Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Rummenigge

Keine Aufklärung für Nicht-Fußball-Insider

Ich gebe zu, ich bin Anhänger des Sports, bei dem eher kleine Männer – leider fährt Suzie Wolff immer noch nicht Formel 1 – circa zweieinhalb Stunden im Kreis fahren. Selten schaue ich Fußball, denn ich bin leidensgeprüfter FC-Fan, ich verstehe sogar die Abseitsregel. Deshalb habe ich von Martin zu diesem Thema Schreibverbot. Aber vielleicht ist heute abend eine Ausnahme. Seit Jahren beobachten wir eine erschreckende Zunahme von rassistischen und fremdenfeindlichen Übergriffen, von geschrieenen Rassismen bis zu Affengebrüll gegen schwarze Spieler. Nicht auszudenken, was Spieler ertragen müssten, die sich als schwul outen. Weiterlesen

Offenbarungseid der Bundesliga

Die Bundesliga ist so langweilig, dass der in Bayern eingewanderte Westfale Rummenigge sie jetzt für Kapitalinvestoren aus aller Welt öffnen will. Für sich selbst sieht er dabei keine Gefahr, weil in seiner Vereinssatzung dafür eine 70%-Mehrheit erforderlich wäre, er sich also für ausreichend geschützt hält. Aber wenn die Konkurrenz mehr Kohle hätte, wären Spiele seines Vereins vielleicht wieder interessanter anzusehen. Denn auffällig ist seit einiger Zeit: so wie die TV-Einnahmen sprudeln, gehen die Zuschauerzahlen bei den meisten Mittelklassevereinen zurück. Die Konzernvereine von VW, Bayer, SAP usw. kriegen ihre Mini-Stadien kaum noch voll. Das ist zwar finanziell mittlerweile egal – aber leider auch langweilig.

Das war in Dortmund, der Herzkammer der Sozialdemokratie, anders. Dort steht im Westfalenstadion die grösste Stehtribüne Europas für allein 25.000 Zuschauer*innen – die 55.000 andern auf den teureren Sitzplätzen finden das immer wieder ein Ereignis, auch wenn auf dem Rasen gerade nichts Sehenswertes läuft. Gestern war das auf dem Rasen aber so erschreckend, Weiterlesen

Rechte Betriebsräte / “5-Sterne” / Keiner will nach Bayern

Die FR interviewt den Spross der “Marburger Schule”, der jetzt in Jena lehrt, Klaus Dörre zu den rechten Betiebsräten, zu denen sich die Gewerkschaften jetzt verhalten müssen. Seine wichtigen Ausführungen deuten an, dass da ein Zwang zu grösserer politischer Klarheit entstanden ist. Wie Dialektik-Lehrer Jürgen Becker sagt: “Nix is so schlääsch, dattet nicht für irjndwat joot es.”

Die FAZ hat sich mit Anna-Lena Ripperger ein 30-jähriges Talent eingefangen, und gleich mit dem Traumjob einer Rom-Korrespondentin ausgestattet. Klar ist schon mal, dass sich Frau Ripperger, die übrigens u..a. bei uns in Bonn Germanistik und Romanistik studiert hat, von der “5-Sterne-Bewegung” nicht hat einwickeln lassen. Weiterlesen

Die Nomenklatura kanns auch nicht

Die deutsche Fußballmeisterschaft scheint so langweilig zu laufen wie jedes Jahr. Nur dass der Meister dieses Mal wechselt. Es läuft auf den BVB hinaus, der auch schlechte Spiele, sogar solche seines nächsten Verkaufskandidaten Aubameyang, gewinnt.
Der Fußballkonzern aus dem süddeutschen Raum wird dagegen weiter für gute Unterhaltung sorgen. Nach dem 0:3-Untergang in Paris und dem erfolgreichen Trainersturz machte es die heute auf dem Platz stehende Kabinennomenklatura auch nicht besser. Wie zuvor gegen Wolfsburg wurde ein 2:0-Vorsprung noch vergeigt. Ribery verletzte sich, Robben war auch nach einer Stunde müde. Die Abwehr aus Boateng, Hummels, Kimmich und Alaba sprach immer wieder Einladungen an die Berliner “Männerfussball“-Ideologen aus. Der beste Fußballer in ihren Reihen Kalou nahm eine dieser Einladungen an.
In der Tabelle der börsen- und konzernunabhängigen Vereine, zu denen Hannover 96 ja bald nicht mehr zu zählen ist, führt jetzt also Weiterlesen

