Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: WDR (Seite 11 von 29)

Erfahrungsabriss

FridaysForFuture / WDR / Pakistan wird Sozialstaat
Etwas altklug kommen die Jungs daher. Wolfgang Storz (67) interviewt Dieter Rucht (75) bei bruchstuecke.info über die jugendliche Klimabewegung. In ihrem Gespräch kann ich nichts grundsätzlich Falsches entdecken. Kein Wunder, ich bin ja nur wenig jünger (bald 65). Mein Unbehagen kommt von Duktus und Denkweise. Die alten Herren urteilen mit dem Analysebesteck der 80er und 90er Jahre über eine ausserparlamentarische Bewegung, die weit wirkungsvoller als unsere Altersgruppe politisches Agendasetting durchgesetzt hat. Weiterlesen

Der bessere Sigmar

Willi statt Gabriel: “Völlerei, aber massvoll”
Vor den schlechten Nachrichten die gute: während sich Melanie Mühl hinter der FAZ-Bezahlmauer am Selbstoptimierungswahn abarbeitet, komme ich beim DLF-Kultur weiter: “Optimisten leben besser” – “Zum Glücklichsein gehöre auch hin und wieder die Völlerei oder das eine oder andere Glas, wenn man es denn bewusst und maßvoll konsumiere”. Sarich doch. Weiterlesen

Diskurssensitive Public Affairs

Gestern rief mich ein alter Bekannter an. Er ist vor einigen Jahren durch die Drehtür gegangen, vom Politikmachen zum Geldverdienen. Wir sprachen über etliche gemeinsame alte Bekannte, und was die heute so machen. Er hat ein paar interessante Jobs zu vergeben, und recherchiert über mglw. geeignete Zielpersonen. Am Sonntagnachmittag. Damit habe ich eigentlich alles fertig erklärt. Es geht aber auch geschwurbelt. Im FAZ-Wirtschaftsteil z.B. Weiterlesen

Gekautes Kaugummi

mit Update 26.1.
Gestern erst klagte mir ein belesener Leser völlig berechtigt, dass die in Berlin, egal welcher Partei, dem Drecksblatt aus dem Springerkonzern immer noch Exklusivinterviews bieten, obwohl es kaum noch jemand kauft (von 5 auf 1 Mio. in weniger als 30 Jahren). Durch die ganze Geschichte dieses Mediums zieht sich eine Spur aus Dreck, Blut und Scheisse. Besonders betroffen davon war schon in den 80er Jahren der deutsche Nobelpreisträger und Namensgeber einer Parteistiftung Heinrich Böll. Hier erinnert sich ein Genosse, der beruflich selbst als Pressesprecher eines Bundesministeriums tätig war. Weiterlesen

Und dann geh’ ich auseinander

Mediathekperle: die total perfekte Weihnachtshow – live! – zu diesem Heiligabend
Noch ganz unter dem frischen Eindruck dieses Höhepunktes des Fernsehjahres 2021 gebe ich Ihnen hiermit meine Empfehlung zur Gestaltung des heutigen Heiligabends. Draussen ist es dunkelgrau und gemässigt kalt. Unter dem Eindruck des kommenden Lockdowns – oder ist er doch schon da? – sitzen alle traurig zuhause und betrachten die mickrigen Geschenke des Christkindes sowie die eigenen Drogeneinkäufe und überlegen: was nun? Weiterlesen

Einsen und Nullen

Medienfrauen und fragile Männlichkeit
Zwei grosse Männer aus der Zeit, als das Fernsehen mein Bewusstsein formte. Es war schwarzweiss. Unsere Kiste hatte uns unsere Oma geschenkt. Es ging nur das Erste Programm. Für das Zweite reichte das Gerät nicht. Mehr als zwei gab es sowieso nicht. Für Länderspiele im ZDF gingen wir zu unseren Vermietern runter. Das war die Zeit, in der ich Georg Stefan Troller sah, im WDR-Regionalprogramm mit Werbung zwischendurch; zwischen 18 und 20 Uhr wurden die ARD-Sender dafür auseinander geschaltet. Ich verstand noch nicht, was der Mann mit dem markanten Gesicht da machte. Weiterlesen

