Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Fernsehen (Seite 6 von 54)

Schwall ins All

Unser lieber Vizekanzler Robert Habeck hat es mal wieder geschafft, sehr viel zu sagen, aber sehr wenig auszusagen. Naja, vielleicht wird er bald eh von der AfD überholt. Aber auch Wolfgang Kubicki hat mal wieder völligen Quatsch geredet, immerhin bittet er um Entschuldigung. Außerdem: Ein musikalisches Quiz mit sehr vielen Zusatzinfos. Das schafft ja jetzt wohl jede*r. Viel Spaß und gute Unterhaltung! Weiterlesen

Die nicht ganz so neutrale Schweiz im Ukraine-Krieg

Die Schweiz hat ein schmutziges Wort geboren: Kriegsrausch. Damit will vor allem der Bundespräsident klar machen, dass… ja was eigentlich? Tatsächlich hat es der Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine geschafft, dass die Schweiz ihre Neutralität verliert. Außerdem: Der Faktenfuchs wirft mit Kritik um sich und Amseln werden aggressiv. Viel Spaß und gute Unterhaltung! Weiterlesen

Mediathekperlen-Hinweis

Das Gequatsche im NDR-Format “DAS” steht und fällt mit dem Gesprächsgast. Die sind, ich will nicht unhöflich sein, von stark unterschiedlicher Qualität. Meiner Meinung nach ist es auch die Moderation. Ich meine, wenn sie Inka Schneider macht, haben Gast und Zuschauer*innen Glück gehabt. Warum nun der Hinweis? Freitag sitzt da Harald Schmidt. Und Samstag Andrea Paluch. “Andrea wer?” fragen Sie? Das ist die schöne Gattin von Robert Habeck. Die tritt dann gegen die ARD-Sportschau an. Immer 18.45 h und anschliessend in der Mediathek.

Mediathekperlen-Vorschau

mit Update 12.3. und 15.3. (Mediathekverfügbarkeiten)

Kommenden Mittwoch (15.3.) gibt es nicht nur Champions League, sondern auch einiges zu sehen. Weil es so geballt und parallel präsentiert wird, geht es nicht ohne Mediathek.

“Kolya” (Tsch. / GB / F 1996) hat 1997 einen Oscar bekommen. 20.15 h, ARTE. “František Louka, ein virtuoser Cellist, gerät nach seinem Rausschmiss aus der Philharmonie, in finanzielle Bedrängnis. Mit einer Scheinehe gegen Bezahlung will sich der unverbesserliche Schürzenjäger aus der Affäre ziehen … – Jan Sveraks Oscar-prämierter Film (1996) ist untermalt von der Musik Antonin Dvoraks und Bedrich Smetanas.” Mediathekverfügbarkeit nur bis 29.3. Weiterlesen

Wer hat an der Pipeline gedreht?

Offenbar gibt es neue Hinweise zu den Nord-Stream 2-Explosionen. Wer hat nun an dem Rohr gefuscht? Russland oder vielleicht doch die Ukraine selbst? Wir fassen die aktuelle Lage mal zusammen. Außerdem: Wir haben einen echten chinesischen Friedensplan im Angebot. Viel Spaß und gute Unterhaltung! Weiterlesen

Essstörungen-Pandemie

Frau Bui kämpft

Am Wochenende las ich in der FAZ (Paywall) die Geschichte der Turnerin Kim Bui. Ich kannte sie nicht, weil ich Turnen von Kindheit an hassen gelernt habe, und es deswegen in meinem Medienkonsum vermeide. Schon in meiner Jugend in den 70ern empfand ich es als pervers, 16-jährige Mädchen durch den Medien-Fleischwolf zu drehen. In der Gegenwart wird nicht zuletzt dank #metoo die überbordend-kriminelle Seite dieses Treibens zur Kenntnis genommen. Dass Frau Bui im Erwachsenenalter von 34 Jahren nun engagiert publizistisch dagegen vorgeht, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Weiterlesen

Bundesliga wird verkauft

Nicht, dass ich meine, dass es in der Postpandemie noch viele interessiert. Die Ultras unter den Fans sicherlich, nach denen sich das Business noch eines Tages zurücksehnen wird. Aber der Fall steht als Zeichen für den Fortgang unserer Ökonomie und Gesellschaft. Darum mache ich hier kurz auf ihn aufmerksam. Daniel Theweleit, der Sohn des “Männerphantasien”-Theweleit, und langjährig geachteter kritischer Sportjournalist, berichtet in der Taz (auch in der FAZ, aber da ist es meistens eingemauert): Deutsche Fußball Liga auf Kapitalsuche: Der revolutionäre Plan der DFL – Die Deutsche Fußball-Liga plant Medienrechte zu veräußern, um an mehr Geld zu kommen. Zeit für eine ausgeruhte Debatte ist nicht vorgesehen.” Weiterlesen

Verräter in der Ampel???

