Donnerstag starten die Trump-Festspiele, die dem korrupten Präsidenten sein nicht minder korrupter spezieller Freund Gianni Infantino ausrichtet. Hier hatte ich Ihnen bereits aufgeschrieben, wie langweilig und nahezu unbenutzbar für uns Fussballsüchtige die langweilige Vorrunde gestaltet ist.
Die sportlich interessantere KO-Runde berginnt erst am Sonntag, den 28.6. ab 21 h (MESZ) mit dem Sechzehntelfinale der letzten 32 Teilnehmer. Erst ab dem Viertelfinale der letzten 8 wird ausschliesslich zu europaorienterten Anstosszeiten begonnen. Das Business des Weltfussballs ist bis heute bei den alten Kolonialmächten zuhause.
Zur politischen Vorbereitung gebe ich Ihnen heute folgende Hausaufgaben:
Andreas Schmid (Interview)/FR mit James Montague, Autor von “Engulfed: How Saudi Arabia Bought Sport and the World”: “Putin, Trump, Saudi-Arabien: ‘Infantino ist der perfekte Handlanger der Autokraten'”.
Martin Krauss/Blätter: “Infantinos Imperium – Wie die FIFA demokratische Prinzipien aushebelt und Regierungen erpresst – Wenn im Juni bei der Fußball-WM der Männer der Ball rollt, dann profitiert davon maßgeblich der Weltfußballverband FIFA. Deren mächtiger Chef Gianni Infantino ließ im Vorfeld keine Gelegenheit aus, Donald Trump zu umschmeicheln – den Co-Gastgeber des Turniers. Besteht noch Hoffnung auf eine emanzipatorische Wende im Weltfußball?” Der Autor zitiert u.a. den hier schon bei uns publizierenden Buchautor Glenn Jäger.
Fussballsucht – was tun?
Was kann nun eine sinnvolle Strategie für uns Fussballsüchtige sein? Das Ignorieren der in 4er-Gruppen ausgespielten Vorrunde wird nicht schwerfallen. Wenn die Sieger nicht aufgrund der sportlichen Leistungsunterschiede sowieso schon feststehen, sind die nächtlichen Sendezeiten in Europa das KO-Kriterium. Je weniger zugucken, umso weniger werden die Medienkonzerne beim nächsten Mal zum zahlen der von der Fifamafia geforderten Preise bereit sein. Und sie sind mit 90% die entscheidende Kapital- und Machtquelle für Infantino und seine Brüder.
Nach dem 28.6. 21 h mit Beginn der KO-Runde (“Sechzehntelfinale”) wird es bei mir persönlich Rückfälle geben. Ich werde es wie 2022 bei Qatar halten: wenn ich zugucke, spende ich am Eingang vom Momo einen Ablass an Amnesty. Meine jährliche (steuermindernde) Spende an ProAsyl geht sowieso seit Jahren klar.
Und wenn Sie sich hier durch die WM belästigt fühlen, die ja nun leider eine politische Tatsache der realen Welt ist, dann lesen Sie halt woanders. Lesen ist immer freiwillig.

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