#metoo im Bayrischen Rundfunk?

Von , am Samstag, 12. Oktober 2019, in Medien.

weiter unten: Nordkorea-Experte Döpfner braucht professionelle Hilfe Der Vorgang um die Trennung zwischen Frau Degmair und dem Bayrischen Rundfunk las sich schon immer merkwürdig, als wenn der Kern der Sache sorgfältig verborgen bleiben solle. Das ist nicht unüblich, wenn sich die Konfliktparteien vor Gericht treffen. PR-Aktivitäten haben dann eine instrumentelle Funktion. So sieht es auch jetzt aus. Die Arbeitgeberseite hatte durchstechen lassen, dass die Führungsqualitäten der Frau Degmair sich als begrenzter als erwartet erwiesen hätten. Nun von ihrer Seite der Konter:

#metoo – Fussball auf schmalem Grat

Von , am Mittwoch, 12. Juni 2019, in Fußball, Politik.

Amateur- und Profifussball, bei Damen und Herren, ist ein kompliziertes Geflecht von Abhängigkeiten und Macht über Menschen, mit, wie könnte es anders sein, sehr körperlich orientierten Komponenten. Während ich im gymnasialen Sportunterricht noch der Nazizeit entlaufene Schleifer als Sportlehrer erlebte, geht es heute eher um Karrieren, Selbstoptimierung, Sexyness und Vermarktung. Durch #metoo zieht nun auch in den gesellschaftlich ewiggestrigen scheinbaren “Schonraum” des Mikrokosmos Fussball die Selbstermächtigung der Opfer ein – der Kern der #metoo-Debatte.

Jetzt: #metoo im Karneval / Bald: Fifa-Crash

Von , am Freitag, 1. März 2019, in Fußball, Genuss, Lesebefehle.

Die Männer wissen ja alle nicht mehr, was sie noch dürfen. Der einst so schöne Karneval wird so zu einer einzigen Quälerei. Was mann macht ist falsch. Darauf, die Handlungsanleitungen für Flüchtlinge auch als Eingeborener zu beachten, habe ich schon hingewiesen. Weitere Erläuterungen gibt in einem SZ-Interview die Soziologin Yvonne Niekrenz. Sie ist ein lebender Beweis,

#metoo/WDR: Studierende fordern Henke-Rücktritt

Von , am Mittwoch, 27. Februar 2019, in Beuel & Umland, Medien.

Es scheint ihnen peinlich zu sein, dass sie sich erst jetzt bemerkbar machen. Dem gingen vermutlich nicht nur lange, sondern auch quälende hochschulinterne Debatten voraus. Die Studierenden der Kölner Kunsthochschule für Medien fordern den Rücktritt von Professor Gebhard Henke, der kürzlich in einem aussergerichtlichen nichtöffentlichen Vergleich sein Arbeitsverhältnis mit dem WDR beendet hat. In ihrem veröffentlichten Text sprechen sie nur am Rande die Dotierung an

#metoo/WDR: die Debatte ist nicht beendet

Von , am Montag, 5. November 2018, in Medien.

Mögen einige gehofft haben, dass während der Herbstferien “die Sau das Dorf” durchquert habe. Aufwachen, der Traum ist beendet. Denn es geht in der Debatte nicht (nur) um skandalöse Einzelfälle. Das Problem ist durch gerichtliche Schuldsprüche, Abmahnungen und Entlassungen nicht aus der Welt. Denn es wird von Systemstrukturen erzeugt, die in einem jahrzehntelangen Prozess herangewachsen sind. Dazu sind jetzt einige erhellende Diskussionsbeiträge erschienen. Hektor Haarkötter, heute Professor an der Fachhochschule Rhein-Sieg, war mal “freier” Mitarbeiter des WDR und weiss darüber viel zu erzählen.

Banken / Putzhilfen / #metoo in Medien / Lizenzfreiheit / Gaspolitik / Italien

Von , am Montag, 29. Oktober 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Thomas Marois wird von der Jungle World zur Lage und den Möglichkeiten privater und staatlicher Banken befragt – gute Vorschläge, mit wenig Hoffnung auf Umsetzung. Sabrina Burger schreibt in der Jungle World über sie sklav*inn*enähnliche Lage von Haushaltshilfen der helpling-Plattform. Wer da noch ordert, soll sich schämen. Wer gegen die verbreitete Schwarzarbeit in dieser Branche vorgehen will,

Es geht um Macht – #metoo in Parlamenten

Von , am Mittwoch, 17. Oktober 2018, in Politik.

