… schön is die Welt, morje jiddet widder Rentenjeld” sang einst die legendäre “Pudelbande” des Kölner Humba Efau. heute war wieder so ein Tag.
Programmatisch passend dazu Helmut Lorscheid: “SPD Mitglieder merken noch was”. Weiterlesen
… schön is die Welt, morje jiddet widder Rentenjeld” sang einst die legendäre “Pudelbande” des Kölner Humba Efau. heute war wieder so ein Tag.
Programmatisch passend dazu Helmut Lorscheid: “SPD Mitglieder merken noch was”. Weiterlesen
Die deutschen Titelübersetzungen sind eine Kulturschande, für die sich unser Land noch sehr, sehr lange schämen sollte. Aber ich gebe zu: “Dick&Doof” hat sich mir als kleines Schulkind sehr gut eingeprägt. Den grossen Künstlern Stan Laurel, der alles war, aber nicht doof, und Oliver Hardy wurde und wird das nicht gerecht – es diffamiert sie eher. Die ARD gibt Ihnen ab heute die Chance sich davon ein eigenes Bild zu machen und präsentiert die Kunst dieser Männer zehnmal in Spielfilmlänge. Mein Festplattenrecorder ist vorbereitet.
Dazu müssen Sie wissen: die Handynetze sind dort weit besser, als in unserer unterentwickelten Region. Dadurch verbreiten sich Informationen effektiver. Der Horizont der Weltbetrachtung wird automatisch grösser, als in mitteleuropäischen Zwergstaaten. Deutsche Bundesregierungen sind darüber schon lange deprimiert. Brücken stürzen ein, schlechtes Wetter führt zu Katastrophen – wie soll sie da noch ernstgenommen werden in der Welt? Weiterlesen
Das Wochenendprogramm startete mit einer Kriegsreportage von Moritz Gross/ver.di-publik aus gewerkschaftlicher Perspektive: “‘Wir sind auf der Hut’ – Ukrainische Gewerkschaften — Tarife aushandeln, Kollegen unterstützen, Krieg aushalten. Wie die Arbeit der Gewerkschaften in der Ukraine zweieinhalb Jahre nach dem russischen Überfall aussieht”.
“Klammheimliche Freude?” – Hanspeter Knirsch diskutiert über den realen Staatsterrorismus. “Wie immer bei komplexen Situationen, ist der spontane Impuls nicht geeignet das Problem zu lösen.” Weiterlesen
Mit seiner politischen Autobiografie hat er sich dem Holtzbrinck-Konzern (Droemer & Knaur) anvertraut: “Alles muss anders bleiben – Eine politische Autobiografie | Der Grünen-Politiker über ein halbes Jahrhundert deutsche Politik – Von den Siebzigern bis heute: ein politisches Leben in der Bundesrepublik”. Ich habs noch nicht gelesen, tippe aber, dass Ghostwriter*innen nicht zum Einsatz kamen. Lektor*inn*en, also die, die immer zuerst eingespart werden, würde ich dagegen immer empfehlen. Das ist harte Arbeit. Weiterlesen
Zunächst das Positive. Zwei sehr, sehr seltene Ereignisse fallen in diesen Tagen zusammen. Meine Borussia erzielte einen Siegtreffer in der Nachspielzeit. statt, wie es seit Jahren Gewohnheit ist, umgekehrt (“borussisch”). Und eine deutsche TV-Talkshow stellt morgen eine berechtigte Frage (= Agendasetting!): “Können wir uns die Reichen noch leisten?” “Ausgewogenheit”, wie es sich für die von uns bezahlte ARD und den WDR gehört: 4 Reiche und 2 Kritiker*innen – ganz wie die Haushaltsabgabenzahler*innen sich zusammensetzen. Oder? Weiterlesen
Wie? Sie lesen bei dieser Überschrift trotzdem weiter? Ich warne Sie. Es geht um das Schaffen der Ministerpräsident*inn*enkonferenz, von 16 sind 3 nur Bürgermeister, und die sollen sich einigen. Alle, die es gar nicht wissen wollten, wissen spätestens seit der Coronapandemie, wohin das führen kann. Menschen, die sich wie ich mit Medienpolitik beschäftigen, wissen es noch viel länger. Wobei: ich will nicht ernsthaft behaupten, dass die Sache bei der Bundesregierung oder beim Bundestag in besseren Händen wäre. Obwohl: das Bundesverfassungsgericht schafft es doch auch. Weiterlesen
