Als der weise Hans Conrad Zander seinen Text in seinen Blog schrieb, kannte er diese Meldung noch nicht. Wenn ich ein CDU-Ministerpräsident wäre, ob mit oder ohne Kanzlerambitionen, hätte mich das auch nervös gemacht. Weiterlesen
Als der weise Hans Conrad Zander seinen Text in seinen Blog schrieb, kannte er diese Meldung noch nicht. Wenn ich ein CDU-Ministerpräsident wäre, ob mit oder ohne Kanzlerambitionen, hätte mich das auch nervös gemacht. Weiterlesen
Was ist grausamer und langlebiger als enttäuschte Liebe? Als ich heute Nacht mit meinem seit meinem Herzinfarkt üblichen Schlafstörungen wach lag, fragte ich mich, ob es der WDR war, der mir nach jahrzehntelangem Zusammenleben das Herz gebrochen hat. 1997-2003 gehörte ich sogar als stellvertretendes Mitglied seinem Rundfunkrat an. Und durfte einen Ersterklassejournalisten wie Fritz Pleitgen noch persönlich kennenlernen. Obwohl: mehr beeindruckt hatte mich damals schon Renate Möhrmann – und mein vorgesetztes ordentliches Rundfunkratsmitglied Karin Knöbelspies: sie hält es in diesem Gremium heute noch aus. Wow. Weiterlesen
Dass Hans Conrad Zander vom WDR abgeschoben wird, ist nicht sein materieller Schaden. Er hat ein sehr erfolgreiches Berufsleben gelebt, und ist insofern der seltene Fall von sozialer Gerechtigkeit im Medienkapitalismus. Ich hoffe für ihn, dass er bei seinen Spesenabrechnungen im von Bertelsmann vernichteten Gruner&Jahr-Verlag nicht gespart hat. Den Schaden haben wir Hörer*innen. Wer hört noch Radio? Bin ich einer der Jüngsten, die es noch tun? Heute hole ich meinen über 40-jährigen Sony-Receiver aus der Werkstatt (75 €). In Beuel haben wir noch eine. Weiterlesen
Jüngst filosofierte ich mit einer guten Freundin bei einer behaglichen gesellschaftlichen Zusammenkunft über das öffentliche Ansehen von Berufen. Als ich noch jung war, in den 70ern, kletterte ich im Ansehen meiner Mitschüler*innen, vor allem -innen, mehrere Etagen aufwärts, als ich mich mit 16 bei den Jungdemokraten organisiert hatte. Das bescherte mir geradezu wundervolle Oberstufenjahre, in denen ich als Geschäftsführer der Schülervertretung amtierte (Schülersprecher dagegen kamen und gingen …). Für die Abwahl eines Schülersprechers von der Schülerunion sorgte ich persönlich, quasi als Geschenk an mich selbst zu meinem bestandenen Abi (Durchschnitt 3,0). Weiterlesen
Daß ich, nach meiner ersten Reportage, Henri Nannen vorgestellt worden sei, wage ich nicht zu behaupten. Ich wurde ihm, im Gegenteil, regelrecht vorgeführt. Auf dem “Affenfelsen” an der Alster in Hamburg, wo der Stern lange Zeit gemacht wurde, empfing er mich in einem Ledersessel mit so mächtiger Rückenlehne, und sein Bauch, zur Sessellehne passend, wölbte sich unterm Hemd so mächtig vor, daß mir schien, ich trete nicht vor einen modernen deutschen Illustriertenchef, sondern vor einen altjapanischen Kriegsherrn. Weiterlesen
Manche haben sich gewundert, warum wir auf dem Synodalen Weg unsere sexuellen Sorgen erschöpfend diskutiert haben, ein anderes, viel wichtigeres Problem aber kaum anzuschneiden wagten: Wie stehen wir als progressive Katholiken zu den atemberaubenden Fortschritten der Künstlichen Intelligenz (KI)? Weiterlesen
