Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Newsletter (Seite 17 von 54)

Jetzt sind wir dran

Glaubt mann deutschen Medien, sind die Deutschen geradezu süchtig danach, endlich, endlich mal wieder zwei Kreuze auf einen Zettel zu machen, um ihrer Wut, Unzufriedenheit, Kritik Luft zu machen und ihr eine rechte Richtung zu geben. Und da in Berlin kein*e hauptberufliche*r Politiker*in mehr ohne Medienhilfe aufrecht stehen kann, wird es auch so gemacht. Weiterlesen

Schwäche, Mangel, Jammern auf hohem Niveau

“Wirtschaftsschwäche?” Heiner Jüttner erklärts Ihnen in kompakter Präzision. Das deutsche Geschäftsmodell ist Jammern auf hohem Niveau.

“Grund- und Hauptwidersprüche” betreffen u.a. asoziale Medien in Konzernhand und die Autoindustrie.

“Kompetenzmangel – Macht die ‘Ampel’ das 49€-Ticket kaputt? Nicht nur das.” Den Kindern sollen auch die asozialen Medien verboten werden, weil die Erziehungsberechtigten zu Anderem zu doof sind.

“Verkaufte Kindheit – Wie der Immobilienkapitalismus Erinnerungen vernichtet” betrifft Kirchenimmobilien in der Stadt meiner Kindheit Gladbeck.

“Weniger nützlich” ist “Die Ausgrenzung nicht-ganz-genauso-Denkender” anhand von Beispielen bei Petra Erler und Jacobin.

“Alles andere als sozial”, das meint nicht nur Dagmar Marianne Zeiss im Open-Source-Ressort der Berliner Zeitung. “So ungerecht ist die Vermögensverteilung in Deutschland: Der Bund entlastet vor allem Besserverdienende und Beamte. Das gefährdet den sozialen Frieden.”

“Billionaire Endgame” ist Gegenstand eines Jacobin-Textes zu den US-Wahlen, den ich an dieser Stelle empfehle.

“EU-Mörder*innen” ist die Empfehlung eines Dokumentarfilmes in der ARD-Mediathek. Leider ist nichts dabei übertrieben.

“Endlich ein Gesicht” zeigt die Mannschaft von Borussia Mönchengladbach im Profifussball der Herren. Sollte die Leidenszeit in der Post-Favre-Zeit endlich ein Ende haben?

Heute Mittag gab es wenige Stunden echtes Tageslicht in Beuel. Auch mal schön. Rheinpegel Bonn 192cm.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Die nächste Zeitenwende

Zur Wahl des “mächtigsten Mannes der Welt” KüppersbuschTV “Und nun?” und Bernie Sanders (Übersetzung Adalbert Krims): “Zum Ergebnis der Präsidentschaftswahlen 2024”.

Zum Ende der Ampelkoalition Roland Appel “Ende mit Schrecken”, sowie Reinhard Olschanski “Mit Wissing wäre das nicht passiert”.

Der arme Roland glotzt “Maischberger”. Und das kommt dann dabei raus: “Wie verkommen?”. Auf mich hört er ja nicht (s. Kommentare).

Aus unserer Region mein neuestes Bahnerlebnis (das 209. in diesem Blog): In Bewegung bleiben – Das verordnet die DB ihren Fahrgästen in Köln und Bonn. Und das macht sie so: – Wundersame Bahn CCIX”.

Kurz nach Mitternacht hier zwei Leseempfehlungen, die über die Tageshektik dieser Woche hinausweisen: “Grund- und Hauptwidersprüche” – asoziale Netzwerke in Konzernhand und Autos in Konzernhand.

In Beuel macht keine*r mehr das Licht an. Warum aufstehen? Für gutes Essen aus guten Küchen und schöne Mitesserinnen. Rheinpegel Bonn 206cm.