The winner: Ancelotti & China

Die Ignoranz des Medienrudels ist oft zum verzweifeln. Ich hatte das hier schon zu Saudi-Arabien/Jemen hervorgehoben: es ist unfassbar, dass, was für Unsereinen eine fünfminütige Recherche-“Arbeit” ist, bei der Mehrzahl der professionalisierten Mediendinestleister schon eine Überforderung ist. Im gescheiterten “realen Sozialismus” gab es mal die Fantasie von der “allseitig gebildeten Persönlichkeit”. Sie scheint im heutigen Kapitalismus definitiv nicht möglich zu sein. Ein bisschen mehr Lesen und Lernen, das wäre schon viel.

Noch schlimmer als im Politikjournalismus sieht es beim Sport aus. Das einzige sportjournalistische Produkt des deutschen Fernsehens und seiner hunderten Programme, die WDR-Produktion “Sport inside“, beendet – sage und schreibe am 1. Oktober – seine “Sommerpause”.
In der abgelaufenen Woche wurde uns vorgespielt, dass der arme Trainer Ancelotti wegen angeblicher Erfolglosigkeit seinen gut bezahlten Arbeitsplatz loswurde. Wie lächerlich ist das denn? Nur einer, Gladbach-Fan Christian Eichler bei der FAZ, scheint es verstanden zu haben. Weiterlesen

Rummenigge knapp einem Anschlag entronnen

Wenig wahrgenommen von der breiten Öffentlichkeit hat der Präsident des Fußballkonzerns aus dem süddeutschen Raum Karlheinz Rummenigge kürzlich den Vorsitz in der Vereinigung der europäischen Grossclubs (ECA) aufgegeben, nach immerhin 10 Jahren. Kaum war sein Nachfolger, Juve- und Fiat-Boss Agnelli bestimmt, schlug direkt mal eine Bombe im Gebälk der Fußballkonzerne ein. Agnelli wurde verurteilt. Von einem italienischen Sportgericht.
Das allein ist schon eine Sensation.
Nicht minder spektakulär ist die Straftat: er hat die lukrative Verwaltung eines Fanblocks an die kriminelle Vereinigung N’Drangheta, die kalabrische Mafia übergeben. Der Kopf des größten norditalienischen Kapitalblocks macht also gemeinsame Sache mit dem brutalsten Mafiazweig Süditaliens.

Stört das irgendjemanden im europäischen Fußballbusiness? Interessiert das irgendjemanden in der EU? Ach was, Kleinkram, heute wird wieder Geld in der Champions League gemacht, Murdochs Sky wird senden (in Deutschland exklusiv!), China, Katar, Aserbaidschan und Russland werden zuschauen. Das ist wirklich wichtig.

Die ULTRAS in BILD

MORGEN BEGINNT DIE NEUE BUNDESLIGA SAISON—
1-
SO GEWALTTÄTIG WIRD DIE NEUE SAISON prophezeit BILD am 5.august 17 — als beweis druckt BILD den „HASS-SONG vom rapper M.I.K.I“ in voller länge ab — schmutzig gelb–schwarz eingefärbt —-

der refrain: FÜR DIE GROSSE LIEBE –LOHNT SICHs IMMER IN DEN KRIEG zu gehen—FUSSBALL UNSER LEBEN—DIESE LIEBE BLEIBT BESTEHEN—
DESHALB ZIEH`N WIR IN DIE SCHLACHT— und schreien – KRIEG DEM DFB”

seit anfang august bereitet die BILD-zeitung die fussball-interessierten vor mit der „ EXPLOSIVEn STIMMUNG vor dem bundesliga-start BVB-BOSS WATZKE WARNT „ULTRAS RÜCKEN ZUSAMMEN“
“ENGLAND ENTSETZT – HANNOVER CHAOTEN SORGEN FÜR ABBRUCH”
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Mal ‘ne schöne Abwechslung: Bayernkrise

