Es ist traurig, aber wahr: Deutschland ist nicht mehr das idyllische Schlaraffenland von einst mit festen Öffnungszeiten und einem Wellness-Bereich, in dem die Schmorgurken blühen, sondern Deutschland ist eine Danger–Zone, in der es als gemeingefährlich gilt, Bombenanschläge auf Rüstungsbetriebe nicht nur zu planen, sondern auch in die Tat umzusetzen. Das macht Angst.

Dreißig Prozent aller Deutschen sind ängstlich: Sie haben Angst vor Venenthrombosen in der Touristenklasse, Angst vor Turbanträgern und Vollbärten, vor Schläfern, vor Gipspulver in Paketen, vor Männern in Nachthemden und vor Impotenz. Vor allem aber haben sie Angst, unter der Dusche oder sonstwo von Terroristen überrascht zu werden. Kann man diesen bedauernswerten Menschen helfen? Nein, kann man nicht. Denn die Medien sorgen für den täglichen Angstnachschub durch die Wiederholung der immer gleichen Schreckensmeldungen. Das führt dazu, dass viele Menschen Angst vor der Angst haben, und es gibt sogar perverse Regenbogenfollower, die ihre Lust an der Angst regelrecht genießen.

Etwa siebzig Prozent aller Deutschen sind demnach zu dumm, um so etwas wie Angst zu empfinden. Das kann niemanden erstaunen, der weiß: Russischen Wissenschaftlern ist der Nachweis gelungen, dass es bereits seit der Erfindung des Monotheismus Mäuse mit Menschenhirnen gibt. Das wiederum heißt im Umkehrschluss: Auch Menschen mit einem Mäusehirn sind weit verbreitet. Und deren Forschungen nach dem Sinn des Lebens haben ergeben: Es ist der Sinn des gesunden Menschenverstandes, vor lauter Angst verrückt zu werden.

Im Westen befürchtet der Mittelstand, Zuschüsse zu verlieren, die von noch ärmeren Bevölkerungsschichten bezahlt werden müssen. Konjunkturflauten, Abgaben-Boom, eskalierender Vertrauensschwund, Rentnerschwemme und Sterbegeldhalbierung – das macht die Leute völlig fertig. Sie haben Angst, sich demnächst mit einem Lebensstandard abfinden zu müssen, wie er einst in der DDR üblich war. Da nützt es wenig, dass die Herrschaften mit den siebenstelligen Jahreseinkommen immer wieder Zuversicht verbreiten mit dem Versprechen: Niedrige Löhne sind die Voraussetzung für jeden Aufschwung. Das glaubt natürlich niemand. Aber die Westmenschen haben längst akzeptiert: Politik im Kapitalismus ist nun mal eine Mischung aus Habgier und Zynismus.

Und das wollen die Ostmenschen einfach nicht einsehen. Trotzig singen sie ihre alte Hymne „Wehrt Euch! Leistet Widerstand gegen jede Fremdherrschaft im Land!“ Sie setzen auf Tradition und Barmherzigkeit. Außerdem sind sie wirklich tapfer: Die Menschen in Dresden und Umgebung zum Beispiel hungern und sind gezwungen, Eichhörnchen zu essen. Sie leiden unter den zahlreichen Zwangseinquartierungen und müssen zusehen, wie sich islamistische Schläfer und GefährderInnen in den Gästebetten wälzen, ohne zu bezahlen. Rostbratwürste enthalten kein Schwein mehr, ihre barocken Kunstschätze werden geklaut und in den Irak abtransportiert, gewissenlosen Investoren verkaufen fruchtbares Ackerland als „Seltene Erden“ nach China. In Chemnitz sah ich ein weinendes weißes Waisenkind mutterseelenallein inmitten hunderter absolut schwarzer Afrikaner, die um brennende Mülltonnen tanzten. Routiniert holen sächsische Landfrauen, total verschleiert, ihre sächsisch-orientalischen Kinder aus der Koranschule ab, der Ruf des Muezzin dröhnt von allen Dächern, islamistische Reitermilizen stürmen unangekündigt durch blühende Landschaften, in den finsteren Hauseingängen der Fachwerkhäuser von Quedlinburg lauern Mudschahedin mit scharfgeschliffenen Krummschwertern, und brandenburgische Ureinwohner verrichten Sklavendienste in arabischen Bedürfnisanstalten…

