Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Newsletter (Seite 15 von 50)

Andacht

Haben Sie heute schon über Deutschland nachgedacht? Schalten Sie lieber nicht die Glotze ein, wenn Sie darauf keine Lust haben, und den DLF auch nicht. Obwohl: Sie lesen jetzt hier. Wollen Sie das wirklich? Weiterlesen

Haben Sie eingekauft?

Petra Erler, nicht bei allen gleichbeliebt aber vielgelesen, schämt sich (wie ich) ihrer Angst vor dem Atomkrieg nicht: “Gedächtnisstörungen, Denkverweigerung und Quallen-Babys – Überall auf der Welt steht die Humanität auf dem Spiel”.

“Brücken”-Angst kannte ich lange nur als Phobie. Heute gibt es dafür obbjektive Gründe. Und das Problem sind die “Normalen”.

Das Bundesverfassungsgericht findet immer wieder “Verfassungsfeinde, wirksame”. Es sind in der Regel die, die schlechte Gesetze schreiben.

Kurz nach Mitternacht finden Sie hier von Heiner Jüttner “Zum Gedenken”. Es geht um das Gendenktagewesen, national und weltweit, in bewährter Jüttnerscher Gründlichkeit.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen behaglichen und genussfreudigen Gedenktag.

Rheinpegel Bonn 331cm.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Hässlicher Herbst

Das Wochenendprogramm startete mit einer Kriegsreportage von Moritz Gross/ver.di-publik aus gewerkschaftlicher Perspektive: ‘Wir sind auf der Hut’ – Ukrainische Gewerkschaften — Tarife aushandeln, Kollegen unterstützen, Krieg aushalten. Wie die Arbeit der Gewerkschaften in der Ukraine zweieinhalb Jahre nach dem russischen Überfall aussieht”.

“Klammheimliche Freude?” – Hanspeter Knirsch diskutiert über den realen Staatsterrorismus. “Wie immer bei komplexen Situationen, ist der spontane Impuls nicht geeignet das Problem zu lösen.” Weiterlesen

Arbeit

“Mit Menschen arbeiten” gilt im real existierenden Kapitalismus als nicht so wichtig. Darum wird es am schlechtesten bezahlt. Kathrin Heddtke/ver.di-publik schreibt: “Über 34,5 Millionen Menschen arbeiten in Dienstleistungsberufen. Was sie tagtäglich leisten und welche enormen Sozialkompetenzen sie benötigen, macht eine neue Ausstellung im DASA-Museum in Dortmund sichtbar”.

Ich möchte “Stärken stärken”, in diesem Fall die von Florian Rötzer und Rüdiger Suchsland. Und selbst über die Linkspartei und das BSW, sowie menschenrechtlichen Widerstand in den Ampelfraktionen, lässt sich Lesenswertes schreiben.

Kurz nach Mitternacht finden Sie hier eine Reportage aus der Ukraine von Moritz Gross/ver.di-publik: “‘Wir sind auf der Hut’ – Ukrainische Gewerkschaften — Tarife aushandeln, Kollegen unterstützen, Krieg aushalten. Wie die Arbeit der Gewerkschaften in der Ukraine zweieinhalb Jahre nach dem russischen Überfall aussieht” Im Kriegszustand ist alles kontrovers, auch dieser Text. Aber im deutschen Diskurs der überbordenden Gewissheiten erlaubt er einen zarten Blick in die Wirklichkeit des Krieges. An deutschen Schreibtischen ist die nicht bekannt.

In Beuel tobt der Herbstwind (aber kein Sturm!), und lässt immer wieder bezauberndes Sonnenlicht durch. Wo ist es besser als hier? Obwohl: die Bahn in NRW steht an diesem Wochenende still. Wer die Vollsperrung von Köln nicht kapiert, bekommt gratis noch eine in Bochum dazu. In Dortmund wird heute Fussball gegen Bochum gespielt, und ich weiss nicht, wer von den beiden mehr Angst davor hat. Die Zuschauer*innen werden mit dem Fahrrad anreisen müssen. Infrastruktur? War früher, ich habs noch erlebt. Rheinpegel Bonn 319cm.

Nächster Newsletter Montagabend, wie immer, wenn “Barnaby” Klamroth in die Quotenflucht schlägt.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Frisch eingetroffen: Herbst

Nun ist es auch in Beuel so weit. Die Sonne ist weg, der Regen ist da. Können unsere Texte aufhellen? Entscheiden Sie selbst.

Der Erfreulichste ist vielleicht Unser Ziel: Frieden in der Welt! – Aufruf von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten zur Friedensdemonstration am 03.10.2024 in Berlin – Krieg ist eine furchtbare und grausame Folge politischen Versagens, die viele unschuldige Opfer trifft – immer!” Christoph Habermann u.a. hören nicht auf. Gut so.

“Aus Erfahrung dümmer” wird nach Meinung David Schalkos Österreich, das hierbei als Avantgarde für Deutschland fungiert. Das ist in der Weltgeschichte schon mal ganz furchtbar scheisse ausgegangen. Am Sonntag wählt Österreich ein neues Parlament.

Wenn Sie Fussball hassen – Hassen ist nach Jürgen Roths/Junge Welt Meinung ein Menschenrecht – dann erfüllen Sie unsere Fussballtexte vielleicht mit Schadenfreude.

