil deutsche Medien immer ahnungsloser durch die Welt taumeln? Tatsache ist: in den meisten skandinavischen Ländern haben rassistische und faschistische Parteien schon mehr Einfluss auf die Regierungspolitik als hier – und hier ist es bekanntlich schon schlimm genug. Darum überrascht mich das hier, spätestens seit Breivik, nicht mehr: Weiterlesen

“Bisher agiert das ganze System gegen die Opfer”

Gemäss dem strategischen Grundsatz “Flood the zone with shit” erfolgte die Veröffentlichung sog. “Epstein-Files” durch das Trump-Regime. Und gemäss den Gesetzmässigkeiten der Aufmerksamkeitsökonomie funktionieren die Medien der freien und unfreien Welt, also alle. Genau so, wie das Trump-Regime es mit seiner Veröffentlichung vorgesehen hat. In fast jedem Land der Welt gab es Leute, die bei Epstein mitgemacht haben. Das machte ja seinen “Wert” aus. In fast jedem Land werden jetzt Sündenböcke “stürzen”, in Ausnahmefällen auch -ziegen. Haben Sie irgendwo in diesem Shit Systemkritik entdeckt? Ich nicht. Weiterlesen

Epstein – beim FBI seit 1996

“Flood the zone with shit” – die angeblichen “Epstein-Files”

mit Update 24.12.

Das Beste, was ich bisher zum Fall Epstein gelesen habe, war von der linken US-Journalistin Whitney Webb. Die deutsche Übersetzung ihres Fünf- oder Sechsteilers kann ich online nicht mehr finden. Vielleicht ist sie zum Zwecke der Buchvermarktung verschwunden. Die ganze Story ist für Kapitalinteressen aller Art allzu verführerisch, als sie kostenfreier öffentlicher Transparenz auszusetzen. Prohibitive Vermarktung und “Verschwörungstheorien” reichen sich auf diese Weise die Hand, wie es ansonsten Kriegsherren tun. Weiterlesen

Fröhliche Weihnachten mit Melania

Ausnahmsweise hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung etwas Wichtiges mitzuteilen: Wie Melania Trump, First Lady der USA, das Weiße Haus für Weihnachten drapiert. Ihr diesjähriges Motto lautet “Zuhause ist, wo das Herz ist”. Es fragt sich somit, wo das Herz der Präsidentengattin zu suchen wäre. Will die gebürtige Slowenin ihre Heimatlosigkeit beklagen? Oder subtil an Jeffrey Epstein erinnern, dem sie die Integration in ihre neue Umgebung, sprich: ihren Ehemann verdankte. Wie dem auch sei, für das Weiße Zuhause ließ sie 50 Weihnachtsbäume, 200 Meter Girlanden und 55 Kilo Lebkuchen anfahren. Weiterlesen

Text und Trash des Tages

Guerilla-Maloche gegen das imperiale Projekt

Update abends: und eine Mediathekperle

Stephan Weichert ist mir schon länger ein Begriff. Für irgendwas-mit-Vernunft. Er ist gar nicht mehr so jung (52) und macht dafür merkwürdig wenig Lärm um sich selbst. Das spricht für angenehme Charakterzüge (Spekulation), oder gerade besonders schwierige? (noch mehr Spekulation). Aber dieser Text ist spitze: Weiterlesen

Krieg der alten Säcke

Krieg ist nie die Lösung, sondern immer das Problem – schön, wenn er mal unter den “Richtigen” ausbricht

mit Update 1.8.