Wie grauenvoll und absolut trostlos sich die Stadtbilder im ehemaligen Arbeiter- und Bauernstaat präsentieren, darauf hat ja schon der westdeutsche Kanzler hingewiesen. Jetzt hat eine vom RBB erstellte Statistik auch noch ermittelt, dass zahlreiche mecklenburgische Familien vom Aussterben bedroht sind, und Erschreckendes offenbarte noch dazu eine Umfrage im Erzgebirge – demnach ist ein Witwer im Thüringer Wald, der Darmkrebs hat, sehr viel unglücklicher als eine gesunde junge Frau in Hamburg-Blankenese, die einen Job, ein Kind und einen Bankdirektor hat …

Es ist kein Wunder, wenn große Mengen Ossis sich kilometerlange Schlangen vor leeren Fleischerläden zurückwünschen, also eine Versorgungslage wie einst in der sowjetischen Besatzungszone. Und es ist nur zu verständlich, dass sie reinrassige deutsche Nazis wählen, um ihrem Elend und der Unterdrückung durch fremdrassige Besatzungskräfte zu entgehen. Sie wählen Adolfs fölkische Debile! AfD! Oder Arschgeigen fon Deppendorf? Egal – die Hakenkreuzfans wissen ganz genau, welch’ Segen auf einer nationalsozialistischen Meinungsfreiheit liegt, wie man die Reisefreiheit von Flüchtlingen am effektivsten einschränkt, und wie man durch radikale Sparmaßnahmen im Bildungsbereich sich hochrüstet für die Zukunft. Ihr angestrebtes 1000-jähriges Reich soll keinesfalls schon nach 12 Jahren unter Schutt & Asche begraben sein – sie werden den Islamismus mitsamt seinen Wurzeln brutal ausrotten und jede afrikanische Ansiedlung auf deutschem Heimatgrund rechtzeitig zertreten.

Um diese Ziele unverzüglich zu erreichen, ist eine progressive Einschränkung des Kulturbetriebs mit Hilfe der Bürokratie von größter Wichtigkeit: Ausuferndes Anspruchsdenken nicht nur prominenter Egomanen an Regie- oder Dirigentenpult, sondern auch das Amüsierbedürfnis des Volkes sind auf niedrigstem Niveau rücksichtslos einzudämmen. Da reicht es nicht, nur die Erinnerung und das Interesse am Bauhaus komplett zu eliminieren, da muss auch die klassische Musik auf Normalmaß reduziert werden. Hier ein Beispiel für die zukünftige Kulturpolitik, ausgerichtet an den Notwendigkeiten volksnaher Sparmaßnahmen zu Gunsten moderner Abschiebungs- und anderer Lager.

Anlässlich einer Aufführung von Gustav Mahlers unvollendeter zehnter Sinfonie mit den Bitterfelder Philharmonikern hat der Präsident des anhaltinischen Rechnungshofes dem Publikum par ordre du mufti mitgeteilt:

Zu den üblichen Streichern und Bläsern kommen hier noch zwei Xylophone, Marimbaphon, Becken, zwei Glockenspiele, Gong, Holzblock, Kastagnetten, Peitsche, Rute, Triangel, Tam-Tam, Tomtom, Tamburin plus zwei Harfen zum Einsatz. Deswegen haben auch die Bratschen über einen längeren Zeitraum nichts zu tun, was den Einsatz von Teilzeitkräften nahelegt. Ebenfalls unsinnig ist, dass die tiefen Holzbläser alle die gleichen Noten spielen. Die Anzahl der Mitarbeiter in diesem Bereich kann drastisch gekürzt werden. Der Neuntonakkord in den Trompeten ist vollkommen überflüssig, er kann halbiert werden, und der As-Moll-Dreiklang muss auch nicht sein, da reicht ein Unisono. Ferner ist das Spielen von halben und ganzen Noten sehr zeitaufwendig. Der Rechnungshof empfiehlt dringend, alle diese Noten auf Achtel und Sechzehntel zu reduzieren. Dafür könnten dann Praktikanten und Aushilfskräfte minderer Qualifikation eingesetzt werden. Eine weitere Einsparmöglichkeit ergibt sich, wenn alle überflüssigen Passagen weggelassen werden, so dass sich die unvollendete zehnte Sinfonie auf knapp acht Minuten verkürzt. Hätte dieser Herr Mahler das beachtet, hätte er seine Sinfonie im Rahmen des städtischen Kultur-Etats auch vollenden können, und sein Werk wäre vielleicht sogar für ein Jugend-Abo geeignet …

Abschließend noch eine persönliche Anmerkung: Ich habe selbstverständlich überhaupt nichts gegen diese sogenannten Ossis, ABER … Brandenburg, Sachsen, Sachsen Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern – das waren wirklich Fehlanschaffungen von Helmut Kohl. Ich mein’ ja nur …

Dieser Beitrag ist eine Übernahme aus dem Blog des Autors, mit seiner freundlichen Genehmigung.

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