Sexuelle Übergriffe in Parlamenten – Jede vierte Frau Opfer von Gewalt; laut einer Studie sind sexuelle Gewalt und Belästigung in Parlamenten der Europarats-Mitgliedsländer Alltag. Täter sitzen oft in den eigenen Fraktionen. In den Parlamenten der 47 Mitgliedsstaaten des Europarates sind sexuelle Belästigung, Missbrauch und Gewalt gegen weibliche Abgeordnete und Mitarbeiterinnen weit verbreitet. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie der Interparlamentarischen Union (IPU) und‬ der parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE), die am Dienstag in Genf veröffentlicht wurde. Hinzu kommt:

#metoo/WDR: Mikich-Eigentor

Von , am Mittwoch, 17. Oktober 2018, in Medien.

Nicht spielentscheidend, aber doch bemerkenswert: Sonia Mikich, in den Ruhestand gewechselte ehemalige WDR-Chefredakteurin, hat in der #metoo-Debatte ein Eigentor geschossen. Ausgerechnet in der FAZ zog sie eine persönliche Bilanz der Debatte. Ich kann sie leider nicht lesen und verlinken, weil die FAZ den Text hinter ihrer Paywall vermauert hat. Mikich weiss selbst aus ihrer langen Berufserfahrung, dass FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld, der es trotz intensivster Kampfbereitschaft für Verlegerinteressen immer noch nicht zum FAZ-Herausgeber oder wenigstens Feuilletonchef gebracht hat, zeitlebens auf einem Kreuzzug gegen öffentlich-rechtliche Medien, also das, wo Mikich ihre komplette Berufskarriere verbracht hat, unterwegs war.

Berg / #unteilbar / Linkspopulismus / #metoo / Rücktritte?

Von , am Sonntag, 14. Oktober 2018, in Lesebefehle, Politik.

Was uns derzeit in Verzweiflung treibt, schreibt Sibylle Berg/Sp-on. Eine erste Antwort darauf war gestern die #unteilbar-Demo in Berlin, über die Thomas Pany/telepolis berichtet. Wenn wir errechnen, wieviel Prozent der Berliner Einwohner*innen hier demonstriert haben, wären wir beim Ruhrgebiet auf 350.000 gekommen, nur dass dort kein menschenleeres Brandenburg drumherum ist, sondern Düsseldorf, Köln, Bonn, Münster und Bielefeld, sofern es das wirklich gibt, in Pendler*innen*nähe noch einiges hätten beitragen können. Was machen wir nun mit diesem grossen gesellschaftlichen Potenzial?

#metoo und #metwo in der Wundersamen Bahn XIII

Von , am Freitag, 14. September 2018, in Politik.

Aus dem Land des “Exportweltmeisters” Bahngeschichten, immer wieder ein grosser Publikumserfolg, auch in diesem Blog. In der FAZ finden wir diese kleinen und zahlreichen Geschichten von Ubin Eoh. Keine Gewalterfahrungen, obwohl: eigentlich doch. Die Bahn sollte ihr eine Bahncard100 schenken, allein dafür, das sie immer noch bereit ist mitzufahren. Über diese massenhafte Sorte doofer und feiger Männer kann frau schon mal in Tränen ausbrechen. Für das Folgende sollten Sie schon gegessen haben, weil Sie sonst den Appetit verlieren könnten. Bei der Dame, die in der Eurobahn in NRW auf die Toilette wollte, müsste die Entschuldigung erheblich umfangreicher ausfallen. Gibt es […]

#metoo – Veteranin Sichtermann ist froh, überwiegend

Von , am Sonntag, 9. September 2018, in Politik.