Kaum hat Horst Seehofer angekündigt, auf ärztlichen Rat doch nicht in Rente zu gehen, da nimmt sich der Fußballkonzern im süddeutschen Raum eine Krise. Eigentlich hatte man nie das Gefühl, dass der BVB das heutige Pokal-Halbfinale gewinnen könne. Das 0:1 verursachte imgrunde Bayern-Verteidiger Martinez, quasi Doppeltorschütze heute.
Der BVB war weit von Spitzenleistungsfähigkeit entfernt. Die war heute nicht erforderlich. Dembele, über 60 Minuten mit überwiegend fahrigen Aktionen, genügte ein Arschwackler mit feinem Schrägschuss, sowie eine exzellente Flanke auf Aubameyang, um der Saison für beide Vereine eine mglw. entscheidende Wende zu geben. Weiterlesen

Max Eberl – es wird eng

Rainer Bonhof war als missratener Trainer das Gesicht eines Tiefpunktes der Vereinsgeschichte des VfL 1900 Borussia Mönchengladbach: der erste Bundesligaabstieg 1999. Auf ihn folgte Hans Meyer. Heute sind beide Vorstandsmitglieder und als solche nationale Spitzenklasse. Weil sie nicht ständig in die Schlagzeilen drängen, weil sie die Leistungsträger ihre Arbeit machen lassen, weil sie – ein immer seltener werdender Charakterzug – auch mal die Klappe halten können.

Was Bonhof jetzt gemacht hat, ist dennoch richtig. Planungssicherheit ist wichtiger als monatelanges Tauziehen. Es gibt keinen Anlass, die eigene Planung und Arbeit von den politischen Ränkespielen der diversen CSU-Seilschaften bei diesem Konzernverein im süddeutschen Raum abhängig zu machen. Wenn die keine Entscheidungen über ihre Machtverhältnisse treffen können, müssen wir ein eigenes Drehbuch schreiben.

Die Ablösesumme für den Manager Eberl wird um ein Vielfaches höher sein müssen, als sie es für den Spieler Eberl gewesen wäre. Borussia könnte sich freilich auch die beste Lösung leisten: dass er bleibt, und die tolle schon von ihm geleistete Arbeit fortsetzt und zu weiteren sportlichen (und wirtschaftlichen) Erfolgen führt; die Fundamente dafür sind gelegt. Das Abenteuer, das ihm Hoeness und Rummenigge bieten können, würde dagegen irgendwann ein böses der Gesundheit nicht zuträgliches Ende finden.

Update 16.3.: Medienmeldungen, auf die sich mein Kommentar bezieht, basieren auf einem offensichtlichen Durchstich aus der Vereinsführung heraus an das Lügenblatt mit den großen Buchstaben. Dass jemand meint, darauf angewiesen zu sein, ist immer ein Zeichen von Schwäche und mangelndem Format. Der offizielle Originalton von Bonhof geht so. Mit uninterpretierbaren klaren Ansagen von Eberl wäre alles zu erledigen.

Champions League – die fällige Reform

Reichtum, das haben wir gelernt seit es den Kapitalismus gibt, bedeutet waaahnsinnig viel Verantwortung. Im Fußball hat sich mittlerweile so viel Verantwortung angesammelt, dass sein Geschehen nicht mehr so ausschliesslich sportlichen Zufällen ausgesetzt sein darf. Es gibt Städte in Europa, in denen der Fußball schon der größte Arbeitgeber ist; andere könnten jederzeit von den Clubbesitzern komplett gekauft werden, weil sie aufgrund ihrer Überschuldung in Geld ausgedrückt nichts mehr wert sind.

Darum hier der Vorschlag, um in Zukunft Ruin und Verzweiflung zu vermeiden. Und den Fußball, nicht in der Champions-League, aber ausserhalb von ihr, wieder spannend zu machen.
Statt einer willkürlichen Auslosung von Gruppen und Spielpaarungen wird folgendes festgesetzt: Weiterlesen

Westherne und Nordlüdenscheid im Panicroom

In Düsseldorf war eine Sportbusinessmesse. Und die wichtigste dort diskutierte Frage war, wie die Fans endlich vollständig enteignet werden können. Imgrunde also die Trumpsche Agenda herunterdekliniert auf unsere beliebteste Sportart, die jetzt neu definiert wird als letzte kapitalistische Goldgrube, nachdem alles andere leider abgegrast und ausgebeutet ist. Relevanter Widerstand dagegen ist nicht erkennbar. Dennoch ist die Nervosität groß. Denn es könnte sein, dass die kapitalistische Systematik nicht von Kommunisten, sondern von sich selbst gekillt wird.

