Tipp für AKK

Von , am Samstag, 11. Januar 2020, in Politik.

Militär macht nichts besser – aber vieles schlimmer
mit Update 12.1.
Mann sollte davon ausgehen, dass Frauen, kluge zumal, den Wettbewerb der Jungs darum, wer den Längsten hat, als das erkennen, was er ist: kompletter oft gefährlicher Blödsinn. Leider gibt es jedoch eine kleine Minderheit von Frauen, die einfach nur bei den Jungs mitspielen wollen, ohne die Regeln zu ändern. Die deutsche Bundesregierung will nur zum Schein mit Frankreich zusammenarbeiten, tatsächlich hat sie die Konkurrenz aber schon bis zum Achsbruch getrieben, und schickt sich an, die Boss-Rolle in der EU alleine spielen zu wollen.
Frankreich hat für alle erkennbar so viele Probleme mit sich selbst, dass es seine Imperialistenrolle immer schlechter spielen kann. Und wer zeigt als erste auf, um die Rolle zu übernehmen? So gelangte die Bundeswehr nach Mali. Was macht sie dort?
So genau kann das niemand beantworten. Politisch ist es so: die Bundesregierung will in Afrika lauter DDRs errichten lassen. Die Regimes werden dafür bezahlt (“stabilisiert”), um ihre Untertanen gefangen zu halten. Jedenfalls sollen sie es nicht nach Europa schaffen. Schaffen sie doch, aber ich will nicht abschweifen. Die Regimes nehmen das Geld gerne. An der Perfektion der DDR fehlt ihnen dagegen einiges (nicht nur die Mauer). Ist es die Aufgabe der Bundeswehr ihnen die DDR-Perfektion zu vermitteln? Hatte nicht auch FJ Strauss die DDR dafür bezahlt, dass sie weitermacht? Und wurde dann von Gorbatschow, dem trickreichen russischen Bären, ausgetrickst, der sie – überhastet? – fallen liess? So abwegig sind die Vergleiche von Naika Foroutan also gar nicht. Ich schweife schon wieder ab.
Bettina Rühl ist eine der rar gesäten deutschen Journalistinnen, die regelmässig in Afrika vor Ort sind. Selbst dann, wenn gutbezahlte Festangestellte mal weg sind (Urlaub, Krankheit, Krieg, zu gefährlich, zu teuer). Charlotte Wiedemann fiele mir noch ein. Die meisten reisen lieber von Berlin aus im Flugzeug von Bundesminister*inne*n oder der Bundeskanzlerin mit, und sorgen von dort aus, frei von eigener Sachkenntnis, für den von der Bundesregierung gewünschten PR-Spin. Nicht so Frau Rühl. Lesen oder hören Sie hier, was sie aktuell sachlich und polemikfrei aus Mali berichtet.
Update 12.1.: als hätte ich das bestellt bringt Bernhard Schmid/telepolis einen aussergewöhnlich aufschlussreichen Hintergrundbericht zur französischen Interessenpolitik im afrikanischen Sahel. Schmids präsentierte Fakten sind der deutschen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, der Regierung und den Grosskapital-Interessen dagegen sehr wohl. Was würden Sie meinen? Werden die Franzosen (bzw. deren Herrschende) darüber amüsiert sein?

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