Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

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Krähe gegen Krähe

Viele was-mit-Medien-Menschen können mit deren sozialer Intelligenz nicht ganz mithalten

In meiner idyllischen Beueler Wohnumgebung haben soeben die verbündeten Krähenstämme die Luftherrschaft übernommen. Die bekannten rheinischen Halsbandsittiche, ausgewilderte Käfigtierchen, die ebenfalls die Macht der kollektiven Solidarität beherrschen, machen keinen Pieps mehr. Der menschliche Volksmund sagt, “eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus”, was der sozialen Intelligenz dieser wenig possierlichen Spezies nur begrenzt Rechnung trägt. Sie sind gross, sie sind schwarz, und ihre Sprache erfreut das menschliche Ohr eher nicht. Und sie gehen noch nicht mal zur Seite, wenn ich mit meinem Fahrrad daherkomme. Weiterlesen

Staatsmonopolistischer Imperialismus

Die Containerschifffahrt

Ein DLF-Feature in einer Übersetzung von Marten Hahn (die Autor*inn*enangaben aus dem Abspann sind online leider – wie das ganze Manuskript – unsichtbar): Die Macht der Container: Wie Reedereien den Lauf der Weltwirtschaft bestimmen – Vom Apfel bis zur Zahnbürste: 90 Prozent der Dinge, die wir kaufen und besitzen, wurden in einem Schiffscontainer transportiert. Er ist die Grundlage der globalen Wirtschaft und Konsumgesellschaft. Einblicke in die Welt des Warentransports auf See.” (Audio 52 min). Eine 1a-journalistische Wertarbeit. Weiterlesen

Moderne Wirtschaftsberichterstattung?

Kurzfassung der Studie – Wie Podcasts auf Spotify und in der ARD Audiothek über Wirtschaft sprechen
Auf einen Blick

– Podcasts gewinnen im Bereich der Wirtschaftsberichterstattung an Relevanz.

– Das Angebot auf Spotify ist mit 656 Wirtschafts-Podcasts deutlich größer als das der ARD-Audiothek (28 Angebote).

– 60 Prozent der Spotify-Podcasts werden von Unternehmen produziert, 27 Prozent von Medienakteur:innen. Weiterlesen

Helm auf

Die Bundesregierung plant, Fahrtrichtungsanzeiger (Blinker) an allen Fahrrädern zu erlauben. Bisher sind diese nur bei mehrspurigen Fahrrädern und bei solchen mit einem Aufbau erlaubt. Eine Pflicht, die Räder künftig damit auszustatten, ist nicht vorgesehen. Die Regierung erhofft sich von dieser Maßnahme eine Minderung des Unfallrisikos. Angesichts des immer noch wachsenden Straßenverkehrs und der zunehmenden Zahl an Radfahrenden ist das gewiss eine sinnvolle Planung. Daher ist nicht nachvollziehbar, dass die Regelung nur optional und nicht bindend sein soll.  Weiterlesen

Deppendiskussion

Wie die “Sportschau”-Killer das AfD-Geschäft besorgen – die angebliche “Brandmauer” ist nur eine Halluzination

Die SZ hatte vor Jahrzehnten mal die höchstangesehene kritische Medienredaktion. Heute dagegen. Ich lese sie nicht mehr, weil fast nichts ihrer Inhalte noch digital frei zugänglich ist. Aber Andere lesen sie, z.B. solche, die das Abo als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen können. Dieser Weg ist mir als Rentner verschlossen. So lese ich in einer Email eines zitierenden Kollegen aus der SZ folgenden Unsinn: Weiterlesen

Rest der Welt

Um nicht zu schimpfen, lieber Lob für hervorzuhebende Einzelfälle. Der Kollege Glenn Jäger/Junge Welt setzt seine stark geraffte aber immerhin kontinuierliche Berichterstattung über den Africa- und den Asien-Cup im Fussball der Jungs fort. Und Überraschung! In der FAZ ist von Olaf Jansen sogar der Anflug einer Analyse erschienen (mit Firefox war das heute morgen paywallfrei): In der Hitze des Südens scheitern die Favoriten – Algerien? Raus. Tunesien? Raus. Marokko? Auch raus. Bei der Afrikameisterschaft in der heißen Elfenbeinküste enttäuschen vor allem die Teams aus dem Norden des Kontinents. Doch mancher Coup hat andere Gründe.” Weiterlesen

Bezahlkarten? Nein, Danke!