Das gute Bayern

mit Update 27.11.
Wenn Sie erforschen wollen, wie und warum das reaktionäre deutsche Grossbürgertum die Welt nicht mehr versteht, dann können Sie das einerseits an dem bekannten Friedrich Merz studieren. Es sitzt aber gesellschaftlich tiefer, als nur im sauerländischen Westfalen und einer sich selbst isolierenden ehemaligen Volkspartei. Nirgendwo trat das bisher besser zutage, als bei der gestrigen Mitgliederversammlung des Fussballkonzerns aus dem süddeutschen Raum. Weiterlesen

Herausragender Journalismus

von Jupp Legrand
Otto Brenner Stiftung zeichnet zum 17. Mal herausragenden Journalismus aus

Pitt von Bebenburg (FR) wird mit dem 1. Preis für seine Aufdeckung eines Polizei und Politskandals ausgezeichnet +++ Die Redaktion von „Monitor“ erhält den „Spezial-Preis“ für die Kontinuität ihrer investigativen Berichterstattungen +++ Auch Newcomer-, Medienprojekt-Preis und Recherche-Stipendien wurden vergeben
Den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis für kritischen Journalismus 2021 der Otto Brenner Stiftung erhält Pitt von Bebenburg für eine Serie von exklusiven Recherchen, die er seit Juli 2020 in der Frankfurter Rundschau (FR) veröffentlicht hat. Weiterlesen

Nicht wenige Mediathekperlen

Böhmi ein Hit – Prix Pantheon – Tukur-Tatort – Sportschau – Dengler – Tönnies
Wie mein Freund und Gastautor Dieter Bott gehöre ich zu denen, die sich bei den mehrheitlich ausgelutschten Kaugummis der heute-show eher langweilen. Da ist Zeit, mir 1-2 Riegel Schokolade zu holen, um die zu lutschen, wenn endlich Jan Böhmermanns “ZDF-Magazin” drankommt. Mühevoll muss ich mich bis dahin wachhalten, gelegentlich penne ich bei ihm auch ein. Letzten Freitag nicht: er nahm den Springer-Verlag auseinander. Statt billiger Witze beinharter was-mit-Medien-Journalismus. Was selten ist, ist wertvoll. Weiterlesen

Kriegsgefahren

Worüber es sich lohnen würde zu berichten und – öffentlich! – zu streiten
Stephan Russ-Mohl/bruchstuecke.info arbeitet seine kritische Position zum Herdenjournalismus in der Pandemie- und Trump-Berichterstattung weiter aus. Ich teile seine Kritik: zuviele wichtige Begebenheiten und Entwicklungen geraten unter die öffentliche Wahrnehmungsschwelle und schaffen zusätzliche Gefahren, bzw. bestärken deren “Fortschritt”. Der kurze zustimmende Kommentar von Ludwig Greven unter seinem Text, wie auch die ihm entgegengebrachte positive Nachfrage, Weiterlesen

Treffer – versenkt

Wankende ARD – Versenkte Agrarpolitik
Zuhausebleiben, Glotze läuft. Der Vorabendkrimi der ARD (“Morden im Norden”) fährt so schlechte Quoten ein, dass die ARD-Programmdirektion sogar einer Pressekonferenz der als langweilig verschrieenen Bundeskanzlerin mehr zutraut. Bevor der oder die Mörderin entlarvt war, wurde nach Berlin umgeschaltet. Wenn die Bundeskanzlerin was sagt, ist auch journalistische Begleitung, Kommentierung, Einordnung oder auch nur Zusammenfassung nicht mehr erforderlich. Dass auf Phönix und Tagesschau24 das gleiche Programm lief … es geht nicht um Programmvielfalt, sondern um Volkserziehung. Mutti spricht. Weiterlesen

Gedächtnislücken-Hypothek

Olaf Scholz im Schwitzkasten: wird Aussitzen noch gutgehen? / DFB: ein Überblick übers Intrigengetümmel
Landeskorrespondent*inn*en des DLF sind immer etwas unabhängiger, als ihre Kolleg*inn*en von anderen ARD-Sendern. Das liegt daran, dass die “kurzen Dienstwege” länger sind. Als der WDR z.B. seine Landesprogramme einige Jahrzehnte von Köln nach Düsseldorf verlegte, waren sie besonders kurz. Beim Sender hofften sie vielleicht, sie bekämen mehr mit. Für die Landesregierung war es bequemer, wenn es sich mal wieder zu beschweren galt. Weiterlesen