Das hat niemandem Spass gemacht – ausser dem VFL in den ersten 20 Minuten – der Regen strömte, und die Stimmung brauchte sehr lange, bis sie aufkam. Der Bochumer Myron Boadu hatte offenbar zu viel Zeit zum Nachdenken, als er mit dem Ball allein auf Kobel zurannte, drei hilflose Dortmunder hinterdrein. Möglich, dass der BVB nach einem 0:3 zerfallen wäre. Das war knapp. Weiterlesen
“Mit Menschen arbeiten” gilt im real existierenden Kapitalismus als nicht so wichtig. Darum wird es am schlechtesten bezahlt. Kathrin Heddtke/ver.di-publik schreibt: “Über 34,5 Millionen Menschen arbeiten in Dienstleistungsberufen. Was sie tagtäglich leisten und welche enormen Sozialkompetenzen sie benötigen, macht eine neue Ausstellung im DASA-Museum in Dortmund sichtbar”.
Ich möchte “Stärken stärken”, in diesem Fall die von Florian Rötzer und Rüdiger Suchsland. Und selbst über die Linkspartei und das BSW, sowie menschenrechtlichen Widerstand in den Ampelfraktionen, lässt sich Lesenswertes schreiben.
Kurz nach Mitternacht finden Sie hier eine Reportage aus der Ukraine von Moritz Gross/ver.di-publik: “‘Wir sind auf der Hut’ – Ukrainische Gewerkschaften — Tarife aushandeln, Kollegen unterstützen, Krieg aushalten. Wie die Arbeit der Gewerkschaften in der Ukraine zweieinhalb Jahre nach dem russischen Überfall aussieht” Im Kriegszustand ist alles kontrovers, auch dieser Text. Aber im deutschen Diskurs der überbordenden Gewissheiten erlaubt er einen zarten Blick in die Wirklichkeit des Krieges. An deutschen Schreibtischen ist die nicht bekannt.
In Beuel tobt der Herbstwind (aber kein Sturm!), und lässt immer wieder bezauberndes Sonnenlicht durch. Wo ist es besser als hier? Obwohl: die Bahn in NRW steht an diesem Wochenende still. Wer die Vollsperrung von Köln nicht kapiert, bekommt gratis noch eine in Bochum dazu. In Dortmund wird heute Fussball gegen Bochum gespielt, und ich weiss nicht, wer von den beiden mehr Angst davor hat. Die Zuschauer*innen werden mit dem Fahrrad anreisen müssen. Infrastruktur? War früher, ich habs noch erlebt. Rheinpegel Bonn 319cm.
Nächster Newsletter Montagabend, wie immer, wenn “Barnaby” Klamroth in die Quotenflucht schlägt.
Freundliche Grüße
Martin Böttger
Leser Manni Breuckmann hatte vor einem dreiviertel Jahr hier auf manche von mir verlinkte Quellen geschimpft. Was würde er hiervon halten? Florian Rötzer/overton: “Russlands neue Liste von Ländern, deren Politik den traditionellen russischen Werte widerspricht – Bürger der gelisteten Staaten, die den neoliberalen Werten entkommen wollen, erhalten eine unkomplizierte Aufenthaltsgenehmigung.” Laut einer – nichtrepräsentativen – Online-Leser*innen*befragung von overton selbst würden die meisten BSW, und die zweitmeisten AfD wählen. Mir würde dabei schlecht, aber gut – jede*r wie sie*er will. Wie wird denen diese Überbringung russischer Nachrichten gefallen? Weiterlesen
“Weder Verschwörung noch Zufall – Was war die Corona-Krise? – Unsere Autorin plädiert für eine politökonomische Interpretation der Corona-Krise. In deren Zentrum steht der Aufstieg eines globalen ‘Biosecurity-Staates'” – ein materialistischer Analyseversuch von Tove Soiland/Berliner Zeitung (“Open Source”).