Wie kann man geflüchtete Menschen noch mehr diskriminieren? Richtig, geht ihnen an das Geld! Armes Deutschland! Außerdem: Wir hätten gerne 100% weniger #Höcke und gerne auch einen #Söder weniger. Viel Spaß und gute Unterhaltung!
https://invidious.nexxtpress.de/watch?v=kd8U6hN9Ezw&list=PLOdu780vIZHiAWiZhQYe9Xh7x2N1n-3xN&index=0

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Britische Krimis

In der Glotze sind sie die Besten. Bei der Frequenz ihrer Produktion und Ausstrahlung müssten die britischen Inseln mittlerweile menschenleer sein. Mein Vorschlag wäre, in Deutschland nur noch alle drei Tage einen Krimi (bei Serienmorden entsprechend seltener) auszustrahlen, damit im Publikum kein falscher Eindruck mehr über die Kriminalität hergestellt wird. Das wird er nämlich. Aber auf mich hört ja keiner. Beim britischen TV zum Glück auch nicht. Weiterlesen

Postmoderner Konservatismus

Die Union sollte sich nicht zu sehr auf die Merz/Linnemann/Rödder-Spur locken lassen

Vor kurzem verkündete der rechtskonservative Historiker Andreas Rödder in der FAZ „Das Ende der grünen Hegemonie“. Der Mann war einmal Chef der CDU-Grundsatzkommission, bis er für eine Zusammenarbeit der Union mit der AfD eintrat und zurücktreten musste – immerhin. Weiterlesen

Medien-Missverständnis

Wer die Gefahr nicht erkennt, kann die Demokratie nicht retten

Vielversprechend der Titel, enttäuschend der Inhalt: Albrecht v. Luckes/Blätter “Gegen Ampel und AfD: Die mobilisierte Republik”. Denn er kniet sich, typisch fürs Hauptstadtghetto, tief ziselierend in Regierungs- und Parteienhandeln rein, versteht aber, ebenso wie die, nur wenig von der real existierenden Bewegung. Interessiert das überhaupt? Auf diese Frage brachte mich Stefan Niggemeier/uebermedien: “Werden ‘Tagesschau’ und ‘Heute’ der Größe der Demos gegen Rechts gerecht?” Weiterlesen

Selbstzerstörung oder …?

Ob es Xi Jinping amüsiert? Oder ist er klug genug, die Gefahren für die Welt zu erkennen, die absteigende Mächte mit sich führen? Diese Mächte sind die USA und die BRD, letztere die dominante Führungsmacht der EU, aber zu ihrem eigenen Leidwesen ohne Atomwaffen. Ich wende mich zuerst den USA zu. Das dortige politische System ist sperrangelweit offen für Einflussnahme durch die Inhaber*innen ökonomischer Macht. Das ist mittlerweile nah an seiner Selbstzerstörung. Dass dort einige ernsthaft diskutieren, dass das Russland schuld sei, zeigt nur, wie weit unten sie schon sind. Weiterlesen

Medienkritikerin Monroe

Für eine adäquate zeitgenössische Kenntnisnahme der Medienfigur Marilyn Monroe (1926-62) war ich zu spät geboren (1957). Für mich als Kind und Jugendlicher war sie eine Figur des Gestern. Und eindeutig überzogen aufgetakelt von der Industrie, für die sie arbeitete. Ich mochte mehr Echtes, und Stärkeres. In letzterem täuschte ich mich in ihr. Das merkte ich erst viel später. Weiterlesen

Irrer Überbietungswettbewerb

Im Südwesten Englands errichtet das französische Energieunternehmen EdF das Atomkraftwerk Hinkley Point C mit zwei EPR-Reaktoren (Europäischer Druckwasserreaktor) zu je 1600 Megawatt. Die wechselvolle Geschichte dieses Projekts wird aktuell von neuen Kostenschätzungen gekrönt. Zuerst die BBC und dann auch FAZ und Spiegel (Paywal) nannten schwindelerregende Zahlen. Demnach kalkuliert EdF zur Zeit mit über 40 Mrd Pfund, wobei den Angaben von BBC – 46 Mrd GBP – am ehesten zu trauen ist, da die Leithammel der deutschen Medienlandschaft den Atomausstieg immer noch nicht verwunden haben. Umgerechnet sind das 54 Mrd Euro. Gemessen daran, was ein EPR ursprünglich hätte kosten sollte, ist diese Nachricht ein Volltreffer gegen die ewige Kampagne der Lobby, wonach Atomstrom sicher, sauber und billig sei. Weiterlesen

Wie mit Schandtaten umgehen?