Nächster Newsletter Montagabend zu “Barnaby”.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Nun ist es wieder passiert

Ich habe nicht die Nacht vor der Glotze durchgemacht, und beglückwünsche mich dafür. Nun werden vier Jahre folgen, in denen der irre Greis die Medienwelt dazu veranlasst, ihm im Irrewerden gleichzutun. Ich wünsche Ihnen und mir und dem Beueler Extradienst, dass unser intellektuelles Immunsystem dem standhält.

Die Alten Herren dieses Blogs stehen dafür – möge ihnen noch langes Leben vergönnt sein. Henning Venske “Ein Anarchistischer Best-Ager” und Heiner Jüttner “manu skriptum”. Was für eine Wohltat im Kontrast zum grassierenden reaktionären Schwachsinn.

Reinhard Olschanski über “Christian Lindner – Glücksritter des Crash”. Ich über Trump “Trumps Erfolgsrezept” vor der Wahl und “Die Rache der Männer ist fürchterlich” nach der Wahl, sowie die oligarchische Wettmafia “Kapitalismus dreht frei – Das kriminelle Wettgeschäft – darauf ist wahrscheinlich sogar Donald Trump neidisch”.

Ein dunkler Tag für die Welt. In Beuel ging passend heute kein Tageslicht an. Rheinpegel Bonn 213cm.

Nächster Newsletter übermorgen/Freitagabend.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Präwochenendwelle

Nachdem Roland Appels Beitrag “Baerbocks und Merz’ gemeinsames Waterloo?” heute nacht erschienen ist, ist am Tag das zu hören. In weiss nicht, welches Regime sowas juckt – in erster Linie ist es eine Schikane für die hier lebenden Iraner*innen. Die haben mit ihren Konsulaten schon genug Scherereien.

Die hatte, so viel Gerechtigkeit muss sein, auch der Bundespräsident bei seinem Staatsbesuch in Griechenland (Tagesschau ab Minute 11:20). Warum gerecht? Zum einen wg. der deutschen und EU-Flüchtlingspolitik. Zum andern wg. des Zusammenhangs, der in Deutschland besonders aktivistisch ignoriert wird, wie Eberhard Rondholz schon vor 8 Jahren analysiert hat: Zweierlei Erinnerung – Der Überfall der Deutschen auf Kreta 1941 – Vom Umgang mit der Vergangenheit in der griechischen und deutschen Erinnerungskultur – aus Anlass eines aktuellen Staatsbesuches”. Weiterlesen

KI

Diese Abkürzung steht sowohl für “Idiotie, künstliche” wie für Kindliche Intelligenz – Wie ich eine Diskussion gegen ein Kleinkind verlor – Unser Autor ist Vater von zwei Kindern. Einer seiner Söhne erteilte ihm vor vielen Jahren eine Lektion. Er brauchte dazu nur ein einziges Wort.” von Reiner Keller im Open-Source-Ressort der Berliner Zeitung. Und auch Ingo Arends Buchbesprechung ordnet sie hier thematisch ein: Vom sozialen Ursprung der Algorithmen – Im Gegensatz zu alarmistischen Streitschriften ordnet Matteo Pasquinelli das Thema der künstlichen Intelligenz in die Sozialgeschichte ein”. Weiterlesen

Politikverachtung

Von dem Gewäsch über “streitende” Parteien und Politiker*innen halte ich grundsätzlich nichts. Wenn es mal keinen Streit mehr gibt, sollte uns das mehr beunruhigen. Ich bin auch nicht der Meinung, dass Politiker*innen “zu teuer” sind. Im Gegenteil: sie sind unterbezahlt, darum umso leichter käuflich, und die Besten bewerben sich deswegen schon nicht mehr bei Wahlen. Darum bin ich zunehmend besorgt um die in mir aufsteigende Politikverachtung. Weiterlesen

Der Streit um die Stadt

Unter dem Titel “Wo leben Sie denn? – Die grosse und die kleine: Care-Krise und BSW-Krise” empfehle ich Ihnen die mir wichtigsten Texte des Vortages.

“Weniger borniert als in Bonn” ist die bundesweite Handelslobby, die Meinungen der Bevölkerung zur ihren Innenstädten von der Firma CIMA hat ermitteln lassen – mit für diese Auftraggeber*innen überraschend vernünftigen Ergebnissen.