Barbara Sichtermann ist eine 68erin, eine der Klugen, Reflektierten, auch zu ironischer Distanz Fähigen. Sie hat im politischen Meinungskampf immer das Florett dem Säbel vorgezogen. Als Mittel. Denn beim Inhalt lässt sie es an Radikalität nicht fehlen. Über #metoo ist sie froh, hat aber auch Kritik. Nicht, weil sie was zu radikal findet, nichts weniger als das, sondern weil ihr bisweilen der Blick zu eng ist. Sie kommt auch mit der Position von Svenja Flaßpöhler gut klar, indem sie die Talkshow-Rollenspiele ausser Betracht lässt, und schlicht die Inhalte und Strategien diskutiert. Heute morgen im DLF, und hier nachlesbar.

Liebe, Zusammenleben, Einsamkeit & #metoo

Von , am Mittwoch, 22. August 2018, in Genuss, Medien, Politik.

Der Kapitalismus befriedigt die (meisten) menschlichen Bedürfnisse, im Gegensatz zu den Behauptungen seiner abergläubischen Apologet*inn*en, nicht. Seit 1989/90 erscheint er in weiten Bereichen seiner Herrschaftsgebiete alternativlos. Seine Widersprüche produziert er überwiegend selbst. Ob er sich dadurch vervollkommnet oder eines Tages selbst daran verendet, ist für mich eine offene Frage. Klar ist hingegen: viele, zu viele Menschen fallen ihm dabei zum Opfer. Darum ist Ludger Volmer recht nah an der Antwort auf die Frage, was wir dagegen unternehmen sollten. Derzeit wird viel darüber philosophiert, auch in diesem Blog, dass die Menschen es weder sozial noch evolutionär gelernt haben, mit den Kommunikationstechnolgien […]

Tatort / #metoo&WDR / Smartphones&Schule / Atlantik kommt näher

Von , am Montag, 20. August 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

War kein Tatort. War nur Polizeiruf 110, aber nicht DDR sondern München. Und das Wichtigste: leider der Vorletzte mit Matthias Brandt, ein Schauspieler mindestens so klug wie sein Papa. Heute ergehen sich die TV-Kritiken in Abhandlungen der Frage: wie realistisch war das? Könnte es so sein? Urteilen Sie selbst! Hier der Krimi (nur 1 Monat Mediathek!). Und hier die Wirklichkeit, zusammengestellt von Thomas Moser/telepolis. Sommerloch. Die Machtmissbraucher und Frauenbelästiger beim WDR machen Urlaub. Oder haben Sie

#metoo wirkt – für Frauen und Kunst

Von , am Sonntag, 29. Juli 2018, in Genuss, Lesebefehle, Medien, Politik.

Vor zwei Monaten hatte ich hier auf die Würdigung von Jean Luc Godards Film Le Mepris (dt. “Die Verachtung”) durch Hans Schmid/telepolis hingewiesen. Schmids Würdigung fasziniert mich kaum weniger als der Film, der mich seit dem ersten Ansehen gefangen genommen hatte. telepolis hat nun Schmids 2. Teil online gestellt, der viele Hilfen zum Ansehen von Le Mepris bereithält, und zahlreiche Informationen zu den politischen Rahmenbedingungen liefert. Und nicht zuletzt eine politische Würdigung des gesamten Entstehungsprozesses aus der Perspektive des heutigen #metoo-Diskurses.

Grindel/DFB / #metoo: WDR & China / Faule Sauds / Fiese Agenten / Pakistan

Von , am Freitag, 27. Juli 2018, in Fußball, Lesebefehle, Medien, Politik.

Jan Christian Müller/FR zeigt weiter Erbarmen mit DFB-Chef Grindel, hier und hier. Mittlerweile ist die Beraterbranche in die öffentliche Debatte geraten, gut so, hier hatte ich sie angestossen, Extradienst-Leser*innen wissen ein paar Wochen früher Bescheid, aber gut, dass es sich ausbreitet. Alles kommt raus. Die beteiligten Sportredaktionen sollten mit dem Finger-darauf-zeigen nur vorsichtig sein, denn sie sind Teil des Problems. Ulrich Horn, kein Fussball-Fan oder -Experte, aber NRW- und Ruhrgebietskenner, hat einen angemessen erbarmungslosen Gesamtüberblick gewonnen und hier geliefert. #metoo – WDR und China Das gilt auch für Kai-Hinrich Renner, der uns den Wasserstand der #metoo-Affäre im WDR meldet. Ich […]

Özil / Krieg gegen Iran? / Buhrow zu #metoo/WDR

Von , am Montag, 23. Juli 2018, in Fußball, Lesebefehle, Medien, Politik.