“Übergewinn ade” – eine klassisch-informative Heiner-Jüttner-Arbeit. Weiterlesen
Auffallen ist die Währung in der Aufmerksamkeitsökonomie. Der Inlandsgeheimdienst war in seinen letzten Jahresberichten der Jungen Welt behilflich, in der ja gelegentlich lesenswerte Texte stehen. Sie wird so doktrinär enggeführt, dass sie schon lange unter Leser*innen*mangel leidet und ist hilfsbedürftig, so dass sie in ihrem bildschönen Hauptquartier in Köln-Chorweiler ein Einsehen hatten. Weiterlesen
Nun ist es auch in Beuel so weit. Die Sonne ist weg, der Regen ist da. Können unsere Texte aufhellen? Entscheiden Sie selbst.
Der Erfreulichste ist vielleicht “Unser Ziel: Frieden in der Welt! – Aufruf von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten zur Friedensdemonstration am 03.10.2024 in Berlin – Krieg ist eine furchtbare und grausame Folge politischen Versagens, die viele unschuldige Opfer trifft – immer!” Christoph Habermann u.a. hören nicht auf. Gut so.
“Aus Erfahrung dümmer” wird nach Meinung David Schalkos Österreich, das hierbei als Avantgarde für Deutschland fungiert. Das ist in der Weltgeschichte schon mal ganz furchtbar scheisse ausgegangen. Am Sonntag wählt Österreich ein neues Parlament.
Wenn Sie Fussball hassen – Hassen ist nach Jürgen Roths/Junge Welt Meinung ein Menschenrecht – dann erfüllen Sie unsere Fussballtexte vielleicht mit Schadenfreude.
Dieter Bott enthüllt sein Günter Netzer-Bild, das meinem sehr ähnelt: “Wenn die Welt keinen Fussball kennt – Wem würde nichts fehlen?” Ich kommentiere die Pokerpartie um die TV-Rechte: “Deutscher Abstieg – Die DFL pfeift im Wald”.
Kurz nach Mitternacht finden Sie hier – gefühlt erstmals – eine materialistische Analyse der Coronapolitik aus dem Open-Source-Ressort der Berliner Zeitung von der Schweizer Autorin Tove Soiland: “Weder Verschwörung noch Zufall – Was war die Corona-Krise? – Unsere Autorin plädiert für eine politökonomische Interpretation der Corona-Krise. In deren Zentrum steht der Aufstieg eines globalen ‘Biosecurity-Staates’.” Biosecurity – nie gehört? Sehen Sie, das meine ich mit “erstmals”.
Eine Freundin fragte mich heute nach dem Rücktritt des Grünen-Bundesvorstandes, offenbar unbesorgt um meine Gesundheit, ob das nichts für mich sei. Meine Antwort: ich habe ja leider überhaupt keine Zeit.
Rheinpegel Bonn 216cm.