Ich verabschiede mich mit diesen Hinweisen zum europäischen Spitzenfussball (der Herren).

Rheinpegel Bonn 346cm aus einem güldenen Beueler Herbst.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Widerlichkeitswettbewerbe

Ein neues Päckchen von der Informationsstelle Lateinamerika: Katharina Köhler: “Tod durch Unterlassung und Ignoranz – 
Brasiliens Nekropolitik während der Covid-19-Pandemie”, Ximena Villalpando: “Auf der Suche nach Leben – Auf der Suche nach Leben auf den Wegen des Todes – Die Nekropolitik des Grenzregimes in Mexiko” und Thomas Scheible: “Gegen das Sterbenlassen – Gegen das Sterbenlassen vor der Festung Europa – Seenotrettung auf dem Mittelmeer mit Sea-Watch”. Warnung des Beipackzettels: es, vor allem der letzte Text, wird Sie nicht unberührt lassen. Weiterlesen

Frauen unterwegs – in Beuel und Brasilien

Am gefährlichsten ist es immer zuhause. Das ist auch in Brasilien so. Isadora Machado/Informationsstelle Lateinamerika: “Freiheit heißt, keine Angst haben – Tödliche Gewalt gegen Frauen in Brasilien”.

Von Beuel aus zu reisen – ist das noch eine gute Idee? Während ein Beueler Freund sich in Frankreich mit Starkregen beschäftigen muss, versuchte gestern eine Ehrenfelder Freundin von Beuel nachhause zu kommen. Mit der Bahn. “Infrastruktur? Beuel – Ehrenfeld – Wundersame Bahn CCVII”. Weiterlesen

Oktober

Es soll ja Gegenden geben, in denen fangen jetzt schon Weihnachtsmärkte an. In Beuel ist es nur leider für Glühwein noch gar nicht kalt genug. Für Leute wie mich ist es das nie. Ich trinke nur Gutes.

“Oktober in Europa” ist Hanspeter Knirschs politischer Beitrag zu dem Thema. Bei den Leser*innen-Klicks Shootingstar des Tages. Weiterlesen

Ruhe vor dem Sturz?

Es regt schon keine*n mehr auf. Viele berichten noch nicht einmal. Das Ende der Bundesregierung naht, und niemanden interessierts. Mehr dazu kurz nach Mitternacht hier: “Bester Krimi des Jahres”.

Meine gestrige Tageslektüre: “Alle haben recht”. Und zur gestrigen “Shell-Jugendstudie”: “‘Pflichtfach’ – mit wem?”.

Erwartbar heftig die Debatte zu Charlotte Wiedemanns Text. Hier bestätigt sich meine persönliche Abneigung gegen dieses Agendasetting: es geht nicht um Jüdinnen/Juden und/oder Palästinenser*innen – es geht immer um deutsche Selbstvergewisserung. Und verstellt den Blick auf die Welt. Auswandern? Aber wohin? Gibt es einen besseren Ort als Beuel?

Rheinpegel Bonn 419cm.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Drogenökonomie und Nato

Mr. Stoltenberg glänzte als norwegischer Regierungsschef noch mit Empathie für die Opfer, als sein faschistischer Landsmann Breivik ein Massaker angerichtet hatte. Die Gedenkfeier wurde in Norwegen gebannt an den Bildschirmen verfolgt, wie es hierzulande nur bei deutschen WM-Spielen geschieht (Politik erlebte das hierzulande nur in den frühen 70er Jahren). Dieser Stoltenberg hat seitem eine steile Karriere hingelegt, die jetzt von der Nato abwärts nach München führt. Petra Erler würdigt das politisch: “Jens Stoltenberg: Nato duchschaut ‘Putins Bluff’ – Ein merkwürdiges Interview der Financial Times, das tief blicken lässt”. Weiterlesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Beueler-Extradienst | Impressum | Datenschutz

Theme von Anders NorénHoch ↑