Psychologie trifft auf freie Meinungsäußerung. Pia Lamberty trifft auf Sahra Wagenknecht. Und das alles nur, weil sie als Politikerin falsche Dinge behaupten, die andere… auch behaupten. Strange. Nun ja, Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden. Außerdem: Kollegenschelte gegen Clemens Wergin & RTL. Also alles so wie immer. Viel Spaß und gute Unterhaltung! Weiterlesen

Rechthaber-Krieg

Und: missachtete Dokumentarperlen

Glücklich ein Land, das keine anderen Probleme hat, als die Frage, wer in seinen überflüssigen TV-Talkshows Recht hat, und wer nicht. Ich bin immer dafür, die Dinge positiv zu sehen. Unbezweifelbar scheint mir, dass es überall auf der Welt einen Mob mit tiefsitzenden eliminatorischen Bedürfnissen gibt. Ich kenne das von mir: wenn morgens um 7 Laubbläser angehen, entsteht selbst in mir ein spontanes Bedürfnis nach schweren Waffen. So ähnlich geht es augenscheinlich auch den wenigen Menschen, die TV-Talkshows gucken oder dazu gezwungen werden. Weiterlesen

Eiertänze-Diät

Das Schwarzer/Wagenknecht-“Manifest für Frieden” hat eine Menge Zeichen gesetzt, gute und weniger gute. Das Wichtigste: eine Umfragemehrheit unserer Republik hat aktuell keine Repräsentanz in Politik und publikumsrelevanten Medien. Das Potenzial dafür ist da. Es war am Samstag in Berlin sichtbar. Aber schon dieser verlinkte Gastkommentar mit seinem beleidigten Ton, unter Verzicht auf jede politische Argumentationsführung, macht auch die Schwächen brutal sichtbar. Dass sich die sich selbst zerlegende Partei “Die Linke” vor einer Spaltung durch Wagenknecht fürchtet, und daran abarbeitet, obwohl es genug Wichtigeres zu tun gäbe, ist ein Dokument von fataler Jämmerlichkeit. Weiterlesen

Die lange Stunksitzung 2023

Endlich online – ein Jahr verfügbar

Extra3 war diese Woche ja nicht schlecht: einerseits billig, wie sie über Schwarzer/Wagenknecht herfallen, andererseits in der Schlussmoderation von Christian Ehring mit den richtigen Fragen. Pointentechnisch weit besser die Sache mit den Handwerkern. Aber was ist dieser billige TV-Routinekram gegen die alljährliche Jahresbestleistung der Stunksitzung? Nach dem Absenden in der tiefsten Nacht ist sie endlich in der Mediathek verfügbar. Weiterlesen

Heuchel-Winde um Holzamer

Etwas verduzt hörte ich von einer angeblich ganz frischen Entdeckung des ZDF, und alle stimmen ein: sein Gründungsintendant Karl Holzamer sei in der NSDAP gewesen, und hätte keinem was davon gesagt. Boah, datt is aber ‘n Ding. Ich bin jetzt 66. Bis 1976 habe ich zusammen mit anderen an meiner Schule eine Schülerbibliothek initiiert und betrieben. Dort legten wir auch Medien aus, die unsere Lehrer*innen nicht so gerne im Unterricht präsentierten. Es war die Zeit der Berufsverbote in der BRD, für alle, die jemand für linksextremistisch hielt. Durch diese selbstorganisierte Bildungsarbeit wusste ich als Schüler schon während seiner Amtszeit, was es mit dem auf sich hatte. Und ich war nicht bei der Stasi, sondern der FDP. Weiterlesen

Schön bös

Es ist ein bisschen eine Mischung aus den Settings von “Neuland” und “Vorstadtweiber”. Letztere waren damals auch eine seltene Perle in dem in der Regel debilen ARD-Serienprogramm an Dienstagen. Einer der wenigen Wochentage, an dem die ARD bei den Einschaltquoten das marktführende ZDF noch schlagen kann. Wer das im German Television schafft, ist mit Qualitätsargumenten nicht mehr zu erreichen. Also mutmasslich ein Glückstreffer: “Tage, die es nicht gab”. Weiterlesen

Weltuntergang? Oder nicht?