Freundliche Grüße
Martin Böttger
Sensationell: bei der FAZ steht ein lesenswerter, sogar wichtiger, Beitrag paywallfrei. Seit vielen Jahren ist mir klar, dass David Schalko ein erstklassiger Filmemacher ist. Er beweist: er kann auch schreiben. Und wie mag der die FAZ von der Paywallfreiheit überzeugt haben? Oder war die redaktionelle KI kaputt? Nun lesen Sie selbst – und ich versichere: es geht mehr um uns als um Österreich: “Die neue Mitte ist rechtsradikal – Am Sonntag wird in Österreich gewählt. Die rechtsextreme FPÖ könnte vorne liegen. Es geht also auch um unsere Freiheit in den nächsten zwanzig Jahren.” Weiterlesen
Das Kartell des deutschen Profifussballs der Herren, die 36 Mitglieder der Deutschen Fussball-Liga (DFL = die Vereine der 1. und 2. Liga) pfeift im Wald. Sie muss ihr teuerstes TV-Paket, die Samstagsspiele, neu ausschreiben. Kann sie also einen höheren Erlös erzielen als zuvor? Der Kicker, der seinerseits eine institutionelle Zusammenarbeit mit Dazn sowie mit semikriminellen Wettanbietern pflegt, aber auch auf beste Beziehungen zur DFL angewiesen ist, meldete – als jetzt gecanceltes Gebot – 320 Mio. von Sky und 400 Mio. von Dazn. Das klingt vergleichsweise bescheiden, denn als Gesamterlös wird eine Summe von über 1 Mrd. erhofft. Weiterlesen
Ich hasse Vereinsjournalismus. Ich bin der unzähligen Aufrufe und Offenen Briefe müde. Gleichzeitig nehme ich schmerzhaft – und es ist ein Reiz-Schmerz – wahr, welche Vernunftpositionen, egal was mann im Einzelnen von ihnen halten mag, im inländischen Mediendiskurs überhaupt keine Repräsentanz mehr finden. Was bei mir persönlich zu Mediendiät führt. Und zu Kompensationshandlungen in diesem Blog. Weiterlesen
Nicht nur Politiker*innen (und nicht wenige Journalist*inn*en) an Wahlabenden tun es. Auch Konzernvorstände, hochbezahlt und mit angeblich leistungsorientierten Boni verwöhnt, tun es. “Details wollen die beiden Unternehmen heute auf einer Fachmesse in Berlin vorstellen.” kündigt eine dpa-Meldung im FAZ-Wirtschaftsteil und bei Spiegel-online – gleichlautend selbstverständlich – an. Ab Dezember soll ein (in Zahlen: 1) Zug von Berlin nach Paris fahren. Spannende Frage für erfahrene Bahnkunden: lässt der sich denn auch EU-weit buchen, oder für jedes durchfahrene Land einzeln? Weiterlesen
Schon vor dem Brandenburg-Wahlabend warf ich die Frage auf: “Warum? – Brandenburg u.a.: falsche Beratung richtet nicht nur Schaden an – am Ende könnten wir alle weg sein”. Guntram Wille im Open-Source-Ressort der Berliner Zeitung beklagt die “Leseschwäche” der Beteiligten. “Wählt, als ob euer Leben davon abhängt” – diese Devise von Billy Eilish ist noch nicht nach Mitteleuropa vorgedrungen. Ergebnis, nicht nur von Reinhard Olschanski: “Kommando Scherbenhaufen”, das ich sogleich mit einem Kommentar versehen habe. Weiterlesen
Das soll die US-Pop-Künstlerin Billy Eilish gesagt haben, schreibt der in diesen Dingen gut informierte Klaus Walter/FR. “Das tut es nämlich”, wird sie zitiert. Schade eigentlich, dass das vor, während und nach der Europawahl niemand den dummen Europäer*innen und Deutschen gesagt hat. Die Zahl der Akokalypsesüchtigen unter ihnen steigt scheinbar unaufhaltsam. Scheinbar. Weiterlesen
Es war Sonntagmittag, und ich fand Gelegenheit, die jüngsten Beiträge des IPG-Journals zu studieren. Wieder habe ich es nicht bereut. Ich erfuhr Politisches, was ich in sog. “Zeitungen” hierzulande nicht mehr finde – ausser die lediglich monatlich erscheinende LeMonde diplomatique, die erst nach drei Monaten paywallfrei digital nachlesbar ist. Die Zukunft des von der Ebert-Stiftung herausgegebenen IPG-Journals dürfte mittelfristig ungewiss sein. Denn mit einiger Verzögerung wird sich das diskursive Einschmelzen der SPD auf ihre Stiftung und deren Medien auswirken. Also lesen Sie, solange es noch geht. Weiterlesen
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