Sauregurkenzeit – was schafft es ins Agendasetting? Lionel Messi ist sauer; jemand versucht ihm “Regeln” aufzuzwingen. Im deutschen Frauenfussball gibt es kein Equal Pay – also hauen sie ab, wo es das gibt; mann nennt es Marktwirtschaft. Ein deutscher Milliardär macht sich für Aserbaidschan krumm; da muss mann erstmal drauf kommen. Wer solchen Herren auf den Schwanz tritt, muss sich vorsehen. In der Lage sind jetzt auch Rupert Murdoch (94) und Donald Trump (79). Weiterlesen

Eine (mutig) sprechende Zeugin weniger

Virginia Giuffre ist tot. Gemeldet wird, sie habe Suizid begangen. Mich erinnert ihre Tragik an den schwarzen Profifussballer Justin Fashanu, der sich 1990 selbst als schwul geoutet und die aufmerksamkeitsökonomischen Folgen nicht überlebt hat. Sein Schicksal hat die Welt der Profifussballer (der Herren, ganz anders als die der Frauen) so traumatisiert, dass Selbstoutings danach immer erst nach Beendigung der Karriere erfolgten. Nie davor. Bis heute. Diesen Effekt erhoffen sich die Täter gegen Mrs. Giuffre nun auch. Weiterlesen

Pornoindustrie jagt Piraten

Das Zentrum dieses Krieges ist maximal weit von Europa weg

Der Pornoindustrie wird eine vielseitige Avantgardefunktion zugeordnet. Das betrifft technische “Killerapplikationen” – wenn sie sich hier nicht durchsetzen, dann nirgends – aber auch gesellschaftlich untergründige Strömungen, die sich hier austoben, weil sie öffentlich nicht propagiert werden können/sollen. Im bisherigen Verlauf ist sie ferner zu 90% männlich dominiert, auch wenn die Frauen aufholen und um Emanzipation kämpfen. Diversität und Gendervielfalt werden regelrecht gepflegt, rassistische und andere Klischees aber nicht bekämpft, sondern reproduziert. Ökonomisch ist es ein Feld mit fliessender Verbindung zu Kriminalitäten aller Art, Wirtschaft, Geldwäsche, Organisierte Kriminalität, Menschenhandel (Epstein u.a.) u.v.m. Weiterlesen

Die Leiche in Biden Kellern

Jeffrey Epstein modert bei US-Republikanern und -Demokraten – Merkwürdiges PR-Timing noch merkwürdigerer Buchautoren

5 € in die Kalauer-Kasse. Aber ich konnte nicht widerstehen. In der taz erschien heute ein Buchauszug von Tahir Chaudhry: „Wem diente Jeffrey Epstein?“, Das System aus Macht, Kontrolle und Erpressung, FiftyFifty Verlag. Weil mir der Autorenname Tahir Chaudhry nicht geläufig war, dachte ich zunächst, es handele sich um die deutsche Übersetzung einer US-Veröffentlichung. Ist es aber gar nicht. Weiterlesen

Das Unglück superreich zu sein

“Geld macht nicht glücklich, aber es erlaubt auf angenehme Weise unglücklich zu sein” lautete ein Kalenderspruch in meinem Jugendzimmer. Meine vermögende Knappsachaftsrenten-Oma färbte auf mich ab. Später lernte ich in meiner Schulzeit, allerdings nicht im Unterricht, dass Kapital, und davon viel, eine entscheidende politische Machbasis nicht für alles, aber vieles ist. Mit entsprechend schadenfrohem Vergnügen habe ich die Scheidungen der Ehepaare Bezos und Gates verfolgt. Weiterlesen

Wo ist eigentlich Lauterbach?

Jongleure und eine Jongleurin – Was ist schon eine Milliarde?

Gestern im Westfalenstadion. Diese Krise ward lange nicht gesehen. Gut, die zweite Halbzeit beim 1:1 der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA gegen den Tabellenletzten war auch schlimm. Noch bedeutender war, dass in Deutschlands grösstem Fussballstadion 1.000 Plätze freiblieben. Dauerkarteninhaber*innen sind gelegentlich verhindert. Die meisten in Dortmund haben aber lange Telefonlisten von Freund*inn*en, die die gerne mal für ein Spiel ausleihen. Anders als bei den Plastikvereinen mit Ministadien (Leverkusen, Wolfsburg, und irgendwas-mit-heim), wo im Winter gähnende Leere auf den Tribünen herrscht. Die leeren Plätze in Westfalens Stadion markieren den Riss im Business. Weiterlesen