Dass der Zölibat an vielem schuld ist, wissen wir alle. Trotzdem hat niemand bisher behauptet, dass der Zölibat auch schuld sei an der Klimakatastrophe. Vielleicht ist das sogar das einzige, woran er sicher nicht schuld ist. Dass dennoch ein vielleicht untergründiger Zusammenhang zwischen Klimakatastrophe und Zölibat sei, ahnen manche. Warum ist dieses Thema trotzdem auf keiner Sitzung des Synodalen Wegs zur Sprache gekommen? Weiterlesen
Revolutionär*inn*e*n müssen deutsche Medien nicht bekämpfen – das können die selbst viel besser
Ohne Paywall erinnert FAZ-Redakteur Hanno Mußler an eine fette alte Konkurs-Geschichte, die im Rückblick das Ende der Ära Kohl beendete: “Bankenaufsicht: René Benko – Einzelfall mit einigen Parallelen – Charismatische Gründer, verschachtelte Firmen und der Fokus auf nur einen Schuldner: Die Sonderprüfung der Signa-Kredite durch die Bankenaufsicht der EZB erinnert an den Fall Kirch.” Einerseits ist das ein nachtretendes “Siehste!”, weil sich die FAZ seinerzeit im Konkurrenzkampf rechter Medien nicht ausreichend gewürdigt fühlte. Weiterlesen
Mein Freund Michael Kleff, derzeit in New York den Midterms entgegenzitternd, hat mehrmals an deutsche Rundfunkintendanten geschrieben, um sich über überbordende Religionsprogramm zu beschweren. Er steht damit in guter liberaler Tradition. In den 70ern haben wir bei den Jungdemokraten über “Liberalismus und Christentum” debattiert, diese ideologisierte Ebene aber lieber verlassen, und uns pragmatisch auf “Kirche und Staat” konzentriert, und damit sogar phasenweise Mehrheiten auf FDP-Parteitagen gewonnen. Für mich persönlich war dieses Agendasetting, 1972 von Ingrid Matthäus medienwirksam personalisiert, der Grund den Jungdemokraten beizutreten. Weiterlesen
Deutsche Medien können sehr vielsagend schweigen und Altes aufblasen
Steffen Grimberg/taz beurteilt die Henri-Nannen-Recherche von funk (ARD/ZDF-Netzwerk) völlig richtig. Die Story kennen wohl nur die nicht, die zu jung sind und alte Sachen nicht lesen wollen. Extradienst-Gastautor Hans Conrad Zander kann diese Geschichte wahrscheinlich auswendig aufsagen, so sehr hat ihn der beim Vorstellungsgespräch einschlafende Mann beeindruckt. Weiterlesen
Zwei Texte beschäftigen sich mit den Ostermärschen. Günter Bannas stellt in “Marschgepäck” politische Statements von deren Koordinierungsbüro der Kritik von Wolfgag Thierse gegenüber, und überlässt uns Leser*inne*n das Urteil. Reinhard Olschanski beklagt “Zögern, Zaudern, Amerika bashen”. Auf den Bonner Ostermarsch hat er sich damit nicht bezogen, sondern, nach meiner Nachfrage, auf den in Berlin. Weiterlesen
Zunächst zur Oberfläche. Jüngst scheinen Umfragen veröffentlicht worden zu sein, wie ungewöhnlich beliebt die Minister*in Baerbock und Habeck sein sollen. In ihren Paywalls delektieren sich diverse Medien an ihrer “professionellen” Kommunikationsstrategie (FAZ und Spiegel z.B.). Es geht auch ohne Paywall, und sogar kritisch: bei Felix Klopotek/Jungle World. Weiterlesen
Audiothekperlen zu den Dichtern Moliére und Fühmann
Die Feuilletons sind voll mit beiden. Ich will hier nicht verbergen, welche meine Perlen waren.