Einmal habe ich Kölns grössten Komödianten, den alten Willy Millowitsch, in seinem Theater erlebt. Nach seiner Gewohnheit unterbrach er sich selbst mitten in der Komödie mit einer rheinischen Lebensweisheit. Und er hob seine Stimme: „(forte) In jedem Leben kommt einmal die Stunde der Wahrheit. (fortissimo) Und dann heisst´s lügen, lügen, lügen!“ Obwohl alle verstanden hatten, was er meinte, erhob sich das gesamte Publikum, Männer und Frauen, zur gemeinsamen rauschenden Ovation. Weiterlesen

Gefährliche Verherrlichung

Ukrainische Neonazis, die Gewalt auf dem Maidan 2014 und warum die Verherrlichung von Bandera gefährlich ist und: ein schwerer Ausrutscher in der Süddeutschen Zeitung zu Wagenknecht und ihrer Wählbarkeit

Vor etwa 10 Jahren berichtete BBC über etwas, was nun nicht mehr wahr sein soll: “Ukraine über alles“ war ein Slogan der ukrainischen Rechten. „Slawa Ukrainii“ gehörte auch zum Repertoire. (s. auch hier)

Anmerkung: Die Fackelmärsche, die Asow inszenierte und die an Nürnberg erinnerten, sind mittlerweile von Youtube entfernt und auch aus dem Gedächtnis des Internets gelöscht. Weiterlesen

Ja wann kommt es denn …

… das Presseauskunftsrecht?

Früher war es besser – es gab zwar kein ausdrückliches Presseauskunftrecht auf Bundesebene, aber jede Bundesbehörde musste trotzdem wahrheitsgemässe Auskunft geben. Das war auch einklagbar, ganz ohne Bundesgesetz. Denn das Auskunftsrecht war einerseits in Artikel 5 der Grundgesetzes und andererseits im am Sitz der jeweiligen Bundesbehörde geltenden Landespresserecht. Das genügte auch. Jedenfalls bis zum 20. Februar 2013. Weiterlesen

Schlechte Nachricht für die DFL

Überteuerte TV-Rechte am deutschen Profifussball der Jungs bringen alle Beteiligten in Bedrängnis

Die Deutsche Fussball-Liga, die jüngst mit einer extrem knappen Abstimmung pro Einstieg von Investor*inn*en u.a. Haifischen die Fussballfans brüskiert hat, bemüht sich derzeit um die Kapitalabsicherung ihres überteuerten Spielbetriebs. Keine leichte Aufgabe. Ausser im irren Brexit-England gibt es kein Land auf der Welt mehr, in dem das Grosskapital bereit ist, (noch) mehr in dieses Business zu investieren als bisher. Die wichtigste Einnahmequelle sind die Pay-TV-Einnahmen. Und genau da geht nichts mehr. Weiterlesen

Böser Till

Till Reiners hat eine Physiognomie wie Schwiegermutters Liebling. Dahinter steckt ein ganz, ganz böser. Seit einiger Zeit moderiert er die 3sat-Happy Hour. Wie üblich bringt sich der moderierende Kabarettist bei der Eröffnung mit der ersten Nummer selbst ein. Bei Reiners beginnt es mit der Imagination eines mittelalten Faschisten, der den Jüngeren mal erklärt, wie das war, als Faschistsein noch kein Mainstream war. Um dann überzuleiten zu der Frage, wer noch “Angst vor den Grünen” hat. Und vor allem: warum? Ein Jahr verfügbar.

Bochum steigt nicht ab

Widerstand des Fussballs gegen die neoliberale Ökonomie – er ist tapfer, kann sich aber nicht durchsetzen

Der BVB hat soeben den VFL Bochum 3:1 geschlagen. Würde sich der ökonomische Marktwert abbilden, hätte das Ergebnis ca. 9:1 lauten müssen. Bochum war nahezu gleichstark. Am Ende brach eine falsche Elfmeterentscheidung – dem Foulspiel ging ein klares Arm-/=Handspiel des Dortmunders Füllkrug voraus, da gab es in meiner Fussballkneipe unter den zahlreichen BVB-Fans keine zwei Meinungen – ihren tapferen Widerstand im Ruhrpottderby. Das BVB-Team ist weiterhin instabiler, als es sein Marktwert von knapp einer halben Milliarde nahelegt. Weiterlesen

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