Best of 13. Februar 2023

Zunächst das Positive. In Beuel war ein Tag, den Adsche Tönnsen als “Topptach” bezeichnen würde. Wolkenloser Himmel, wie ich bisher nur in Sardinien erlebt habe, das blaueste Blau aller Zeiten. Sogar der Rhein wird eingefärbt. Erstes Blattgrün spriesst am Wegesrand. Die den artenschwund überlebenden Vögel tirillieren um die Wette, dass in mir eine gute Idee heranwuchs: wir lassen eine Hexe oder einen Zauberer (oder beide) die Kriegsherren dieser Welt in Vogelmännchen verzaubern, mit ganz kleinem Schwänzchen. Und prompt würden sie unser Leben auf der Erde verschönern. Alle mit wenig gefestigter innerer Verfassung sollten hier aufhören zu lesen. Weiterlesen

Ein bisschen lügen …

… kann man auch durch Weglassen – das “Prinzip der nur teilweise beleuchteten Bühne” ist eine Kunstform des Theaters, um die Realität zu verzerren oder unterschiedliche Realitäten zeigen zu können. Im Journalismus eigentlich nur von Blättern mit vier fetten Buchstaben bekannt, wird ein Bravourstück dieser Sorte heute abend den Rundfunkrat beschäftigen. Weiterlesen

Mediendiät nach Verengung der Räume

Best of 24. Januar 2023

Kürzlich sprach Leser Gerhard Esdar ein Generationenproblem an. Ich misstraue dem Generationenbegriff. Er berührt ein reales Symptom, erklärt es aber nicht. Ich erwische mich selbst dabei, vermehrt Medienquellen abzustellen: alte Standards wie DLF-Nachrichten oder Tagesschau. Dort macht sich das hier breit: Journalismus im Befeuerungsmodus: ‘Zeitenwende’ ohne Zögern? – Mediale Mobilmachung: Warum die Formulierung ‘zögerliche Haltung’ in Nachrichten nichts zu suchen hat. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg und die Position des Kanzlers wird sie dennoch eifrig genutzt.”, erklärt von Sebastian Köhler/telepolis. Ich ertrage das nicht. Weiterlesen

Das ist Kunst

mit Update 22.1.

Kida und Helge spielen mit dem Medium – statt umgekehrt

Kida Ramadan hat es raus. Bei diesem Werkverzeichnis frage ich mich, wann der noch Zeit zum leben hat. Vielleicht kann er sich bei Herbert Reul und der ganzen CDU für den Frame “Clankriminalität” bedanken. Denn in der deutschen TV-Filmwelt ist er ihr unumstrittenes Gesicht. Gestern war er auf drei öffentlich-rechtlichen Kanälen gleichzeitig: auf ONE (ARD) lief seine Regiearbeit “Asbest” (“Spielertrainer” – eine Hauptrolle spielte er gleich mit), auf ARTE lief “Alles auf Rot” in dem er eine – selbstverständlich – “böse” Hauptrolle spielte, und gleichzeitig sass er in Bettina Böttingers Talkshow “Kölner Treff”. Weiterlesen

So läuft das nicht

Der WDR wrackt den Dortmund-“Tatort” ab

“Barnaby” machte gestern im ZDF so eine Bemerkung: “Die vielen Tatorte machen mich nervös.” Feines Understatement der deutschen Synchronfirma, sonntags um 22.15 h. Das traf meine Stimmung. Das Beste des Dortmund-Tatortes war noch, dass in die – wieder mal depressiv-nervende – Filmmusik irgendwann die Doors eingespielt wurden. Wenn die Musik nervt, trägt der Film nicht. Lag es an der Story (Drehbuch Jörg Hartmann und Jürgen Werner)? Aus meiner Sicht ist es nicht das einzelne Drehbuch, sondern die lange Depressions-Linie, die den Dortmund-Tatort in die Sackgasse fährt. Und viele Mitwirkende merken das längst. Weiterlesen

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