Am nachrichtenarmen Wochenende überschwemmte die Özil-Welle alle Medien. Aber nur wenige erreichen dabei Substanz. Erneut hervorheben möchte ich FR-Redakteur Jan Christian Müller, der im Vergleich zu seinen zahlreichen Berufskolleg*inn*en in dieser Angelegenheit, profitierend von seinem Frankfurter Standortvorteil, hervorragende Arbeit leistet. Zunächst berichtete er hier informativ über die WM-Debakel-Aufarbeitungssitzung beim DFB. Das war vor der Veeröffentlichung Özils. Die wurde anschliessend von Müller hier ultimativ treffend kommentiert (5. Update). Ich möchte dazu nur zwei Ergänzungen vornehmen: 1. 71 Mio. Follower soll Özil in den asozialen Medien haben. Das ist einerseits ein unschätzbares kommunikatives Potenzial, das weit über Deutschland hinausreichen dürfte

#metoo – bei Trump und im DFB

Von , am Samstag, 21. Juli 2018, in Fußball, Lesebefehle, Politik.

Donald Trump lässt seine Öffentlichkeitsarbeit von mehreren #metoo-Tätern organisieren, beschreibt uns Frauke Steffens/FAZ. Da drängt sich Witzeln auf: so sieht sie dann auch aus. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Frauen darüber auch lachen können. Nicht witzig findet auch Ex-Nationalspielerin Linda Bresonik die Politik des DFB.

#metoo-Nachhilfeminuten / Trump-Gegner*innen / Chinafrica

Von , am Dienstag, 17. Juli 2018, in Lesebefehle, Politik.

Viele Männer sollen ja angeblich klagen, sie wüssten gar nicht mehr, “was noch erlaubt ist”. Ihnen wird heute wieder geholfen von Margarete Stokowski. Svenja Flasspöhler hat im #metoo-Diskurs intelligent eine Marktlücke besetzt. Da besteht natürlich längerer Erklärungsbedarf, der praktischerweise gut als Promotion ihres Buches funktioniert. Ich meine das nicht lästerlich; das ist legitim. Der Inhalt ihrer Ausführungen dient der Debatte, und das ist gut. Bettina Gaus hat einerseits zum Trump-Putin-Gipfel die Essenz schon geschrieben. Andererseits gehört zur Wirklichkeit auch das Treiben einiger Trump-Gegner*innen in den USA,

Amri-Attentat / WDR/#metoo/Henke / Schwarzer Fussball

Von , am Montag, 16. Juli 2018, in Fußball, Lesebefehle, Medien, Politik.

Das Attentat auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz, mit dem toten Hauptverdächtigen Anis Amri, scheint ähnlich seriös aufgeklärt zu werden, wie die NSU-Mordserie. Bereits vernommene Augenzeugen müssen nun sogar eigene Medienarbeit machen, um inhaltlich gehört zu werden. Die Amnesie, die der von Thomas Moser interviewte Zeuge hatte, hatte ich vor rund fünf Jahren auch (bei einem Fahrradunfall). Der Umfang der Amnesie ist für den Betroffenen erstaunlich präzise erinnerlich – ebenso, was davor war, und was danach. Die Amnesie ist eine Schutzreaktion des Körpers gegen traumatisierende Schockerlebnisse. Der WDR und sein ehemaliger Fernsehspielchef Gebhard Henke haben sich aussergerichtlich geeinigt. Das mag […]

#metoo / Emma / Somalia

Von , am Dienstag, 3. Juli 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Die publizistischen Verteidigerinnen von Gebhard Henke, dem fristlos gekündigten Fernsehspielchef des WDR, Heike-Melba Fendel und Feo Aladag kamen im Berliner Lokalblatt Tagesspiegel zu Wort. Nicht alles was sie sagen ist falsch, aber auch nicht alles richtig.