Die guten Nachrichten sind nicht von hier, sondern aus Afrika und Amerika

Da fiel mir gestern morgen der Espresso-Löffel aus der Hand. Der Deutschlandfunk sendete diese Propaganda der Neofaschistin Giorgia Meloni, die den Rassismus zur italienischen Staatsräson erhoben hat, als “Nachricht”. Darauf muss mann als deutscher Konservativer, wie sie die DLF-Nachrichtenredaktion beherrschen, ja erstmal kommen. Der Weg dorthin ist offenbar kurz – und überwunden.Für solchen Trash kann es garnicht genug “Programmreform” geben.

Zum “Brandmauer”-Gewese hat Wolfgang Storz/bruchstuecke das Nötige niedergeschrieben. Mal abgesehen davon, dass Signora Meloni besser selbst, wenn nicht dahinter, dann in eine solche hineingehört, bemerkt Storz ganz richtig, was der real existierenden metaphorischen Brandmauer fehlt: “Teil 2: Wir nutzen die Zeit und machen zeitgleich eine viel bessere Politik als die bisherige, um die AfD an Wahltagen zu dezimieren.” Stattdessen siehe bei Roland Appel.

Doch es gibt auch gute Nachrichten aus der fremden Welt da draussen

Die wie immer erstklassige Alina Schwermer/taz hat einen interessanten Interviewpartner aufgetan, der Informatives mitzuteilen hat:

Afrikanischer Fanaktivist über die Fifa: ‘Es ist der Anfang einer globalen Fanbewegung’ – Der Koordinator von ‘Football Supporters Africa‘, Adebayo Akande, erklärt, weshalb Fifa-Chef Infantino weg muss und was der afrikanische Fußball braucht.”

Und über New York City schreibt Sebastian Moll/taz das:

New York City 25 Jahre nach 9/11: Anschlag auf ein Lebensgefühl – Neoliberales Luxusprojekt: Die Turbo-Gentrifizierung nach dem 11. September hat die New Yorker von ihrer eigenen Stadt entfremdet.”

Fazit: der kapitalistische Gentrifizierungszug fährt mit gewaltigen PS, aber die Kräfte, die ihn aufhalten wollen, formieren sich. Die wichtigsten Wahlen dieses Jahres finden am 3. November statt.

Über Martin Böttger:

Avatar-FotoMartin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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