US-Geschichte in Mediatheksperlen

Empfehlung für morgen: 3sat

mit Update nachmittags: Friedensbemühungen

Markus Kompa/telepolis empfiehlt: JFK – Das Rätsel um den Jahrhundertmord steht vor der Auflösung – 60. Jahrestag zu Kennedy-Attentat in Dallas wirft seine Schatten voraus. Die Berichterstattung dazu ist ein brauchbarer Gradmesser für die Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit von Medien”. Bei ihm erfahre ich, dass der Kampfbegriff “Verschwörungstheorie” 1967 von der CIA erfunden worden sei. Waren die also doch zu was nutze? Weiterlesen

Der Böse ist tot

Die besten Verbrecher sind die toten Verbrecher. Ob islamistische oder nazistische Attentäter – am besten sofort erschiessen. Dann können sie nicht mehr singen. Über die, die mit ihnen kollaboriert und sie instrumentalisiert haben (bei den Dummen). Oder über die, die mit ihnen absichtsvoll strategisch zusammengearbeitet haben, mit den Schlauen. Jeffrey Epstein war gewiss Letzteres. Und der soll sich ja glücklicherweise – ich weiss es nicht – selbst umgebracht haben. Im Knast. Mit den heutigen Überwachungstechnologien? In den USA? Bei Oury Jalloh in Dessau habe ich das jedenfalls nicht geglaubt. Weiterlesen

PoppPolitik

Der zweifellos kompetente Klaus Walter/FR sinniert über die Geschichte des Sexismus im Pop. Er hat freundlicherweise für mich, der ich mich dessen enthalte, auch in rechten Medien rumgelesen, die sich heute ganz furchtbar vom Woke-Popanz unterdrückt fühlen, um sich in ihrem intellektuellen Delirium für Mick Jagger halten zu können. Mick-Jagger-Sein im Porsche, mit ein, zwei jungen Blondinen dabei – das ist der deutsche Männertraum geblieben. Ja, es gibt immer mehr junge Männer, die sich davon abgrenzen – das ist ja die grosse Gefahr für die “JungeFreiheit”. Weiterlesen

Es gibt nichts Ernsteres

Als Karneval. So wissen wir es im Rheinland. Insbesondere in seinen Vereinen und Festausschüssen. Aber es gibt etwas, was dem Karneval völlig unbekannt ist, ihn aber in jeder Hinsicht übertrifft: Humor. Der grosse Humorist Jürgen Roth hat den noch grösseren Humoristen Gerhard Polt für die Junge Welt interviewt. Und es kommt heraus: Humor ist ernsthafte, harte Arbeit. Ich weiss von meiner persönlichen Begegnung und Kurz-Zusammenarbeit mit Gerhard Polt: es braucht Neugier, wache Sinne, fittes Gehirn, Selbstsicherheit, Gespür für jedes Gegenüber, insbesondere natürlich das Publikum, Timing – all das, was deutsche Medienintendant*inn*en nicht haben. Weiterlesen

Dt. Bank & Epstein & Trump

Wo es Extraprofite gibt, will die Deutsche Bank dabei sein. Wo gibt es besondere Extraprofite? In der organisierten Kriminalität. Daraus ergab sich zwingend, dass die Deutsche Bank zwielichtigen Figuren wie dem Menschen- und Nachrichtenhändler Jeffrey Epstein oder dem Trickbetrüger Donald Trump zu Diensten sein wollte. Dem jungen Gauner Donald ging der nicht minder zwielichtige Roy Cohn zur Hand. Wie auch dem jungen Epstein. Mann kennt sich, mann hilft sich. Weiterlesen

Vergessen

Deutschland in den Medaillenrängen
Der GEWler Frank Bernhardt/telepolis beschrieb kürzlich das Weltklasseniveau deutscher Erinnerungspolitik: Der Faschismus und wir: ‘Alles bewältigt und nichts begriffen’ – Die Karriere der bundesdeutschen NS-Vergangenheitsbewältigung – von einer lästigen Pflicht zur hochgeschätzten ‘Erinnerungskultur’: ein Paradefall imperialer Selbstgerechtigkeit” – und darin den Bundespräsidenten und ehemaligen Bundesaussenminister als “unseren” würdigen Repräsentanten. Weiterlesen

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