Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: WDR (Seite 4 von 28)

TV ohne Fussball (XI)

Weil die DFB-Elf mit freundlicher Assistenz des Videoschiris vorgestern im Turnier geblieben ist, wird die Medienwelle bis zum nächsten Wochenende nicht abebben. Hier Ihre Notration zum überleben.

Montag = Spieltag

Arte liefert 70er-Oldies. Weiterlesen

Es ist eine Intendantin

WDR-Rundfunkrat spannender als die EM

Katrin Vernau ist die neue Intendantin des WDR. Als langjährige Verwaltungsdirektorin seit 2014 muss sie vielleicht nur quer über den Flur umziehen. Zwischendurch – das dürfte wahlentscheidend gewesen sein – hatte sie beim RBB (Berlin mit ein bisschen leeres Brandenburg drumrum) ihren bisher schwersten Job als Interims-Krisenintendantin. Wie ich bereits spekuliert hatte, hat sie sich mit dem anderen WDR-Eigengewächs Jörg Schönenborn die Stimmen einer Rundfunkratsmehrheit im ersten Wahlgang noch geteilt. Weiterlesen

TV ohne Fussball (IX)

Heute mal für zwei Tage voraus. ZDFneo wie schon letzte Woche heute drei “Barnabys” (alle 2011) hintereinander.

Die ARD wiederholt zwei Agentinnengeschichten mit sehenswerten Hauptdarstellerinnen. “Schneller als die Angst” (Friederike Becht), verfügbar bis 19.8., und “Die Informantin” (Aylin Tezel), verfügbar bis 1.10.. Interessant: beide Damen bei der gleichen von Damen geführten Agentur: “Die Agenten”. Ich versichere Ihnen, wenn Sies noch nicht gesehen haben – beides sehenswert und sehr gut gespielt. Weiterlesen

TV ohne Fussball (IV)

Der WDR sendet heute eine hauseigene Tatort-Schiene ab: Münster 2020, Köln 2010 und Düsseldorf 1996. Ich vermute, die linear gesendeten Folgen gehen erst nach der linearen Ausstrahlung an den verlinkten Stellen online – wenn überhaupt. Der WDR veröffentlicht sowas ja nicht. Warum, müssen Sie dort fragen. Ich habe aber zwei bessere Vorschläge. Weiterlesen

TV ohne Fussball (II)

Kritik und Vorschau

Während gestern 22,5 (von 85) Mio. Deutschland gegen Schottland mit einem erwartbaren fussballerischen Verlauf glotzten – am stärksten war Schottland 1974 bei der Heim-WM, als sie ungeschlagen ausschieden und Peter Lorimer der beste Mann war – bingewatchte ich “Damaged Goods”. Fesselndes Chaos in der 1. Halbzeit, das in der 2. Halbzeit zugunsten alter Klischees des “Erwachsenwerdens” gefährlich in Richtung Kitsch abrutschte. Weiterlesen

“Flut”-Journalismus

Ein altes BRD-Sprichwort lautet: “Hast Gu einen Opa, schick’ ihn nach Europa!” Er war ein durchaus treffender Kommentar zur Personalpolitik der Parteien. Eine mögliche Aktualisierung könnte lauten: “Hast Du zuviel nervende Frau’n, lass’ sie nach Brüssel abhau*n.” Das insinuieren Medien, die einige Ampelkoalitonär*inn*e*n womöglich gar für befreundet halten – hier verlinkt die Ippen-Gruppe, die sich wiederum auf Springers Politico bezieht. Weiterlesen

Darf der das?

Der WDR stört das DFB-“Sommermärchen”-Marketing, weil (kleine) Teile von ihm (noch) unabhängigen Journalismus machen

mit Update mittags und Update 6.6.

Der Ärger der Fussballmillionäre und ihres Apparates beim grössten Sportverband der Welt, dem Deutschen Fussball-Bund, ist gross. Da bereiten sich 26 Spieler und ein um ein Vielfaches grösserer PR-Apparat auf ein “dringend notwendiges” “Sommermärchen 2.0” vor, das – wie immer – mit einem deutschen Titelgewinn enden soll, und dann das: Rassismus! In Deutschland! Weiterlesen

Und die Strafe folgt sogleich

Die Ignoranz der handelnden Politik gegenüber oligarchischer Medienmacht bringt die bürgerliche Demokratie an den Klippenrand

Die Erde ist keine Scheibe, von der jemand runterfallen kann. Aber die Schwerkraft existiert wirklich. Und sie ist sehr kräftig.

Bürgerliche Grundrechte sind oftmals blind gegenüber sozialer Wirklichkeit. Nur in einer sehr kurzen Periode der West-BRD-Geschichte wurde das mal von klugen Liberalen und Sozialdemokrat*innen zusammengedacht. Heute geschieht das in öffentlichen Diskursen kaum noch. Materialistische Analyse gesellschaftlicher Prozesse kommt nicht mehr vor. Es dominieren wieder Schwarz-Weiss- und Gut-und-Böse-Darstellungen – hilf- und wirkungslos, ausser für das selbstrefenzielle Befinden derer, die sie ausstossen. Weiterlesen

Ein Liebesfilm?

Was bliebe vom WDR noch, wenn er seine “Tatorte” nicht hätte?