In Düsseldorf wurde den Sport-“Journalisten” in die Aufnahmegeräte diktiert, dass die “50+1-Regelung”, eine letzte Bremse gegen schrankenlose Investoreninvasion, die in Wolfsburg, Leverkusen, Hoffenheim, Leipzig und Hamburg längst nicht mehr gilt, bald ganz weg soll. Für Hannover 96 und seinen verhassten Präsidenten Kind, quasi eine Trump-Zwergenausgabe in der DFL, zu spät. Der hat das Verhältnis zu den Fans so vollständig ruiniert, Weiterlesen

Max Eberl

Natürlich bringt mich, wie jeden Gladbach-Fan, das Werben des Steuerkriminellen Uli Hoeness um Max Eberl zur Weißglut. Und ich kann darum mit Eberls Interview am Samstag im Aktuellen Sportstudio nicht zufrieden sein. Trotzdem bleiben Restzweifel, ob Hoeness’ Störmanöver erfolgreich enden kann, denn Eberl ist ein kluger Kopf. Ich versuche mal, mich in ihn reinzuversetzen.

Es wäre unvernünftig von Eberl, die alte Geheimagentenweisheit, die exakt identisch im nicht weniger kriminellen Fußballbusiness gilt, “Sag’ niemals nie!” zu vergessen. Darum seine Einsilbigkeit auf entsprechende Fragen. Seinen Buddy Hoeness, in alten Jugendfußballertagen liebgewonnen, und Eberl war damals keine Supertalent, sondern lebte auch schon als aktiver Fußballer von seinen charakterlichen Stärken, wollte er nicht öffentlich desavouieren. Die Antworten auf alle anderen Fragen waren aber durchaus erhellend. Weiterlesen

Fußballbusiness – kommt jetzt der Weltkrieg?

Die Kriegserklärung der Fifa gegen die globalen Großklubs ist jetzt auf dem Tisch. Eine WM mit 48 Teilnehmerstaaten soll Marktanteile der Kontinentalverbände in Europa (Champions League) und Südamerika (Copa Libertadores) zurückerobern und die ökonomisch schwächeren Länder und Kontinente in einem Bündnis vereinen.

Die Fifa war bisher in der Defensive. Die USA, keine Fußballgrossmacht, gingen aggressiv mit ihrer staatlichen Justiz gegen ihre globale Korruption vor. Es war gleichzeitig Teil des Schleifens des Schweizer Bankgeheimnisses, jedenfalls sind die USA davon nicht mehr betroffen, wenn sie es nicht wollen. Ökonomische Interessen der USA wurden dabei nicht geschädigt, im Gegenteil.

Auf einer anderen Seite steht die – im Fußball durchaus heterogene – Grossmacht China. Darum geht es im Kern bei dem Fifa-Beschluss: wer leitet das unüberschaubare chinesische Businesskapital in seine Kanäle? Weiterlesen

Die Reichen “müssen” immer mehr in Immobilien

Wer nimmt uns die Wohnungen weg? Vor allem die bezahlbaren? Flüchtlinge sind es jedenfalls nicht. Die Superreichen nehmen uns die Wohnungen weg. Und die Politik, die sie gewähren lässt. Dann läuft es so, wie es hier in dankenswerter Offenheit bei der FAZ ein Vermögensberater erklärt. Je mehr Milliarden in Wohneigentum fliessen, umso mehr werden die Preise getrieben. Die Politik müsste diese Milliarden vom “Markt” nehmen und politisch in preisgünstigen Wohnungsbau für die, die es nötig haben, investieren. Denn die Superreichen bauen nur Wohnungen für Ihresgleichen, weil das die sind, die mehr Renditen versprechen. Politik in einer Demokratie ist nicht für Renditen da, sondern für Wähler*innen*stimmen. Und “Milliarden-vom-Markt-nehmen” heisst umgangssprachlich (Vermögens-)Steuer.