Dieter Bott enthüllt sein Günter Netzer-Bild, das meinem sehr ähnelt: “Wenn die Welt keinen Fussball kennt – Wem würde nichts fehlen?” Ich kommentiere die Pokerpartie um die TV-Rechte: “Deutscher Abstieg – Die DFL pfeift im Wald”.

Kurz nach Mitternacht finden Sie hier – gefühlt erstmals – eine materialistische Analyse der Coronapolitik aus dem Open-Source-Ressort der Berliner Zeitung von der Schweizer Autorin Tove Soiland: “Weder Verschwörung noch Zufall – Was war die Corona-Krise? – Unsere Autorin plädiert für eine politökonomische Interpretation der Corona-Krise. In deren Zentrum steht der Aufstieg eines globalen ‘Biosecurity-Staates’.” Biosecurity – nie gehört? Sehen Sie, das meine ich mit “erstmals”.

Eine Freundin fragte mich heute nach dem Rücktritt des Grünen-Bundesvorstandes, offenbar unbesorgt um meine Gesundheit, ob das nichts für mich sei. Meine Antwort: ich habe ja leider überhaupt keine Zeit.

Rheinpegel Bonn 216cm.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Aufruferei

Ich hasse Vereinsjournalismus. Ich bin der unzähligen Aufrufe und Offenen Briefe müde. Gleichzeitig nehme ich schmerzhaft – und es ist ein Reiz-Schmerz – wahr, welche Vernunftpositionen, egal was mann im Einzelnen von ihnen halten mag, im inländischen Mediendiskurs überhaupt keine Repräsentanz mehr finden. Was bei mir persönlich zu Mediendiät führt. Und zu Kompensationshandlungen in diesem Blog. Weiterlesen

Erwartetes ist eingetreten

Schon vor dem Brandenburg-Wahlabend warf ich die Frage auf: “Warum? – Brandenburg u.a.: falsche Beratung richtet nicht nur Schaden an – am Ende könnten wir alle weg sein”. Guntram Wille im Open-Source-Ressort der Berliner Zeitung beklagt die “Leseschwäche” der Beteiligten. “Wählt, als ob euer Leben davon abhängt” – diese Devise von Billy Eilish ist noch nicht nach Mitteleuropa vorgedrungen. Ergebnis, nicht nur von Reinhard Olschanski: “Kommando Scherbenhaufen”, das ich sogleich mit einem Kommentar versehen habe. Weiterlesen

Es gibt Wichtigeres als die ARD

“Über all das spricht gerade so gut wie niemand” ist ein Zitat der Kollegin Annika Schneider, die noch vor kurzem bei mir um die Ecke wohnte. Sie ist nun Redakteurin bei uebermedien, wofür ich ihr alles Gute wünsche. Die Besetzung ihres Jobs hat zuletzt allzu oft gewechselt. Was Frau Schneider über eine neue – ja, noch eine – ARD-Talkshow schreibt, kann ich noch nicht lesen (Paywall), mache Ihnen aber Vorschläge, was Sie Wichtigeres lesen können. Weiterlesen

Unaufgeregte Ignoranz

In “Puzzle” meditiert der grosse Weise Hennig Venske über diverse Kanzlerkandidaten.

“Ich habs – Das Mittel gegen Desinformation” und bringe damit womöglich zahllose Geschäftsmodelle zum Einsturz. Also Vorsicht beim kritischen Lesen.

Nach Mitternacht hier mehr über die “Radikale Konsequenz” der Deutschen einst und jetzt.

Während ich heute Abend ein wenig unwichtigen Fussball glotze, schlafen Sie schon mal vor. Um 2.50 h heute Nacht überträgt die ARD die weltweit wichtigste Talkshow. Halten Sie alle Ihre Drogen bereit – Sie werden sie brauchen. Lesen Sie vielleicht vorher schnell Jenni Zylkas Meditation über “Alarmismus” vs. “unaufgeregte Ignoranz”.

Rheinpegel Bonn 215cm.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Einzelstücke

Mit Wertvolle Einzelstücke – Woanders nicht zu finden: Springer/KKR, Pakistans Staatszerfall, Österreichs Faschismus, Koalitions-Selbstzerstörung, Olümpia-Unsinn” begann das Wochenende.

So ein wertvolles Einzelstück ist auch “Freie Republik Wiener Festwochen – WIDERSTAND JETZT – STOPP DER FPÖ! – Gegen die Rückkehr zum Ständestaat – für echte Demokratie und wahre Freiheit!” von Mavie Hörbiger, Elfriede Jelinek, Birgit Minichmayr, Caroline Peters, Claus Philipp und Milo Rau – Künstler*innen, die ich alle sehr, sehr verehre. Bemerkenswert der Bonn-Bezug, der in unserer Stadt nur den wenigsten noch bekannt sein dürfte: “Das Stück (“Burgtheater”) der Nobelpreisträgerin (Elfriede Jelinek), das 1985 bei seiner Uraufführung in Bonn zum größten Theaterskandal der Republik führte, beschreibt die beschämende Rolle, die die Kultur- und insbesondere Theaterszene in Nationalsozialismus und Faschismus – vor und nach dem Krieg – spielte, sei es aus Gleichgültigkeit oder Mitläufer:innentum.” Weiterlesen

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