WDR-Blamagentrend

Mai Thi Nguyen-Kim war vielleicht kein Einzelfall. Das ZDF hat sie gelockt, ob nun Bayern- oder BVB-artig überlasse ihr Ihrem Urteil. Es setzt seine Strategie jetzt mit Nemi El-Hassan fort. Und geniesst still. Fritz Pleitgen hatte einst mit Funkhaus Europa (heute: Cosmo) den Grundstein gelegt für einen Talentschuppen von was-mit-Medien-Menschen mit Migrationsgeschichte. Doch der Sender von heute kommt damit nicht mehr klar. Seine Führungskräfte scheinen unqualifiziert und unfähig im Umgang mit den dazugehörenden Konflikten. Weiterlesen

Mediathek-Perle: Uwe Seeler

Reinhold Beckmann ist ungefähr in meinem Alter. Er studierte in Köln und jobbte für den WDR. 1990 stieg er ins Privatfernsehen ein und wurde Prominenter. Kirchs SAT1 hatte die Bundesligarechte gekauft, und wurde unter der beständigen politischen Protektion Helmut Kohls ernsthaft gefährlich für ARD und ZDF. Sie bekamen knapp die Kurve. Fritz Pleitgen (WDR) und Jobst Plog (NDR) hatten daran gedreht, wieder ins Fussballgeschäft zu kommen. Und bekamen Beckmann gleich mit. Mittlerweile ist er mit seiner Produktionsfirma beckgroundTV in Hamburg fett im Geschäft. Manches ist richtig gut. Z.B. “Uwe Seeler – einer von uns” (Video 44 min, Mediathek bis 24.1.22). Weiterlesen

Globalisierung

mit Update 3.11. nachmittags und 5.11.
Nahostkonflikt im WDR / Sexualisierte Gewalt im Fussball / NRW-Regionalverkehr / Anstalt
Das Tischtuch scheint zerschnitten. Den WDR juckt es wahrscheinlich nicht wirklich. Für Nemi El-Hassan dagegen dürfte es eine prägende Erfahrung bleiben. Zwar stehe auch ich der Ansicht nahe, dass der Nahostkonflikt nicht nach Mitteleuropa ausgeweitet werden sollte. Das erlaubt es allerdings Staaten, öffentlichen Institutionen und Öffentlichkeiten keineswegs ihn zu ignorieren. Und denen, die ihn mit ihrem epochalen Verbrechen mitinitiiert haben, den Deutschen, schon gar nicht. Aber der WDR, der kann das. Nemi El-Hassan hat sich am Wochenende erstmals zu dem Konflikt geäussert, in einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung. Weiterlesen

Webdesigner – lest das!

Die Suche nach einem Beitrag zu Somaliland – unten: keine Mediathekperlen
Warum hasse ich den WDR – und liebe den DLF? Die Homepage des WDR ist bunt mit vielen Bildern; die des DLF sieht langweilig aus, mit vielen Buchstaben. Beim WDR finde ich nichts, was ich suche; beim DLF das meiste. Ich bin mit einem Designprofessor gut befreundet, der Ihnen gerne Vorlesungen hält, warum Benutzerfreundlichkeit und Design keine Gegensätze sind, nicht sein dürfen. Weiterlesen

Cui bono “Investigativjournalismus”?

Und: Wundersame Bahn LXXVII – Schweiz-Takt seit 1982
Der Rechercheverbund “International Consortium of investigative Journalists” (ICIJ) spart nicht mit Superlativen, wenn er mal wieder eine neue Ladung Daten journalistisch aufbereitet und verkauft. Seine Internationalität ist einerseits ein grosser Fortschritt, andererseits aber auch eine Notwehr gegen den Abbau von Recherche und Journalismus in den herrschenden Medien. Die deutschen Mitglieder werden vom sog. Rechercheverbund SZ/NDR/WDR gestellt. Und von ihnen werden die Ergebnisse vermarktet. Weiterlesen

Schönherrs Erbe

Audiothekperle des Tages
Dietmar Schönherr, die Jüngeren werden ihn nicht mehr kennen. Er war ein ganz Grosser des deutschen Entertainments (kein Wunder, als Österreicher). Die Alten wie ich kennen ihn seit Raumpatrouille Orion (1965). Er war, zusammen mit seiner damaligen Gattin Vivi Bach, Showmaster der letzten zeitgemässen Innovation deutschen Unterhaltungsfernsehens der letzten Jahrhunderte, “Wünsch Dir was!” (1971) Und wenn er wüsste, was aus den Talkshows geworden ist, würde sein Umdrehen im Grabe ein Erdbeben auslösen. Weiterlesen

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