“Münster” ist der Quotenburner. “Dortmund” ist mein Heimatkrimi – obwohl: von der fabulösen Startmann- und frauschaft ist nicht mehr viel übrig geblieben. “Köln” musste ich seit Jahrzehnten lieben, weil ich selbst oft dort bin, und Dietmar Bär und Klaus-Jürgen Behrendt eingewanderte Ruhris wie ich sind. Unvergessen in “Leo und Charlotte” (kein Wikipedia-Eintrag, niemals Mediathek). Weiterlesen

discovery art fair in Köln

Ich mag Kunst anschauen, immer wieder und gerne was – für mich – Neues. Über Kunst schreibe ich fast nie, das überlasse ich Menschen wie zum Beispiel Ingo Arend, der versteht da was von. Ich weiß nur, was mir gefällt. Und ich mag es, wenn KünstlerInnen ihre eigenen Arbeiten zeigen können, unkuratiert und frisch aus dem Atelier. Andererseits brauchen viele KünstlerInnen die Hilfe von guten und fairen Galerien, um ihre Ware an die interessierte Frau zu bringen oder an ihren Mann. Weiterlesen

“Humorkrimis”

Etwas besoffen von dem Erfolg ihrer TV-Serie “Mord mit Aussicht” (2008-14), die der WDR im NRW-Teil der Eifel angesiedelt hatte und von Alfred Bioleks Produktionsfirma “Pro” produzieren liess, hatte die ARD vor Jahren eine “Idee” um ihr abkippendes von Werbung charakterisiertes Vorabendprogramm zu retten: Humorkrimis. Jede ARD-Anstalt sollte was Lustiges aus ihrer Region produzieren, und schon sind die debilen Zuschauer*innen so begeistert, wie bei “Mord mit Aussicht”. Es endete fürchterlich. Mit einer Ausnahme. Weiterlesen

Bissig in der Wagenburg

mit Update 8.4.

Das Tragische an Selbstferentialität ist: die leidenden Betroffenen merken es gar nicht. Das Leid ist schmerzfrei, und darum so selbstverstärkend. Dieser Gedanke drängte sich in mir nach vorne bei den was-mit-Medien-Reaktionen auf “Der neue öffentlich-rechtliche Rundfunk”. Ich gestehe: bei Unterschriftensammlungen schaue ich selbst zuerst darauf, wer sie mit welchem Interesse initiiert hat. Das zu ermitteln ist immer sachdienlich. Weiterlesen

Völkerrechtswidrig

Der 24. März 1999 ist ein denkwürdiger Datum. An diesem Tag, vor 25 Jahren, begannen die Luftangriffe der NATO auf Jugoslawien. Deutschland war dabei. Gerhard Schröder als Kanzler, Rudolf Scharping als Verteidigungsminister und Joschka Fischer als Außenminis­ter folgten den Forderungen der USA und bombten mit. Die Begründung dieses Militärein­satzes war, dass Jugoslawien nicht zur Unterzeichnung eines Abkommens bereit war, das im Februar 1999 in Rambouillet in Nordfrankreich ausgehandelt worden war. Weiterlesen

Nicht jugendfrei

Wunderbarer Stunk und wundersame Bahn CLXXXVI

Stunksitzung 2024, das ging ja schon gut loss. Störung in Sinzig, nichts fährt bei der DB. Unten: Störung bei Linie 18, irgendwas in Köln ist kaputt. Anprobe des Kostüms gescheitert. Auf eine Stunde später vor dem Eingang verschoben. Die DB liess in Sinzig einen RE umdrehen. Die Fahrt nach Köln gelang doch. Aber die KVB … Weiterlesen

Benko – Marley

Kommende Perlen

Ingolf Gritschneder und Georg Wellmann haben (im Auftrag des WDR) mal wieder fertig: René Benko: Der Zocker und die Politik – Die Pleite schlug in Deutschland ein wie eine Bombe. Der Zusammenbruch der SIGNA-Gruppe des österreichischen Immobilienunternehmers René Benko könnte auch hierzulande Milliardenschäden nach sich ziehen: Hunderte Millionen Euro an Krediten deutscher Banken sind in Gefahr.” Heute um 22.50 h in der ARD und danach hoffentlich lange mediathekverfügbar. Weiterlesen

Reform oder Reparatur

Hilferufe als Klopfzeichen aus dem Maschinenraum der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten

Abstract: Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) in der Kritik steht, ist nicht neu. Zu große Regierungsnähe, parteipolitische Einseitigkeiten, mangelnde Ausgewogenheit des Programms, Überbürokratisierung und selbstherrliche Führungskräfte, teilweise mit ausgeprägter Selbstbedienungsmentalität – diese Themen begleiten mich, seit ich vor 40 Jahren meinen ersten Beitrag für den WDR produzierte. (1) Doch bis zur Affäre Schlesinger galt, was Johannes Ludwig im Februar 2009 eine ehemalige Führungskraft des Öffentlich-Rechtlichen sagen ließ: »Das wird an denen abprallen«. Und: »Die Öffentlich-Rechtlichen glauben es sich leisten zu können.« (Ludwig 2009: 6) Die Causa Schlesinger hat für Erschütterungen gesorgt, die an den öffentlich-rechtlichen Hierarch*innen nicht einfach mehr so abprallten. Weiterlesen

Gegen Götzenverehrung

In staatsaktähnlicher Weise soll heute der verstorbene Steuervermeider Franz Beckenbauer verehrt werden. Das öffentliche TV überträgt live. Und sofern Schnee und Eis es nicht vermeiden, wird auch der kommende Bundesligaspieltag davon geprägt – jedenfalls, wenn es nach denen geht, die für die Inszenierung verantwortlich sind. Immerhin gibt und gab es abweichende Stimmen. Weiterlesen

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