Der nächste heisse Scheiss der Milliardäre ist aber das Fußball-Entertainment. Die Vereine im Weltmeisterland Deutschland werfen sich schon vor ihnen in den Staub. Milliardärsvereine belegen in der Bundesliga bereits aktuell die Plätze 2 und 4. Die Großmächte haben die Branche schon auf ihre Agenda genommen. Man wird auch hier ein bisschen mehr auf “Sicherheit” achten müssen, als das durch sportliche Unwägbarkeiten bisher gewährleistet ist. Was der Wirtschaftsanwalt Thomas Bach hier schon für den Restsport geleistet hat, dafür bietet sich im Fußball am besten der Westfale Karlheinz Rummenigge an – er hat einen starke Sinn für Finanzstarke.

Sky für 50 €/Monat oder: der Kampf um die informationelle Weltherrschaft

Heute flatterte mir ein Telekomprospekt ins Haus: Sky 3 Monate umsonst, dann 9 Monate für 25€/Monat, danach 51€/Monat, mit Fußnote Nr. 6 im Kleingedruckten. Der Umbruch dieses Kleingedruckten zieht sich über 10 Seiten. Und ist für mich als Sehbehinderten nicht lesbar. Darum ist es im Kern auch keine Werbung, sondern Altpapier. Ich gehe zum Sky-Gucken in die Kneipe – mein Gastwirt lässt sich von dem Sender aussaugen, ich reiche ihm meine Biertrinkerhand zu seiner Rettung. Wie lange das gutgeht ist ungewiss.
Denn es handelt sich um eine Art Weltkrieg der hier ausgetragen wird. Weiterlesen

Sportkriminalität grenzenlos

Ein mexikanischer Fußballer, Cuauhtémoc Blanco, erst Bundesgenosse und Hampelmann, dann Abtrünniger der Mafia seines Landes, diese aufregende Geschichte fand ich nur in der Jungle World. Warum nur erinnerte mich die Story gedanklich immer an Franz Beckenbauer?

Vielleicht weil Aushängeschilder der deutschen Sportmafia in nicht so unähnlichen Geschäften verstrickt sind. IOC-Präsident Thomas Bach war zuvor Präsident des Deutschen-Olympischen Sportbundes (DOSB), ist Rechtsanwalt mit vitalen Geschäftsbeziehungen in arabische Feudalstaaten und FDP-Mitglied. Jetzt muss er empfindliche Einschränkungen seiner globalen Reisefreiheit hinnehmen, ganz so wie Fifa-Expräsident Blatter.

Wie schön, dass es wissenschaftliche Grundlagen dafür gibt, dass den Gangstern nicht der ganze Sport in die Hände fallen kann. Ihr Feind ist u.a. der Zufall, der uns dann doch noch das eine oder andere lange Gesicht von Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeness bescheren wird. Das hat jetzt Prof. Klaus Günther publiziert, ein absolut integrer Politologe, für den ich in den 80ern vier Semester als Tutor arbeiten durfte. Das GA-Interview war leider für mich online nicht auffindbar und ist daher nicht verlinkbar; das angekündigte Buch soll in wenigen Wochen erscheinen.

EM: Ruin des Nationalfußballs?

Vom gestrigen EM-Spieltag blieb ich verschont, weil ich zum 60. Geburtstag einer Freundin in eine für Bahnfahrer unwegsame Bergregion NRWs musste (und wollte). Bis gestern war der feste Glaube der Fans, dass an der fußballerisch überwiegend unansehnlichen EM-Gruppenphase die Aufblähung des Spiel- und Qualifikationssystems durch den kriminellen Michel Platini schuld war. Seit gestern wissen wir: es muss irgendwas anderes sein. Weiterlesen

Lesebefehle Fußball

Gerhirnerschütterungen waren bei der letzten WM ein groß gewachsenes Thema. Der Gladiatorenstil feierte fröhliche Urständ, und dass die deutschen Weltmeister diesen Stil spielerisch ausgebremst haben, war ihr eigentlicher Verdienst. Gehirnerschütterungen werden im Fußball dennoch bisher sträflich unterschätzt, wie dieser FAZ-Text berichtet.

Der FAZ-Sportteil ist für weitere Berichte zu loben. Obwohl Mainz 05 gestern sportlich jämmerlich aus der Europa-League ausgeschieden ist, ist die Bundesligakonkurrenzfähigkeit und finanzielle Gesundheit dieses Vereins ein Fußballwunder, Weiterlesen

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