Pipeline fertig – Arme Reiche – Armer DFB – Arme Antisemitismus-Bekämpfung
Mesut Özil wird vorgeschoben, damit sich die Öffentlichkeit an dem kaltgestellten Fussballer gütlich tut. Ausgerechnet als Erdogan-Anhänger versucht sich der Stillgelegte in Erinnerung zu bringen. Doch eine Pipeline-Fertigstellung kann er damit nicht übertönen. Jetzt fehlen nur noch die Politiker*innen-Proteste. Haben Sie was gehört?
Wenn das Sein das Bewusstsein bestimmt, dann können die Reichen nicht anders. Aus ständiger Angst, irgendwann nicht mehr reich zu sein, auf Abstiegsränge zurückzufallen, müssen sie immer reicher werden. Verzweifelt sucht das Grosskapital weltweit nach renditeträchtigen Anlagen, auf der Flucht vor nationalen Steuergesetzen werden Oasen aufgesucht und Stiftungen gegründet, Immobilien angehäuft, gerne auch Ackerland. Selbst damit lassen sich öffentliche Kassen aussaugen. Die Windsors hatten es vorgemacht. Und dann wird mann als Reicher auch noch von Hass verfolgt. Schlechte Drehbücher, kriminelle Nachrichtenhändler, und am schlimmsten: die eigene Familie. Nee, wer will denn unter solchen Umständen noch reichwerden?
Der DFB z.B. ist es schon lange, mindestens seit 1974, der glorreichen ersten Heim-WM, mustergültig mit dem Farbfernsehen und Adidas zusammen veranstaltet. Einiges hat sich seitdem angesammelt, Kapital, aber auch viel … naja, nennen wir es mal Wirtschafts- und Steuerkriminalität, ist ja s.o. kaum vermeidbar. Übereifrige Staatsanwält*inn*e*n wühlen darin rum, und werden gewiss Sachen finden, nach denen sie gar nicht gesucht haben. Die Geier kreisen schon, aus süddeutscher Richtung kommend. Die Gelegenheit scheint günstig, dabei auch den ollen Bundestrainer endlich loszuwerden. Es geht halt nicht um Fussball.
Nicht in erster Linie um die Bekämpfung des Antisemitismus geht es vielen, die damit hervorzutreten versuchen. Volker Beck, Ex-Grüner-MdB ist für mich so eine tragische Figur. Zu Bonner Hauptstadtzeiten haben ich ihn nicht nur für seinen schnellen Verstand geschätzt, sondern z.B. dafür, dass er sonntags immer ins Büro ging, um Politik-PR zu machen. Sonntage sind die Wochentage, an denen Medienredaktionen ihre Montagsausgaben vorbereiten, und weil ausser Sport “nichts” passiert, immer bei den Sonntagszeitungen des Springerkonzerns abschreiben. Dagegen anzugehen fand ich immer aller Ehren wert. Die Berliner Luft dagegen ist politisch ungesund. Dort laufen sie immer sofort heiss, wg. des allgemeinen Lärms wird alles zu schrill ausgesteuert. So wissen einige Student*inn*en einer Kunsthochschule in Weissensee, die wg. der dortigen Rechtsregierung aus Israel abgehauen sind, um Freiheit der Wissenschaft zu geniessen, gar nicht wie ihnen unter den paranoiden Deutschen, bzw. Berlinern geschieht. Sie hätten gewarnt sein können.