Beueler-Extradienst

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Schlagwort: Stefan Niggemeier (Seite 5 von 5)

Holm / Barley / Lobo / Niggemeier

Christoph Twickel bewertet die Ernennung von Andrej Holm zum Staatssekretär im rot-rot-grünen Berliner Senat. (Freitag)
Ebenfalls im Freitag ein interessantes Porträt von SPD-Generalsekretärin Katarina Barley. Die Bewertung ihres Examensthemas (Kommunalwahlrecht für EU-Ausländer) durch die Autorin als “dröge” halte ich allerdings für extrem abwegig.

Und nun zu den Fake News: Sascha Lobo (Sp-on) muss ich wohl bald zum Internet-Weisen aus dem Abendland erinnern.
Und eine illustrative Ergänzung von Stefan (erst hatte ich hier fälschlich “Horst” geschrieben; von dem muss ich heut nacht wohl geträumt haben) Niggemeier, wie Presse ganz ohne Journalismus – schon lange – hergestellt wird.

Lehren aus Trump (VIII) – sein Weg, die Atlantiker, die EU und wir Linke

Schon über eine Woche alt ist diese Darstellung der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) von Trumps Weg zum Wahlsieg. Sie illustriert erneut, dass den Demokraten der Frieden mit dem Großkapital, mit dem die NZZ sich ja bekanntlich exzellent auskennt, und das Verhindern von Sanders wichtiger war als ein Wahlsieg.

Wir hatten hier vor wenigen Wochen eine Analyse publiziert, wie sich das außen- und rüstungslobbyistische US-Establishment auf eine Präsidentin Clinton vorbereitete. Nun muss es sich umorientieren. Hier beobachtet Telepolis-Chef Florian Rötzer die sog. “Atlantiker” bei der Arbeit.

Realismus bei den europäischen Neoliberalen? Alexander Hagelüken versucht es, “Sozialausgaben” will er weiter “begrenzen”, den Wähler*inne*n soll es also nicht besser gehen, aber im Kern hat er verstanden, was die EU zerstört. Es ist die Politik unserer Bundesregierung.

Das hat auch Robert Misik verstanden, für den Albrecht Müller und Jens Berger von den nachdenkseiten, unterschiedlich temperiert, nur Häme und Herabsetzung übrig haben und seine strategische List verstehen sie nicht. Dabei ist es gerade Müller, der seit vielen Monaten die Unmöglichkeit von Alternativen zu einer Merkel-Regierung “beweist”. Misik artikuliert Überlegungen derer, die noch zu eigenen Lebzeiten Fortschritt sehen wollen, und vor allem Bündnisse gegen menschenfeindliche Tendenzen schmieden wollen, ohne Aufnahme-Gesinnungsprüfung, sondern mit Respekt und Anerkennung für Andersdenkende. Was muss denn noch passieren, damit wir die Gefahren erkennen und zusammenarbeiten, statt uns zu bekämpfen?

Weitere nützliche Hinweise dazu geben Stefan Niggemeier (uebermedien) und Michael Hartmann. Streitsüchtige würden zwischen beiden einen Gegensatz konstruieren; politische Intelligenz bestünde darin, beide zusammenzudenken.

Lehren aus Trump (III)

Zum Beginn zwei prägnante Beispiele, wie es gehen kann und wie nicht. Richard Meng kenne ich schon aus seinen Juso-Zeiten in der Studentenpolitik der 80er Jahre. Er wirkte immer etwas weichgespült und wehleidig-selbstverliebt, in seiner Jugendorganisation stand er immer eher rechts, links von ihm standen seinerzeit Leute wie Gerhard Schröder oder Olaf Scholz. Das hat sich dann im Laufe der Jahrzehnte sehr verändert. Meng wurde ein anständiger, sogar bisweilen qua Sachkenntnis SPD-kritischer Journalist (Mitglied ist er bis heute), während viele Genossen von links nach rechts an ihm vorbeizogen. Ein reflektierter, nachdenklicher Typ ist er damals gewesen und bis heute geblieben, wie er mit diesem Carta-Beitrag zeigt, bei dem wir ihm lesend beim Nachdenken zuschauen können.

Jens Berger, Redakteur der Nachdenkseiten, ist ein fleißiger, konsequent-linker Typ, vermutlich schon immer gewesen. Er schreibt seit langem viele kluge Sachen. Wenn wir aber dazu hier mal das aktuellste Beispiel nehmen, so hat er einerseits nach meiner persönlichen Meinung weitgehend Recht. Doch was hilft rechthaben? Weiterlesen

Gruseltipps: Elbphil / Schwarze Obama-Bilanz / Lügenpresse / Tatorte, sehr alte

Private-Public-Partnership soll ein Steckenpferdchen unseres Bonner OB Sridharan sein. Im Kern besteht die Partnerschaft daraus, dass Public bezahlt und Private kassiert. Wenn ein Medium davon etwas versteht, dann das Handelsblatt, das es am Beispiel der heute eröffneten Elbphilharmonie schön erklärt. Es hat wahrscheinlich nur ein bisschen Platz gefehlt – oder es wird bei den bekannt sachkundigen und hochgebildeten Handelsblatt-Leser*inne*n vorausgesetzt – um zu erwähnen, dass die Firma Hochtief heute mehrheitlich zum spanischen ACS-Konzern gehört. Dessen Hauptaktionär ist der semikriminelle Vereinspräsident von Real Madrid und persönliche Freund aller spanischen Regierungschefs, sofern sie der rechten PP angehör(t)en, Florentino Perez.