Unübertroffen wie immer ist Extradienst-Gastautor Hans Conrad Zander, der dem Monsieur Moliére sein WDR-Zeitzeichen widmete (15 min). Wie immer bei Zander, spielt die Katholische Kirche eine – mal ganz wertfrei formuliert – bedeutende Rolle. Selbst der absolutistische “Sonnenkönig” war bündnisstrategisch gezwungen, mit dem Erzbischof im Einvernehmen zu herrschen. Weiterlesen
Fortdauernde Probleme mit Sex & Crime
Mag sein, dass es clevere PR ist, wie die US-amerikanische Sängerin Billie Eilish öffentlich auftritt, was sie sagt, und wie sie es sagt bzw. singt. Was sie über sich als 11-jährige erzählt, mag gut erfunden, kann aber auch wahr sein. Es wirft Fragen nicht nur über “Gewaltpornos”, sondern auch über Medienerziehung auf. Bei mir ist es einige Jahrzehnte länger her als bei Frau Eilish, dass ich 11 war. Es war exakt 1968. Weiterlesen
„Sex ist dummes Zeug für kleine Kinder“, hat Andy Warhol einmal gesagt. Unter diesem Gesichtspunkt fällt eine gewisse Infantilisierung des katholischen Klerus ins Auge. Nicht nur des Niederen Klerus, sondern auch der allerhöchsten Amtsträger. Weiterlesen
Wenn Männer auf Mädchen treffen
Wer könnte das die Menschheitsgeschichte durchziehende Spannungsverhältnis zwischen Männern und Frauen besser charakterisieren, als ein ausgebildeter Volltheologe? Gerade heute morgen las ich Hans Conrad Zanders Erinnerung an den “heiligen Hieronymus”, und “Wie die heilige Paula den Zölibat erfand” (in: “Warum es so schwierig ist, in die Hölle zu kommen”, Paderborn 2021). Der heilige Hieronymus machte das einzig Richtige: Weiterlesen
Deutsche Medien graben ihre Grube selbst
Über Paywalls rege ich mich gar nicht mehr auf. Deutsche Verleger*innen, mehrheitlich Milliardär*inn*en, sehen ihren Lebenssinn darin, Informationsfreiheit und Meinungsvielfalt zu verknappen. Der Volkswirtschaftsklippschule folgend, die sie in ihrer Jugend besucht haben müssen, lässt sich nur mit knappen Gütern Extraprofit machen. Gut, ist mir egal. Macht einfach so weiter. Ihr müsst nicht beim ehemaligen Handelsblatt-Angestellten lesen. Ich finde beim Dealer meines Vertrauens Wege über oder unter Eure Mauer, oder um sie herum. Kein Problem. Weiterlesen
Alt, weiss und sehr altersweise: Pleitgen und Zander
Die hier zu würdigenden Herren stammen aus der Zeit, als ich mich noch am Westdeutschen Rundfunk gerieben habe. Der Eine, Fritz Pleitgen, war 1995-2007 der Boss, und hat in der Zeit “Modernisierungen” eingeleitet, wegen derer ich als Hörer von dem Sender abgefallen bin; bedeutender für die Nachwelt war sein vorheriges und parallel praktiziertes Leben als neugieriger Journalist.
Der Andere, Hans Conrad Zander, ist in diesem Blog bereits als Gastautor aufgetreten. Ihn habe ich in diesem WDR für mich entdeckt. Weiterlesen
von Hans Conrad Zander
Eine poetische Ortsbestimmung des deutschen Katholizismus.
Von allen Dichtern der Christenheit ist er der grösste. Zur „Göttlichen Komödie“ erhoben hat die Nachwelt sein Meisterwerk. Auch wenn er selber, bescheiden genug, nur von seiner „Komödie“ sprach. Das nämlich ist die klassische Definition der Komödie: Schlecht fängt sie an, doch sie endet gut. In der finstersten Hölle fängt Dantes Komödie an, doch ihr wunderschönes Ende findet sie im Paradiso.
Dort werden wir Katholiken dereinst uns alle wiederfinden: bei Dante und, wichtiger noch, bei Beatrice hoch im Himmel. Doch soweit ist es noch lange nicht. Erst müssen wir mit Dante hinab durch alle Schrecken des Inferno. Wo befinden wir uns da im Augenblick? Weiterlesen
Auslandseinsatz in Berlin
Armin Laschet glaubt wahrscheinlich, er hat schon gewonnen. Am besten totstellen, dann macht mann auch keinen Fehler. Selbst das Abräumen von Linksradikalen nehmen ihm die doofen Berliner Sozis ab. Und die FDP nimmt zum wiederholten Mal ein 70.000. Mitglied auf. Zum Ratespiel, wer es dieses Mal sein wird, bitte hier entlang zu Küppi. Kompliment an die Autor*inn*en, puuh bei der Hitze …. Weiterlesen
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