Wenn Sie unbesorgt um Ihre aktuelle Stimmung sind, lesen Sie diesen Sp-on-Kommentar von Thomas Fricke, der mit Blick auf die US-Präsidentenwahl politökonomische Vergleiche zwischen den 30er-Jahren und heute zieht.
Vor wenigen Tagen sendete das Deutschlandradio ein sehr interessantes Feature zur Bilanz der Obama-Präsidentschaft aus der Perspektive der Afro-Amerikaner, hier nachhör- oder -lesbar.

Neue Fakten zum Thema “Lügenpresse” hat Stefan Niggemeier gesammelt.

Und wenn Ihnen das noch nicht Grusel genug ist: heute Abend gibt es zwei Tatort-Premieren: “ONE” wiederholt heute um 20.15 h die allererste Folge von Batic&Leitmayer (Bayern) von 1991! Im “Ersten” folgt um 22 h die allererste Folge von “Börne&…” wie heisst er noch, also Axel Prahl Schauspielgott aus dem Jahre 2002.

Kippt Wohntower um? / Strippenzieher Soros / TTIP&CETA / ARD&ZDF-Jugendding

Nein es ist diesmal kein Sack Reis. Es ist auch nicht in China. Fallen einige Immobilienmilliarden in San Francisco in die Bucht? Panik der Superreichen breitet sich aus. Mensch Köln, Dein U-Bahnbau is ja nix dagegen!

Der Superreiche Soros – vieldämonisiert. Telepolis versucht sich an einer differenzierten kritischen Analyse.

Michael Wendl gehörte innerhalb der Jusos mal der gleichen Strömung an wie Gerhard Schröder. Sie nannten sich “Antirevisionisten” und es waren die 70er Jahre. So gegensätzlich können Lebenswege verlaufen. Beim Oxiblog, mit dessen Gründer Wolfgang Storz mich eine gute journalistische Freundschaft verbindet, erklärt Wendl die strategischen Interessen, die die deutschen TTIP-Fans antreiben.

Stefan Niggemeier, in meinem Augen seit längerem der beste deutschsprachige Medienjournalist, stellt das neue Jugendding “Funk” von ARD und ZDF vor.

Wie VW und die Bundesregierung gemeinsam die Marke “Made In Germany” ruinierten, beschreibt die SZ Weiterlesen

“Stimmung” gar nicht “gekippt”?

Für die FAZ-Herausgeber gibt es seit Monaten nichts Wichtigeres als Merkel endlich loszuwerden. Und die Flüchtlinge gleich mit. Heftig haben sie daran gearbeitet. Immerhin ist die AfD dabei herausgekommen, “Rosemary’s Baby”. Wie es diesbezüglich – zum Vergleich – bei der “Zeit” zuging, hat Stefan Niggemeier hier ausführlich analysiert (Achtung: nach einigen Gedankengängen kommt eine Paywall, zumindest für einige Tage). Aber es gibt selbst bei der FAZ mutige Guerillas in der Redaktion. Einer muss diese Meldung über eine Umfrage der Evangelischen Kirche ins Blatt geschmuggelt haben.

Natürlich ist diese, wie alle Umfragen, interessengeleitet. Ich identifiziere mich in diesem Fall mit diesen Interessen. Bemerkenswert an dieser Umfrage scheint mir zu sein, dass sie nicht nur mit Suggestivfragen Ansichten und Stimmungen ermittelt, sondern nach Lebenspraxis fragt. Diese Ergebnisse sind offensichtlich. Die “Stimmung”, die in Politkreisen und veröffentlichter Meinung verbreitet wurde und wird, entspricht nicht der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Wer praktische Flüchtlingsarbeit leistet, hat überhaupt keine Zeit, sich mit propagandistischem Stimmungverbreiten zu beschäftigen.

IS und Bundesliga haben den gleichen Partner

IS und Fox-News schreiten medienstrategisch Seit’ an Seit’. In Teilen zeigen sie ein identisches TV-Programm, wie Stefan Niggemeier in der FAZ ausführte. Nur dass Fox-News natürlich erheblich mehr Zuschauer hat, als marktführendes TV-Netzwerk in den USA.
Fox-News gehört Rupert Murdoch. Es hat damit den gleichen Besitzer wie Sky. Sky ist der Pay-TV-Sender, der über 80% der Inlands-TV-Einnahmen der “Deutschen Fußball-Liga” zahlt, ein bisschen geben ARD und ZDF, also wir, dazu. Von so einem wird also der Löwenanteil der Gehälter von Manuel Neuer, Marco Reus, Mario Götze, Pep Guardiola und Jürgen Klopp bezahlt. Wie fühlen die sich eigentlich dabei? Wird ihnen da nicht schlecht?

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